Saint-Gobain-Aktie: Kurs- und Preisanalyse vor dem Kauf

Analyse Nummer 1

Investoren achten vor allem darauf, ob die Anzahl der Baugenehmigungen und Baustellen in den nächsten Jahren steigt oder nicht. Diese Zahlen sind ausschlaggebend für das zukünftige Umsatzpotenzial, das sich Saint-Gobain bietet.

Analyse Nummer 2

Die Fähigkeit des Unternehmens, die Produktionskosten zu senken, um damit wettbewerbsfähiger zu werden, muss ebenfalls genau im Auge behalten werden. Im Rahmen des Kostensenkungsprogramms, das Saint-Gobain entwickelt hat, sollen bis Ende 2018 knapp 800 Milliarden Euro eingespart werden, um eine deutliche Steigerung des Betriebsergebnisses zu erreichen.

Analyse Nummer 3

Ein wichtiger Punkt für die Analyse ist die Entwicklung in Schwellenmärkten: Sollten dort neue Konkurrenten aus Asien auftauchen, die aufgrund niedriger Kosten konkurrenzfähige Preise anbieten, so wäre dies für Saint-Gobain ein echtes Handicap.

Analyse Nummer 4

Die Auswertung dieser Elemente im Rahmen einer Fundamentalanalyse verschafft Ihnen einen guten Gesamteindruck darüber, ob Saint-Gobain zukünftig in der Lage sein wird, rentabel zu wirtschaften und überzeugende Investitionsprojekte zu entwickeln. Selbstverständlich müssen Sie diese Ergebnisse mit den Daten aus der technischen Analyse abgleichen. Aufgrund der hohen Volatilität des Wertpapiers empfehlen wir eine Day-Trading-Strategie mit CFDs.

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Vielleicht interessieren Sie sich im Rahmen Ihrer Investitionsstrategie auch für große französische Unternehmen von Rang und Namen, die an der Börse notieren und im Aktienindex CAC 40 enthalten sind. In diesem Fall ist Ihnen das auf Baustoffe spezialisierte Unternehmen Saint-Gobain sicherlich nicht ganz unbekannt. Bevor Sie sich jedoch in die Spekulation auf die Wertpapiere dieses Konzerns stürzen, empfehlen wir Ihnen, die nachfolgenden Informationen über seine Aktivitäten sowie einige Daten für die stichhaltige Analyse des Aktienkurses zu lesen.  

 

Informationen über das Unternehmen Saint-Gobain

Saint-Gobain ist ein auf internationaler Ebene führendes Unternehmen in der Herstellung und Vermarktung von Baumaterialien. Der Konzern ist hauptsächlich in Europa aktiv, jedoch auch in anderen Ländern und Regionen auf der ganzen Welt vertreten.

Der Großteil des Umsatzes stammt aus dem Verkauf der Materialien über ein großflächiges Vertriebsnetz. Weitere Bereiche sind die Herstellung von Bauprodukten, Flachglas, Hochleistungskunststoffen und Verpackungen.

 

Die wichtigsten Konkurrenten von Saint-Gobain

Dank einer langfristig geplanten wirtschaftlichen Strategie ist der Konzern Saint-Gobain zurzeit das international führende Unternehmen in seiner Branche. Doch der Konzern ist auch durch unerlaubte Absprachen mit Konkurrenzunternehmen negativ aufgefallen und musste dafür eine Strafe in Höhe von 1,38 Milliarden Euro zahlen. Heute gehört dies jedoch der Vergangenheit an, und Saint-Gobain sieht sich dem Wettbewerb durch einige große Unternehmen ausgesetzt, die versuchen, ihm Marktanteile streitig zu machen. Nachfolgend erfahren Sie, welche Unternehmen Saint-Gobain bedrohen, damit Sie aktuelle Informationen über diese Unternehmen in Ihre Fundamentalanalyse des Wertpapiers einbeziehen können.

Darüber hinaus sollte man wissen, dass sich zurzeit in China eine neue Konkurrenz entwickelt, die durch mehr als konkurrenzfähige Preise Saint-Gobain zukünftig gefährlich werden könnte.

 

Die wichtigsten Partner von Saint-Gobain

Das Unternehmen Saint-Gobain gibt viel Geld für Forschung & Entwicklung aus und versucht daher, strategische Partnerschaften und Allianzen mit anderen Unternehmen einzugehen, um die Produktionskosten zu senken. So zählen inzwischen mehrere französische Unternehmen zu den Partnern von Saint-Gobain.

Ein Beispiel dafür ist das Unternehmen Point-S, das den Unterhalt der Fahrzeugflotte von Saint-Gobain sicherstellt, zu der immerhin mehrere Zehntausend Autos gehören.

2017 hat Saint-Gobain nach einer Ausschreibung seinen Kommunikationsauftritt an den multinationalen Werbedienstleister und Medienkonzern Publicis vergeben.

Auf internationaler Ebene ist Saint-Gobain eine strategische Partnerschaft in Ägypten mit Sisecam eingegangen. Es soll eine Fabrik gebaut werden, in der täglich 900 Tonnen Glas produziert werden, das ausschließlich für den ägyptischen Markt bestimmt ist.

 

Wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens Saint-Gobain

Sieht man sich die wirtschaftlichen und finanziellen Ereignisse, die die Geschichte des Unternehmens Saint-Gobain in den letzten Jahren geprägt haben, genauer an, so kann man die Kursentwicklung der Aktie an der Börse besser nachvollziehen. Damit Sie diese Daten in Ihre Überlegungen einbeziehen können, nachfolgend eine Zusammenfassung der wichtigsten Vorkommnisse.

2014 verkauft Saint-Gobain für 1,5 Millionen Euro das Nordamerika-Geschäft an den Konzern Ardagh. Im Juni desselben Jahres kündigt Saint-Gobain den Kauf des Herstellers von Keramiken für die Luftfahrtindustrie Phoenix Coating Resources an. Ebenfalls 2014 übernimmt Saint-Gobain die Kontrolle über Sika, ein Schweizer Unternehmen, das auf chemische Produkte für die Bauindustrie spezialisiert ist.

2015 verkauft Saint-Gobain die Tochtergesellschaft Verallia für 2,95 Milliarden Euro an den Investmentfonds Apollo Global Management. Dieser hält 90 % der Anteile von Verallia, die restlichen 10 % gehen in den Besitz von BPI France über. Im Juli desselben Jahres kauft Saint-Gobain 49 % der Anteile an dem auf Mörtel spezialisierten Unternehmen Cipta Motar Utama.

Darüber hinaus organisiert Saint-Gobain 2015 anlässlich des 350-jährigen Bestehens eine Jubiläumsausstellung sowie vier Wanderpavillons, die an verschiedenen Orten rund um den Globus zu besichtigen sind.

2016 kündigt Saint-Gobain den Kauf von E-Mix für einen Preis von 104 Millionen Euro an; dieses Unternehmen ist ebenfalls auf Mörtel spezialisiert. Im Dezember desselben Jahres kauft der Konzern 100 % der Anteile des rumänischen Unternehmens Pietta Glass Working, das auf die Verarbeitung von Glas spezialisiert ist.

 

Die Aktivitäten und Produkte von Saint-Gobain im Detail

Die Aktivitäten des Konzerns Saint-Gobain lassen sich in diverse Sparten aufteilen. Dazu gehören:

Sehen wir uns nun die geografische Aufteilung des Umsatzes von Saint-Gobain näher an: 27 % des Umsatzes werden in Frankreich realisiert, 42 % des Umsatzes entfallen auf Westeuropa, 12 % auf Nordamerika und 19 % auf Schwellenländer und Asien.

 

Wichtige Börsendaten zur Saint-Gobain-Aktie

Es versteht sich von selbst, dass man die verschiedenen wirtschaftlichen Ereignisse kennen sollte, die die Kursentwicklung der Saint-Gobain-Aktie und die Entwicklung des Unternehmens beeinflusst haben. Darüber hinaus ist es jedoch auch wichtig, einige allgemeinere Daten über diese Aktie und ihre Notierung zu kennen. Daher erhalten Sie nachfolgend eine Auflistung mit wesentlichen Daten, die zum globalen Verständnis für dieses Wertpapier und sein Potenzial unerlässlich sind.

 

Forschung und Entwicklung bei Saint-Gobain

Der Konzern Saint-Gobain beschränkt sich nicht nur darauf, seine Produkte und Dienstleistungen zu produzieren und vermarkten, sondern investiert in seinen Geschäftsbereichen auch in Forschung und Entwicklung.

Saint-Gobain besitzt vier bereichsübergreifende Forschungs- und Entwicklungszentren sowie 14 weitere Forschungszentren und rund 100 Entwicklungseinheiten weltweit, in denen rund 3500 Forscher beschäftigt sind. Das Unternehmen hat nach und nach ein Netzwerk mit Universitäten aufgebaut (beispielsweise mit der Harvard University, der Staatlichen Universität Moskau, der Ecole Polytechnique, der ESPCI Paris Tech, dem Indien Institute of Technology in Madras), um sein Forschungsprogramm zu intensivieren und noch innovativer zu sein.

Dank der strategisch geplanten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, gehörte Saint-Gobain 2015 bereits zum 5. Mal in Folge zu den 100 innovativsten Unternehmen der Welt. Dieses Ranking wird jährlich durch Thomas Reuters erstellt und die Hitliste basiert auf der Anzahl der angemeldeten Patente, der Anzahl der angenommenen Patente im Verhältnis zu den Anmeldungen sowie der internationalen Ausstrahlung und Bekanntheit der Patente.

 

Rechtliche Konflikte von Saint-Gobain

Saint-Gobain war in der Vergangenheit auch ab und zu in Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die sich stark auf den Ruf des Unternehmens und den Kurs seiner Aktien ausgewirkt haben.

2008 wurde der Konzern beispielsweise von der Europäischen Kommission zur Zahlung einer Strafe von 896 Millionen Euro verurteilt. Der Grund waren illegale Preisabsprachen mit drei Konkurrenzunternehmen für Glas für die Automobilindustrie zwischen 1998 und 2003 sowie die Missachtung von Wettbewerbsvorschriften der geltenden europäischen Verträge. Die Strafe wurde später um 60 % erhöht, da das Unternehmen bereits 1984 und 1988 von der Kommission für derartige Vergehen verurteilt worden war.

 

Vorteile und Stärken der Saint-Gobain-Aktie als börsengehandelter Vermögenswert

Eine der größten Stärken von Saint-Gobain ist die Leaderposition im Bereich Baumaterialien. Das Unternehmen wurde bereits 1665 gegründet und verfügt demzufolge über eine sehr lange Erfahrung. Im Laufe der Zeit hat Saint-Gobain seine Aktivitäten umfassend diversifiziert. Heute besteht die Unternehmensorganisation von Saint-Gobain aus 4 komplementären Geschäftsbereichen: Distribution (gut 47 % des Unternehmensumsatzes), Baumaterialien (31 % des Unternehmensumsatzes), innovative Materialien und Flachglas (24 % des Unternehmensumsatzes), Verpackungen (Marke Verallia).

Der Konzern profitiert von den klimatischen Herausforderungen unserer Zeit, die das Bauwesen stark verändern und eine Neuorientierung des Marktes in Richtung energieeffizienter Wohnräume erforderlich machen. In diesem Segment ist Saint-Gobain sehr gut verankert, da das Unternehmen kontinuierlich in Innovationen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden investiert. Mit diesem Spezialgebiet erwirtschaftet das Unternehmen mehr als 32 % des Umsatzes, den größten Teil davon in Frankreich.

Saint-Gobain ist nicht nur führend in seiner Branche in Frankreich, sondern auch auf dem internationalen Markt gut positioniert. Seit einigen Jahren nimmt der Marktanteil im Ausland unaufhörlich zu. 26 % des Umsatzes werden in Frankreich realisiert, 43 % in den übrigen westeuropäischen Ländern und 15 % in Schwellenländern und Nordamerika. 2016 hat sich die Entwicklung der Geschäftstätigkeit im Ausland noch beschleunigt.

Was die Zukunftschancen von Saint-Gobain angeht, ist festzustellen, dass der Konzern strategisch vor allem auf Produkte und Dienstleistungen mit einem hohen Mehrwert setzt. Der Umsatzanteil dieser Produkte, der 2013 noch 24 % betrug, dürfte 2018 bei 53 % liegen. Um dieses Ziel zu erreichen, stützt sich Saint-Gobain auf mehrere Partnerschaften mit gezielt ausgewählten Start-ups.

Zu unterstreichen ist darüber hinaus der Wunsch von Saint-Gobain, den Distributionsbereich lokal zu verankern, was in Bezug auf die Konkurrenzfähigkeit echte Vorteile gegenüber nicht europäischen Wettbewerbern bietet. Saint-Gobain ist im Export nicht zuletzt dank des gesunkenen Eurokurses im Verhältnis zum Dollar sehr wettbewerbsfähig. Dies kommt vor allem dem Absatz in den Vereinigten Staaten zugute.

Die Tatsache, dass Saint-Gobain wieder zu einer gesunden Finanzbasis gefunden hat, freut Investoren und begünstigt den Kauf der Aktien.

 

Welche Nachteile und Schwächen hat die Saint-Gobain-Aktie als börsengehandelter Vermögenswert?

Die Saint-Gobain-Aktie ist also ein beliebtes Wertpapier für Investoren, die an der französischen Börse spekulieren möchten. Obwohl die positiven Seiten des Unternehmens zahlreich und unbestritten sind, sollte man dennoch über einige Schwächen nicht hinwegsehen, da diese die positive Entwicklung des Unternehmens bedrohen können. Nachfolgend eine Auflistung der hauptsächlichen Schattenseiten von Saint Gobain und der Aktie.

An erster Stelle steht dabei der zyklische Charakter der Aktivitäten. Der größte Teil des Konzernumsatzes wird im Bausektor erzielt. Die Wachstumsperspektiven dieses Sektors sind allerdings eng mit der Immobilienbranche verknüpft, deren Entwicklung bekanntlich sehr unbeständig ist.

Das Wertpapier von Saint-Gobain könnte durch die aktuelle Entwicklung hinsichtlich der geplanten Kontrollübernahme des Unternehmens Sika durch Saint-Gobain gebremst werden, da dieser Prozess zurzeit ins Stocken gerät. 2015 hatte Saint-Gobain 16,1 % des Kapitals und 52,4 % der Stimmrechte dieser im Familienbesitz befindlichen Holding übernommen. Einige Verwaltungsräte des Schweizer Unternehmens hatten sich dem 2016 widersetzt, was zu großen Verzögerungen geführt hat, deren Auswirkungen Saint-Gobain heute noch spürt.

Ein starkes Wachstum der Aktivitäten von Saint-Gobain ist in der heutigen Zeit kaum mehr möglich. Die Investoren waren vom Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 in Frankreich sehr enttäuscht, da der im Hexagon erzielte Umsatz zurückging. Der französische Markt macht immerhin 25 % des Gesamtumsatzes aus. Auch in den Vereinigten Staaten verschlechtert sich die Lage, wenngleich nicht so stark wie in Frankreich. Diese Rückgänge können leider nicht durch bessere Ergebnisse in anderen Ländern ausgeglichen werden, da der Umsatz im Rest der Welt stabil bleibt. Eine Umsatzwarnung Ende 2015 hat die Investoren im Übrigen zutiefst beunruhigt und dazu geführt, dass die Aktie an der Börse einige Punkte verlor.

Trotz der aufgelisteten Schwächen und der bestehenden Risiken, die man bei einer Strategie berücksichtigen sollte, scheint Saint-Gobain über die notwendige Power zu verfügen, um schnell wieder an Boden zu gewinnen. Die Zukunft wird zeigen, ob sich die externen Faktoren mittel- und langfristig zugunsten des Unternehmens entwickeln.

Häufig gestellte Fragen

Welche Informationsunterlagen stellt Saint-Gobain den Aktionären zur Verfügung?

Wenn Sie Aktien des Konzerns Saint-Gobain kaufen, dann haben Sie Zugriff auf diverse Informationsunterlagen, die sich speziell an Aktionäre richten. Der Konzern veröffentlicht beispielsweise dreimal pro Jahr auf seiner Website einen Aktionärsbrief sowie einen Leitfaden für Aktionäre. Selbst wenn Sie keine Aktien besitzen, finden Sie auf der Website oder auf Ihrer Tradingplattform alle wichtigen Informationen über dieses Unternehmen sowie die Notierung der Aktie an der Börse.

Welche Tochterunternehmen besitzt der Saint-Gobain-Konzern?

Saint-Gobain ist über diverse Tochterunternehmen in unterschiedlichen Branchen aktiv. Dazu gehören beispielsweise Unternehmen wie Saint-Gobain Building Glass, Saint-Gobain Sekurit, Norton, SEFPRO, British Gypsum, Certain Teed, Ecophon, Eurocoustic, Gyproc, Isover, Saint-Gobain PAM, Placo, Rigips, Weber, Groupe Lapeyre, La Plateforme du Bâtiment, Décocéram, Point P und France Pare-Brise.

Welche Geschäftsergebnisse und Zahlen sollte man über die Saint-Gobain-Aktie kennen?

Sie möchten mehr über den Börsenwert von Saint-Gobain wissen? Laut den zuletzt veröffentlichten Zahlen und Ergebnissen für 2019 betrug die gesamte Aktienmarktkapitalisierung des Konzerns am Ende des Jahres 20 348 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte der Konzern einen Umsatz von 42,6 Milliarden Euro sowie ein Nettoergebnis von 1,92 Milliarden Euro.

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