RWE

RWE-Aktie: Kurs- und Preisanalyse vor dem Kauf

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Grafik bereitgestellt von Tradingview

Im Energiesektor sind Unternehmen mit weltweitem Renommee tätig und bieten somit eine echte Chancen, mit deren Wertpapieren an der Börse zu spekulieren. Dies ist auch beim RWE-Konzern der Fall, dessen börsennotierte Aktie besonders attraktiv und interessant ist. Nachfolgend geben wir Ihnen einige nützliche Informationen über den RWE-Konzern und dessen Aktien sowie darüber, wie Sie die Preisentwicklung in der Vergangenheit anhand von Börsencharts analysieren können.  

Faktoren, die den Kurs dieses Vermögenswerts beeinflussen können:

Analyse Nummer 1

Zunächst muss man die Lage auf dem Energiemarkt genau untersuchen, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern generell in Europa. Vor allem das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage bestimmt die Aktivitäten des Unternehmens und damit seine Rentabilität.

Analyse Nummer 2

Wichtig sind alle Geschäfte von RWE, mit denen sich das Unternehmen auf strategischen Märkten positioniert. Interessant sind in diesem Zusammenhang besonders Schwellenländer, da sie sich im Wachstum befinden und ihre Industrie daher einen steigenden Energiebedarf hat.

Analyse Nummer 3

Die Preisentwicklung bestimmter Energierohstoffe – insbesondere Kohle und Erdgas – gibt Aufschluss über Wachstumschancen und Rentabilität des Unternehmens RWE.

Analyse Nummer 4

Veränderungen im Bereich der Gesetzgebung hinsichtlich der Atomenergie können sich mehr oder weniger stark auf die Aktivitäten und das Wachstum von RWE auswirken.

Analyse Nummer 5

Man muss natürlich wichtige Konkurrenten von RWE im Auge behalten. Von Bedeutung sind dabei die Finanzdaten der Wettbewerber, deren strategische Operationen und generell alle Nachrichten, die zu einer Veränderung der Marktanteile in der Energiebranche – vor allem in Europa – führen können.

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Überblick über die RWE-Aktie

 

Informationen über den RWE-Konzern

Der deutsche RWE-Konzern ist eines der führenden Energieunternehmen in Europa. Seine Aktivitäten gliedern sich in mehrere Bereiche, wozu im Wesentlichen der Transport und die Distribution von Strom und Gas, der Energiehandel sowie die Erzeugung von Öl und Gas zählen. Das Unternehmen generiert jährlich einen Umsatz von über 48.8 Milliarden Euro und verfügt aktuell über eine Stromproduktionskapazität von mehr als 40 000 Megawatt. Alleine in Deutschland sichern die Kraftwerke von RWE rund ein Drittel der Energieversorgung. Den größten Teil seines Umsatzes erzielt RWE in Deutschland, das Unternehmen ist aber auch in anderen europäischen Ländern wie Großbritannien, Belgien, Österreich, Tschechien, Osteuropa und der Türkei tätig und beschäftigt insgesamt mehr als 58 000 Mitarbeiter.

Gegründet wurde das Unternehmen 1898 in Essen. Das Unternehmen expandierte rasch und wurde durch seine niedrigen Preiseüber die Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen hinweg zu einem wichtigen Stromversorger. Durch die Verstromung von Steinkohle wuchs das Unternehmen bis 1914 zu einem der größten Stromproduzenten des Kaiserreichs. Ab 1914 wurde auch angefangen, Braunkohle zu verstromen und in den Zwanzigerjahren wurde neu auch Wasserstrom genutzt. Tagsüber floss Strom der Wasserkraftwerke nach Norden und nachts Braunkohlestrom nach Süden, um das Wasser in die Speicherkraftwerke zu pumpen. Während das NS-Regime über Deutschland herrschte, wurden alle Vorstandsmitglieder durch NSDAP-Mitglieder ersetzt, wodurch das Unternehmen genutzt werden konnte, um Strom für die energieintensive Aufrüstung zu produzieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg RWE zum größten Energieversorgungsunternehmen der Bundesrepublik auf. Bis zu den Sechzigerjahren setzte das Unternehmen immer noch stark auf Braunkohle. Mit der zunehmenden Wichtigkeit von Erdöl wurde dann aber die Energie-Infrastruktur immer stärker an Öl als wichtigster Energieträger ausgerichtet. Durch die scheinbar unendliche Verfügbarkeit von Öl sanken die Energiepreise stark. Fragen zur Versorgungssicherheit waren zu dieser Zeit nicht Priorität, was dann jedoch mit der Ölkrise in den Siebzigerjahren zum Verhängnis wurde. Die Erdölpreise schossen über 270 Prozent in die Höhe, wodurch die Öl-Abhängigkeit zum Problem wurde. Es wurde als Folge mehr in die Kernenergie investiert, um die Krise zu überwinden und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Obwohl nach dem Unglück in Tschernobyl Bedenken seitens Umweltschützer betreffend Atomenergie geäußert wurden, änderte dies nichts an der Strategie von RWE. RWE wuchs weiter und fusionierte im Jahr 2000 mit seinem Konkurrenten Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen (VEW), wodurch RWE auch im europäischen Markt Fuss fassen und sich zu einem internationalen Konzern entwickeln konnte. 2009 erfolgte die Übernahme des niederländischen Energieversorgers Esset, wodurch die Position im internationalen Geschäft zusätzlich gestärkt werden konnte.

Nach der Atomkatastrophe in Fukushima von 2011 und dem beschlossenen Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie hat RWE nach anfänglichem Widerstand beschlossen, seine Unternehmensstrategie zu ändern und nicht nur in Deutschland, sondern auch international aus der Kernenergie auszusteigen und sich an keinen Neubauprojekten mehr zu beteiligen. Stattdessen will das Unternehmen fortan verstärkt in die lang bekämpften erneuerbaren Energien investiert werden. Darüber hinaus sollen bis 2020 auch diverse Braunkohlekraftwerke vom Netz genommen werden. Die Tochtergesellschaft RWE Generation engagiert sich dafür, dass der Strom künftig noch klimafreundlicher erzeugt wird, weiter sicher aus der Steckdose kommt und erschwinglich bleibt und zu guter Letzt auch, dass die beschlossene Energiewende umgesetzt werden kann.

 

Kursanalyse der RWE-Aktie

Der Kurs der RWE-Aktie notiert zurzeit an der Deutschen Börse AG und ist Bestandteil bei der Berechnung des Börsenindex DAX 30.Das Börsenkapital der RWE AG ist eingeteilt in 614 745 499 Aktien, davon 39 000 000 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. 86 % der Aktien sind im Besitzt institutioneller Investoren, wovon rund 27 % in Deutschland niedergelassen sind. 13 % der Aktien sind im Besitz von Privatanlegern und bei 1 % handelt es sich um Belegschaftsaktionäre.

Eine Analyse der Börsencharts der letzten zehn Jahre zeigt volatile Bewegungen mit einer ersten Hausseperiode von 2005 bis 2007. Mit der Finanzkrise fiel der Aktienkurs jedoch in den Keller. Der Kurs sank zwischen 2007 und 2011 von 97.70 € auf 22.68 €. In den nachfolgenden Jahren stabilisierte sich der Kurs aber wieder und stieg ab 2015 kontinuierlich an konnte am 19. Mai 2017 ein Jahresrekordhoch von 16.97 € verzeichnen.

Bewegungen im Aktienkurs sind oft auf die allgemeine Wirtschaftslage zurückzuführen. Oft lassen sich Schwankungen aber auch mit Aktivitäten von Konkurrenten oder mit anderen Ereignissen erklären, die direkt mit dem Unternehmen zusammenhängen. Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Schlüsselereignisse vor, welche einen Einfluss auf den Aktienkurs der letzten Jahre hatten.

2012 wurde unter dem neuen Vorstandsvorsitzendem Peter Terium eine Änderung der Unternehmensstrategie angekündigt. Es wurde beschlossen, dass RWE nicht nur in Deutschland aus der Kernkraftenergie aussteigen soll, sondern auch international.

Nach hohen Verlusten im Jahr 2013 hat das Unternehmen angekündigt, seine geplanten Investitionen in erneuerbare Energie zurückzufahren. Dazu kommt, dass das Unternehmen scharfe Sparmaßnahmen angekündigt hatte, wodurch in den darauffolgenden Jahren rund 10 400 Arbeitsstellen gestrichen, jedoch das Geschäft in der Türkei ausgebaut werden sollte.

2015 haben einige Medien berichtet, dass die Rückstellungen von RWE möglicherweise für den geplanten Rückbau der Kernkraftwerke nicht ausreichend seien und eine Finanzierungslücke in Milliardenhöhe vorhanden sei. RWE hielt dagegen und bekräftigte, dass das Unternehmen über genug Rückstellung verfüge, um den Rückbau der AKW zu finanzieren.

Am Ende des gleichen Jahres gab das Unternehmen bekannt, dass der Konzern neu strukturiert werden sollte. Die Umstrukturierung solle mit einer Kapitalerhöhung um 10 Prozent finanziert werden.

Um den Verlauf des Börsenkurses zu analysieren, lohnt es sich folglich, regelmäßig einen Blick auf das aktuelle Geschehen zu werfen und die Pressemitteilungen des Unternehmens zu verfolgen. Kürzlich hat das Unternehmen angekündigt, künftig wieder stärker in erneuerbare Energien zu investieren, nachhaltiger zu wirtschaften und robuster zu werden. Expansionsstrategien sollen dagegen keine Prioritäten mehr haben.

 

Stärken und Schwächen

Verlässliche Anhaltspunkte für den Wert eines börsennotierten Unternehmens erhält man durch die Gegenüberstellung seiner Stärken und Schwächen. In der Folge erfahren Sie mehr über maßgebliche Stärken und Schwächen von RWE und damit indirekt seiner Aktie.

Was die Stärken des Unternehmens RWE angeht, so sind folgende Punkte festzuhalten:

Kommen wir nun zu den Schwächen des Unternehmens RWE, also zu wesentlichen Nachteilen:

Wenn Sie sich über die Stärken und Schwächen von RWE bewusst sind und diese gegeneinander abwägen, dann können Sie abschätzen, wie sich das Unternehmen in den kommenden Jahren angesichts der bestehenden Chancen und Risiken entwickeln wird. Dies hilft wiederum dabei, das Interesse der Investoren für dieses Wertpapier besser zu erfassen.

Häufig gestellte Fragen

Welches sind die größten Aktionäre des RWE-Konzerns?

Das Kapital des deutschen Konzerns RWE verteilt sich zurzeit auf mehrere Aktionärsarten. Institutionelle Investoren halten einen Anteil von 66 % am Unternehmenskapital. Die RWE Energie Beteiligungsgesellschaft besitzt 15 % des Kapitals. Es folgen private Aktionäre mit insgesamt 13 % der Anteile, der Investmentfonds BlackRock mit 3 % der Anteile und Mondrian Investment Partners Limited ebenfalls mit 3 % der Anteile.

Wo und wie erhält man Informationen über die Bilanz und aktuelle Nachrichten von RWE?

Wesentliche Informationen über RWE, die Sie für eine Analyse der RWE-Aktie benötigen, erhalten Sie auf der offiziellen Website des Unternehmens im Bereich, der Investoren vorbehalten ist. Dort finden Sie beispielsweise die jährlichen oder quartalsweisen Finanzergebnisse sowie Nachrichten und markante Ereignisse. Auf einer Online-Tradingplattform für CFDs erhalten Sie ebenfalls Informationen im Newsfeed oder anhand von Datenblättern.

Welches war der Grundtrend der RWE-Aktie in den letzten Jahren?

Ein interessanter Aspekt ist der Trend der RWE-Aktie im Verlauf der letzten Jahre. Mit einer Performance von 60,9 % in den letzten 5 Jahren zeichnete sich ein klarer Aufwärtstrend ab. Im Verlauf der letzten drei Jahre stieg der Wert der Aktie um 79,24 %, auf zwei Jahre gesehen waren es 54,07 %. Im Jahr 2019 lag die Performance dieser börsennotierten Aktie bei 39,21 %.

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