Eine Analyse des Realtime-Kurses von Gold

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Wenn man sich dafür entscheidet, über eine Online-Tradingplattform auf den Finanzmärkten zu traden, ist es wesentlich, dass man in der Lage ist, schnell technische Analysen zu erstellen, anhand derer man zukünftige Trends besser vorhersehen kann. Dafür ist es jedoch ratsam, Realtime-Kurse zu beobachten und nicht Charts mit historischen Kursen. Nachfolgend also einige Ratschläge, wie man den Realtime-Kurs von Gold analysiert, indem man sowohl die technischen Daten als auch die Fundamentaldaten heranzieht, die einen direkten Einfluss auf die Entwicklung dieses Vermögenswerts haben.  

 

Wodurch wird der Goldkurs beeinflusst?

Der Goldkurs wird in Dollar pro Unze angegeben. Er gehört zu den volatilsten Kursen, das heißt, dass er stark schwankt, egal ob Sie ihn kurz- oder langfristig betrachten. Diese Schwankungen werden von verschiedenen Faktoren bestimmt, die den Wert des Goldes nach oben oder nach unten ziehen.

In erster Linie gehört dazu die Differenz zwischen Angebot und Nachfrage, und zwar auf weltweiter Ebene. Von ihr hängt der effektive Preis für eine Unze Gold zu einem bestimmten Zeitpunkt ab. Aber die Nachfrage wird ebenfalls durch mehrere Elemente beeinflusst.

Für eine richtige Analyse des Goldkurses ist es wichtig, die verschiedenen relevanten Faktoren zu berücksichtigen. Dazu zählen:

  • Die technischen Daten, indem man die wichtigsten Chartindikatoren nutzt, mit deren Hilfe man die Stärke und die Richtung eines Trends bestimmen sowie eine Verstärkung oder Umkehr des Trends antizipieren kann.
  • Die fundamentalen Daten, indem man die verschiedenen Faktoren analysiert, die den Kurs von Gold möglicherweise in die eine oder andere Richtung beeinflussen.  

 

Den Realtime-Kurs von Gold stichhaltig analysieren

Um den Realtime-Kurs von Gold stichhaltig zu analysieren, ist es notwendig, sich auf ein Chart zu stützen, das in Echtzeit aktualisiert wird. Selbstverständlich müssen Sie den Zeitpunkt, zu dem Sie diese Analyse erstellen, gut wählen. Auf dem Goldmarkt passiert nämlich zu bestimmten Zeiten viel mehr als zu anderen; am Wochenende ist die Volatilität beispielsweise viel niedriger.

Auch der Typ des Charts, das man verwendet, muss sorgfältig ausgewählt werden. Wenn Sie kurzfristig mit Gold traden, sollten Sie 5-Minuten-Charts mit Candlesticks bevorzugen, da diese im Bezug auf Mikrotrends genauer sind. Wenn Sie dagegen mittel- oder langfristig traden, sollten Sie historische Kurse auf Stunden- oder Tagesbasis zu Hilfe nehmen.

Zu den verlässlichsten Indikatoren für die Analyse des Realtime-Kurses von Gold zählen:

 

Fundamentalanalyse von Gold in Echtzeit

Vergessen Sie auch nicht, dass eine Fundamentalanalyse ebenso wichtig ist wie die technische Analyse. Zusätzlich zu den Realtime-Charts ist es empfehlenswert, einen qualitativ hochwertigen Wirtschaftskalender zu verfolgen, der Ihnen die wichtigen Wirtschaftsereignisse des Tages angibt.

Um noch weitere Informationen zu erhalten, die den Goldkurs möglicherweise beeinflussen, empfehlen wir Ihnen, die Plattform für das Trading mit CFDs gut auszuwählen. Manche Makler, die solche Kontrakte für Gold anbieten, stellen den Tradern täglich aktuelle Informationen über diesen Markt zur Verfügung. Dort finden Sie dann Erläuterungen in Echtzeit über aktuelle oder zukünftige Ereignisse, die möglicherweise einen Einfluss auf die Preisentwicklung des gelben Edelmetalls haben. Sie können darüber hinaus auch einen Newsfeed abonnieren.

 

Folgende Gegebenheiten muss man berücksichtigen, wenn man den Goldkurs analysiert

Zu den Faktoren, die den Goldkurs am meisten beeinflussen, gehören:

  • Der Dollarkurs: Da Gold in Dollar notiert, bremst ein starker Dollar tendenziell die Goldkäufe, was den Kurs dieses Vermögenswerts sinken lässt. Umgekehrt unterstützt ein schwacher Dollar die Investitionen in Gold und lässt den Goldpreis also steigen.
  • Die finanzielle Lage in den importierenden Ländern: Je besser die Wirtschaftslage in großen importierenden Ländern ist, desto höher sind die Investitionen in Gold, was zu einem Preisanstieg führt.
  • Das Risiko auf den anderen Finanzmärkten: Da Gold ein Fluchtwert ist, kann man einen Anstieg der Investitionen in diesen Vermögenswert beobachten, wenn die anderen Finanzmärkte, vor allem die Börse, sich als instabil und damit als riskant erweisen. Daher kann es lohnend sein, sich in Krisenzeiten zu positionieren.

 

Eine kleine Geschichte zur Entwicklung des Goldes und seiner Funktion:

Es ist ebenfalls wichtig zu verstehen, dass Gold zu Beginn ein vollumfängliches Zahlungsmittel wie Silber war. Mit dem Auftauchen der Geldscheine hat sich die Rolle jedoch verändert. Aber seit dem 19 Jh. besitzt es weiterhin einen hohen monetären Wert als Garantie oder Währungsmetall. Es konnte weiterhin, nach einem festen Verhältnis, in Geld konvertiert werden. 

Erst nach den Inflationen in der Folge der beiden Weltkriege wurde Gold durch das Bretton-Woods-System ausschließlich in Beziehung zum US-Dollar gesetzt, was bis heute so geblieben ist. Der grüne Schein ist also seither der Standard für alle anderen Währungen weltweit. Aber die zunehmend steigende Geldmenge in Amerika hat dieses System ab Ende 1971 obsolet gemacht, obwohl der Goldpreis auch heute noch in US-Dollar angegeben wird.

 

Die Entwicklung des Goldkurses von 1971 bis heute:

Erst ab 1971 wurde Gold auf den Märkten notiert, zu einem Preis von 35 Dollar pro Unze. Trotz starker Schwankungen erreicht der Goldkurs 1980 einen Höchststand von 850 US-Dollar. Wenn der Betrag von 850 Dollar auch niedrig erscheinen mag, muss man doch wissen, dass dies, nach dem Lebensstandard von damals, einem heutigen Wert von 2000 Dollar entspricht. 

Nach diesem Zeitpunkt hat der Goldkurs eine beachtliche Korrekturphase durchlebt, ist 1982 auf 300 US-Dollar gesunken, um sich dann wieder zu fangen und bis 2006 auf 500 Dollar pro Unze zu steigen. Im Jahr 2008 konnte man die stärkste Hausse des Goldpreises verzeichnen, mit einem Höhepunkt von 1011,25 Dollar pro Unze, bevor er, wie die anderen Rohstoffe auch, aufgrund der beginnenden Finanzkrise innerhalb nur eines Jahres auf 690 Dollar gefallen ist. 

Erst ab 2009 wird Gold dann schließlich seinem Status als Fluchtwert gerecht und steigt in spektakulärer Art und Weise auf zunächst 1500 Dollar im Jahr 2011 an, um im August desselben Jahres nicht weniger als 1908 Dollar zu erreichen, ein Wert, der bisher den historischen Höhepunkt darstellt. 

Die relative Baisse, die wir seit 2011 beobachten können, geht zum einen auf eine Reihe von Gerüchten über massive Verkäufe der Zentralbanken zurück und zum anderen auf bestimmte Gesetze wie den "Dodd-Frank Act" sowie die rein technischen Gewinnmitnahmen der Trader bei der Annäherung an die psychologische Schwelle von 2000 Dollar pro Unze. 

Der Preis pro Unze Gold lag Anfang 2013 bei rund 1500 US-Dollar, doch die Spezialisten sind davon überzeugt, dass dieser Vermögenswert in der Zukunft weiterhin steigen wird.

 

Warum fällt der Goldkurs?

Während die Wirtschaftsexperten zum großen Teil auf einen weiteren Anstieg des Goldkurses - zumindest bis zur psychologischen Grenze von 2000 USD pro Unze - setzten, erlebt man nun seit einigen Monaten den Preisverfall dieses Rohstoffs. Was aber sind die Gründe für den Fall des Goldkurses? Hier finden Sie die Antwort.

 

Erste Erklärung: die EZB und Zypern.

Vor kurzer Zeit hat eine Entscheidung der EZB die zypriotische Zentralbank dazu veranlasst, mindestens 10 Tonnen seiner Goldreserven zu verschleudern. Aber dieses Phänomen erklärt die Ängste der Investoren nicht allein. Diese befürchten eher, dass andere Zentralbanken sich wie Zypern gezwungen sehen werden, einen Teil ihres physischen Goldes zu verkaufen.

Träte ein solcher Fall ein, so würde dies ein massives Goldangebot auf dem Markt bedeuten und dieses große Angebot würde sinkende Preise nach sich ziehen. Halten wir fest, dass die europäischen Länder die größten Goldreserven besitzen und zu den Ländern gehören, die am meisten von der Schuldenkrise betroffen sind.

 

Zweite Erklärung: die amerikanische Geldpolitik.

Ein weiteres Thema, das aktuell die Goldhändler beunruhigt, ist die amerikanische Geldpolitik. Wenn die Vereinigten Staaten sich nämlich dafür entscheiden, ihre derzeitige Geldpolitik, in deren Rahmen sie große Aufkäufe von Vermögenswerten tätigen, nicht fortzusetzen, dann könnte Gold weiter an Wert verlieren. 

Über diesen zurzeit noch sehr verschwommenen Punkt gibt es Unstimmigkeiten.

 

Dritte Erklärung: der Anstieg der Börsenmärkte.

Die dritte Erklärung, aus einem ganz allgemeinen Blickwinkel gesehen, betrifft den spürbaren Kursanstieg der wichtigsten Börsenwerte. Diese Hausse wird durch die großen Zentralbanken hervorgerufen, die Titel kaufen, um dem Markt Liquidität zuzuführen. Vor diesem Hintergrund können diese Börsenwerte nur an Wert gewinnen.

Die Investoren tendieren zurzeit dazu, Gold und andere Rohstoffe zu vernachlässigen, um in sichere Werte zu investieren, zu denen die Vermögenswerte an der Börse nun zählen.

 

Vierte Erklärung: die europäische Deflation.

Aufgrund der Krise und der beginnenden wirtschaftlichen Rezession in mehreren Ländern der Eurozone erlebt man derzeit eine starke Deflation mit extrem niedrigen Inflationswerten. Auch dies erklärt das Sinken des Goldpreises, aber auch den anderer Rohstoffe wie Öl. Die gesunkene Nachfrage und der gesunkene Konsum, die mit der Deflation in Zusammenhang stehen, veranlassen die Händler, Gold zu meiden.

 

Fünfte Erklärung: die technischen Ursachen.

Die letzte Erklärung für den Fall des Goldkurses betrifft schließlich die technische Seite der Investition. Aufgrund des starken und andauernden Anstiegs des Goldpreises im Laufe der letzten Jahre haben nämlich zahlreiche Spekulanten Gold gekauft, um Gewinne zu erzielen. 

Diese Spekulanten tendieren heute dazu, ihre Gewinne mitzunehmen oder, was diejenigen angeht, die sich zu spät auf diesem Markt positioniert haben, die Verluste zu verringern. Dies zieht eine starke Verkaufswelle auf dem Markt mit sich und trägt also weiter dazu bei, dass der Wert des gelben Edelmetalls sinkt. Ohne die ungedeckten Verkäufe zu berücksichtigen, die bei Gold immer häufiger vorkommen und am Ende ebenfalls den Preis drücken werden. 

Halten wir zum Schluss fest, dass es zurzeit ein unbestätigtes Gerücht gibt, das von einer Verständigung zwischen einigen Investmentfonds und den Bullionbanken spricht, die auf eine Senkung des Goldkurses abzielen soll. Diesbezüglich gibt es aber leider im Augenblick keinerlei Beweise.

 

Ein Rückblick auf die Geschichte von Gold und die Entstehung des Realtimekurses

Rufen wir uns zunächst noch einige grundlegende Informationen über das Edelmetall Gold und seine Vergangenheit in Erinnerung. Gold wurde ursprünglich als eine Art Währung betrachtet, vergleichbar mit Silber, der ersten auf einem Edelmetall basierenden Währung. Als dann das erste Papiergeld geschaffen wurde, wandelte sich die Funktion von Gold, und das gelbe Edelmetall wurde zunächst zu einer Art von Garantie, bis dann im 19. Jahrhundert der Goldstandard entstand. Ab diesem Zeitpunkt konnte man alle Währungen auf der Welt in Gold umrechnen.

Doch die beiden Weltkriege und die durch sie ausgelöste hohe Inflation haben die Funktion von Gold erneut verändert. 1946 wurde das Bretton-Woods-System eingeführt, das einen festen Wechselkurs von damals 35 US-Dollar für eine Unze Gold festlegte. In den folgenden Jahren führte das weltweite Wirtschaftswachstum zu einer Erhöhung der in Umlauf befindlichen Menge an Dollar, sodass 1971 die Konvertierbarkeit von Gold in Dollar beendet wurde.

Dies war der Beginn der langen Entwicklung des Goldkurses.

 

Die historische Kursentwicklung von Gold an der Börse

Seit 1971 wird der Goldkurs durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt, auf dieselbe Art also, wie die Kurse der anderen Börsenwerte entstehen. Daher ist der Kurs von Gold starken Schwankungen unterworfen, wobei man 1980 einen ersten Höchstwert von 850 Dollar pro Unze Gold verzeichnete. Betrachtet man diesen Kurs unter Berücksichtigung der Entwicklung des amerikanischen Preisindex, würde dies heute einem Wert von 2477 Dollar pro Unze entsprechen. Insofern war es ein historischer Rekordwert!

Ab Februar 1980 setzte dann jedoch eine ausgeprägte Kurskorrektur ein, und der Goldkurs schwankte in den Jahren von 1982 bis 2006 um Werte zwischen 300 und 500 Dollar.

Erst 2006 begann der Kurs von Gold an der Börse einen erneuten Höhenflug, in dessen Verlauf er sich 2008 auf einen Wert von 1011,25 Dollar hisste. Doch dann wurde auch der Rohstoffmarkt voll von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise getroffen. Ende 2008 war eine Unze Gold nur noch 690 Dollar wert. Erst mit dem 2009 einsetzenden Konjunkturaufschwung begann der Goldkurs wieder zu steigen und erreichte im Verlauf des Frühjahrs einen neuen Höchstwert von 1500 Dollar pro Unze. Im August 2011 schließlich war eine Unze Gold trotz der Instabilität der anderen Finanzmärkte, die eher nach unten tendierten, 1908 Dollar wert.

Zum Leidwesen der Investoren wurde jedoch dieser spektakuläre Rekord des Goldkurses durch eine erneute Korrektur nach unten abgelöst. Gründe dafür waren vor allem entsprechende Regulierungsmaßnahmen der Vereinigten Staaten sowie Gerüchte über massive Goldverkäufe durch die Zentralbanken. Dieser Kursrückgang setzte sich über mehrere Jahre fort und stabilisierte sich erst vor Kurzem. Die Analysten bleiben hinsichtlich der Zukunftsaussichten des Goldpreises jedoch nach wie vor zuversichtlich und gehen davon aus, dass dieser bald wieder zulegen wird.

 

Tools und Features für die Analyse des Goldkurses

Sie fragen sich vielleicht, ob Sie in der Lage sind, selbst eine stichhaltige Analyse für den Kurs des gelben Edelmetalls zu erstellen und auf dieser Basis rentable Strategien zu entwickeln, obwohl Sie weder ein Finanzprofi noch ein Spezialist für den Goldmarkt sind. Die meisten Onlinemakler, welche Gold-CFDs anbieten, stellen Investoren jedoch praktische Tools und Features zur Verfügung, mit deren Hilfe man die zukünftige Kursentwicklung der Unze Gold so gut wie möglich antizipieren kann. Nachfolgend eine Auflistung, welche Hilfsmittel Sie dazu nutzen können:

  • Personalisierbare Charts: In Charts mit dem Realtimekurs von Gold können Sie einen oder mehrere der technischen Indikatoren anzeigen lassen, die von Tradern geschätzt werden, leicht verständlich und einfach zu interpretieren sind. Je mehr dieser Indikatoren man nutzt, desto besser sind die Chancen, einen ausgeprägten und dauerhaften Trend oder eine Trendwende auszumachen.
  • Wirtschaftskalender: Damit haben Sie einen Überblick über die wichtigsten kurz- und mittelfristigen Ereignisse in der Finanz- und Wirtschaftswelt. Sie finden dort hilfreiche Angaben für die Kursanalyse von Gold, beispielsweise Entscheidungen wichtiger Zentralbanken oder Veränderungen der Zinssätze.
  • Handelssignale: Viele regulierte Tradingplattformen bieten ihren Kunden Tradingsignale in Echtzeit auf zahlreiche Vermögenswerte – unter anderem auf Gold – an. Diese Verkaufs- oder Kaufsignale werden durch einen Algorithmus ermittelt, der den Realtimekurs von Gold analysiert und daraus die wahrscheinlichste kurzfristige Entwicklung berechnet. Ein Vertrauensindex gibt für jedes dieser Signale an, wie verlässlich es ist.
  • Aktuelle Informationen: Wichtige Wirtschaftsinformationen können sehr starke Auswirkungen auf den Goldkurs haben. Bei Ihrem Makler haben Sie die Möglichkeit, einen Newsfeed zu abonnieren, in dem Sie aktuelle Informationen über Ereignisse erhalten, die im Zusammenhang mit Gold stehen.
  • Social Trading: Social-Trading-Module werden heutzutage immer häufiger von Tradern genutzt, denen es noch an Erfahrung fehlt. Mit ihrer Hilfe kann man in Echtzeit verfolgen, welche Positionen die besten Trader der Plattform zeichnen und diese sogar automatisch kopieren. In diesem Fall müssen Sie gar keine eigenen Analysen erstellen.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Analyse des Realtimekurses von Gold für jedermann möglich ist, sofern man in der Lage ist, die richtigen Tools und Features anzuwenden, die zuverlässige Aussagen über wahrscheinliche Trends liefern. Zögern Sie daher nicht, diese wertvollen Hilfsmittel zu nutzen und mit ihrer Hilfe möglichst viele Indikatoren zu ermitteln, um möglichst verlässliche Signale zu erhalten.

 

Eine Goldpreisprognose erstellen

Wie alle börsennotierten Rohstoffe beziehungsweise alle finanzielle Vermögenswerte ganz allgemein kann sich Gold nur dann als rentabel erweisen, wenn man in der Lage ist, eine verlässliche Prognose für den Preis zu erstellen, also die zukünftigen Kursschwankungen zu antizipieren. Dies gilt sowohl für kurze als auch für mittelfristige oder lange Zeiträume, je nach der zugrundeliegenden Investitionsstrategie. Lesen Sie daher nachfolgend, wie Sie am besten vorgehen, um eine Goldpreisprognose zu erstellen – selbst wenn Sie kein Finanzexperte sind – und dadurch Gold mithilfe von CFDs rentabel traden können.

 

Die verlässlichste Methode, um eine Goldpreisprognose zu erstellen

Die beste Methode, um eine präzise Prognose für den Goldpreis zu erstellen, besteht darin, die beiden wichtigsten Analysearten, nämlich die technische Analyse und die Fundamentalanalyse, zu kombinieren.

Die technische Analyse ist ideal, wenn Sie kurz- oder mittelfristig traden. Mit ihrer Hilfe können Sie die Stärke eines Trends sowie mögliche Trendwenden oder Beschleunigungen bestimmen. Dabei stehen Ihnen in den Charts der Broker mehrere Indikatoren zur Verfügung. Nähere Erläuterungen dazu erhalten Sie weiter unten.

Auch die Fundamentalanalyse ist im Rahmen einer Tradingstrategie für Gold sehr wichtig, da der Preis dieses Rohstoffs ganz besonders sensibel auf wirtschaftliche und politische Ereignisse reagiert.

 

Eine Goldpreisprognose mithilfe der technischen Analyse erstellen

Die technische Analyse ist die gängigste Methode, um die Preisentwicklung von Gold vorherzusehen. Sie zieht dazu verschiedene Parameter wie Volatilität, Eröffnungs- und Schlusskurse sowie Indikatoren wie gleitende Durchschnitte, Pivot-Punkte, die Niveaus von Unterstützung und Widerstand und viele andere heran.

Diese Indikatoren erhalten Sie, wenn Sie ein Chart nutzen, das Sie auf jeder hochwertigen Tradingplattform vorfinden und individuell parametrieren können. So können Sie sich diese Indikatoren visuell anzeigen lassen, und Sie erhalten dadurch verlässliche Handelssignale für kurze oder längere Zeiträume. Sie müssen dafür also keine komplexen Berechnungen selbst erstellen, dies erledigt die Software für Sie.

 

Eine Goldpreisprognose mithilfe der Fundamentalanalyse erstellen

Die Fundamentalanalyse besteht dagegen darin, die verschiedenen Ereignisse zu beobachten, die möglicherweise einen Einfluss auf den Goldkurs haben. Sie ergänzt also die technische Analyse. Zu den fundamentalen Indikatoren, die es hierbei zu beobachten gilt, gehören vor allem:

  • Der Preis des Dollars im Verhältnis zu den anderen Devisen, da Gold in dieser Währung gehandelt wird. Ein niedrigerer Preis macht den Kauf des gelben Edelmetalls für ausländische Investoren interessanter, was den Goldpreis steigen lässt. Gleiches gilt natürlich umgekehrt.
  • Die Lage auf den anderen Finanzmärkten: Da Gold häufig als Fluchtwert dient, wird der Goldpreis tendenziell steigen, wenn sich die anderen Märkte nach unten bewegen.

 

Welche Einflussfaktoren wirken sich wie auf den Goldkurs aus?

Um den Kurs von Gold richtig zu analysieren und kompetent online zu traden, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, wie sich dieser Vermögenswert und damit sein Preis angesichts der diversen Einflussfaktoren verhält.

Der erste Punkt, den man in diesem Zusammenhang analysieren muss, ist das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Bekanntlich ist die Produktion von Gold im Zeitverlauf relativ konstant. Die Nachfrage hingegen verändert sich ständig. Sie hängt im Wesentlichen vom Bedarf der Juweliere und Schmuckhersteller, der Elektronikbranche, der medizinischen Industrie, der Finanzinstitute (z. B. große Zentralbanken) und nicht zuletzt von den Investoren ab, die auf diesen Rohstoff spekulieren. Man muss also beachten, dass Gold in der Industrie auf der ganzen Welt für diverse Zwecke eingesetzt wird. Mit knapp 80 % haben jedoch Juweliere und Schmuckhersteller den größten Anteil an der jährlichen Nachfrage.

Gold ist zudem ein extrem volatiler Vermögenswert, das heißt, dass es bei diesem Rohstoff in sehr kurzen Zeiträumen zu ausgeprägten Kursschwankungen kommen kann. Vom Beginn der 2000er-Jahre bis ins Jahr 2011 erlebte der Preis des gelben Edelmetalls einen wahren Höhenflug und stieg von 250 $ auf mehr als 1900 $. Doch schon kurze Zeit später sanken die Kurse erneut, um sich um einen Wert zwischen 1200 und 1300 $ pro Unze einzupendeln. Diese Volatilität, also das Auftreten sehr ausgeprägter Trends und starker Kursschwankungen, kann man auf mehrere Arten erklären.

Im Rahmen einer Fundamentalanalyse der historischen Goldkurse stellt man fest, dass es unterschiedliche Auslöser gibt, die den Trend dieses Vermögenswerts in die eine oder andere Richtung beeinflussen. Zum einen ist bekannt, dass Gold als Fluchtwert gilt und daher in Zeiten von Inflation als Alternative zu klassischen Währungen angesehen wird. In solchen Zeiten ziehen viele Investoren diesen Rohstoff gegenüber Devisen vor, was zu einem Anstieg des Goldpreises führt. Im Fall von wirtschaftlichen Spannungen und Krisen wird Gold ebenfalls sehr geschätzt und als Fluchtwert genutzt. Generell ist festzuhalten, dass Investoren bei unübersichtlichen Wirtschaftslagen und unsicheren Finanzmärkten vom Vermögenswert Gold stärker angezogen werden, als bei einer gut florierenden Wirtschaft.

Darüber hinaus ist es interessant, die Entwicklung des Goldkurses mit der Entwicklung der Zinssätze zu vergleichen. Wie andere börsennotierte Vermögenswerte, beispielsweise Aktien und Obligationen, wird Gold zwar wegen seiner relativen Sicherheit sehr geschätzt, trotzdem unterscheidet sich das Edelmetall von diesen Vermögenswerten in einem wesentlichen Punkt. Wenn nämlich die Renditen dieser Vermögenswerte (Dividenden, Kupons) sinken, wird die Investition in Gold attraktiver und umgekehrt.

Darüber hinaus sollte man wissen, dass es eine Korrelation zwischen dem Goldkurs und den Börsenkursen anderer Metalle gibt. Vergleicht man den Kurs von Gold zum Beispiel mit dem von Silber, kann man seinen relativen Wert gut einschätzen und bestimmen, ob das Edelmetall eher zu hoch oder eher zu niedrig bewertet wird. Bekanntermaßen entwickeln sich Gold- und Silberkurs meist in dieselbe Richtung. Zeigen sich jedoch sehr unterschiedliche Trends zwischen den beiden Kursen, so deutet dies auf eine Unterbewertung des einen beziehungsweise eine Überbewertung des anderen Wertes hin. Sehr ausgefuchste Trader nutzen oft diese Differenz, um entsprechende Strategien zu entwickeln.

 

Wie kann man an der Börse in den Goldkurs investieren?

Wie bereits erwähnt ist Gold bei Investoren sehr beliebt, die für ihre Geldanlage die Volatilität des Edelmetalls nutzen möchten. Es gibt allerdings verschiedene Arten, um auf die Entwicklung des Goldkurses zu spekulieren.

Zum einen kann man mit physischem Gold in Form von Goldmünzen oder Goldbarren spekulieren. Jedermann kann physisches Gold kaufen, muss sich dann allerdings auch selbst um die Aufbewahrung kümmern oder einen spezialisierten Dienstleister mit der Lagerung beauftragen. Ein derartiger Service erzeugt logischerweise zusätzliche Kosten, die man in die Berechnungen der Rentabilität der Anlage einbeziehen sollte. Entscheiden Sie sich dafür, physisches Gold zuhause aufzubewahren, stellt sich die Frage der Sicherheit. Über diesen Punkt sollte man also im Vorfeld genau nachdenken.

Auf der anderen Seite kann man mit sogenannten « Goldpapieren » in Gold investieren. Dabei handelt es sich vor allem um ETFs oder Derivate. ETFs sind Tracker auf börsennotierte Indexfonds. Sie werden wie Aktien an der Börse gehandelt und bilden die Performance des Referenzindex ab. Dieser Index kann ein Index auf Gold oder ganz allgemein ein Index auf Rohstoffe sein. Derivate sind Investitionsinstrumente, die für Privatanleger besser geeignet sind. Zu den bekanntesten zählen CFDs (Contracts for Difference), mit denen man sowohl Kauf- als auch Verkaufspositionen auf den Goldkurs zeichnet. Man spekuliert dabei in Echtzeit an der Börse, indem man Positionen eröffnet und schließt, um von den Kursschwankungen des entsprechenden Vermögenswerts zu profitieren. CFDs sind auf Online-Tradingplattformen erhältlich, die von Brokern (auch Makler genannt) angeboten werden.

Darüber hinaus kann man mit spezifischen Produkten wie OGAW (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere) oder Aktien aus dieser Branche auf den Goldkurs spekulieren. Man investiert dabei auf indirekte Art in Gold, indem man in Aktien von Unternehmen investiert, deren Tätigkeit direkt mit dem Goldmarkt in Verbindung steht. Dies sind zum Beispiel Betreibergesellschaften von Goldminen oder Unternehmen für den Kauf und Verkauf von Gold. Entscheidet sich ein Investor dafür, mit OGAWs in Minenbetreiber zu investieren, so bedeutet dies, dass er die Wahl der Wertpapiere und deren Verwaltung Spezialisten für diese Rohstoff überlässt.

Festzuhalten ist allerdings, dass CFDs heutzutage immer noch die direkteste Möglichkeit bieten, in Echtzeit auf den Kurs von Gold zu traden. Mit ihnen kann man jeden Trend nutzen und sowohl kurz- als auch langfristige Strategien entwickeln.

 

Welche Szenarios sind mittelfristig für die Entwicklung des Goldkurses am wahrscheinlichsten?

Wenn Sie vorhaben, Gold zu kaufen oder im Rahmen einer mittel- oder langfristigen Strategie auf den Goldkurs zu spekulieren, dann fragen Sie sich sicherlich, welches Szenario Analysten für diesen Vermögenswert privilegieren.

Das Szenario, das zu Beginn des Jahres 2018 angesichts der Börsencharts des Goldkurses am wahrscheinlichsten erscheint, ist eine Fortsetzung des sinkenden Trends in den kommenden Monaten unter Umständen sogar Jahren. Die derzeitige Situation auf dem Goldmarkt gleicht der Situation in den 90er-Jahren, die zu einem deutlich sinkenden Grundtrend geführt hat. Die Entwicklung hängt natürlich noch von anderen Faktoren wie der weltweiten Wirtschaftslage ab.

Daneben erscheint noch ein weiteres Szenario möglich, nämlich ein gleichbleibender Trend. Es wird nicht ausgeschlossen, dass der Goldkurs die Schwelle von 1280 $ überwindet, um sich während einer bestimmten Zeit bei unter 1375 $ zu stabilisieren. Dieser Wert stellt eine Art von Gleichgewicht dar, das von Investoren als besonders relevant angesehen wird.

Ein erneuter Anstieg des Goldkurses wird ebenfalls nicht ganz ausgeschlossen, wenngleich dieses Szenario angesichts der derzeitigen Lage auf dem Markt nicht sehr wahrscheinlich erscheint. Ein steigender Trend hängt davon ab, ob der Vermögenswert in der Lage ist, den Wert von 1375 $ und damit den zurzeit wichtigsten technischen Widerstand zu überwinden und sich einige Wochen auf einem solchen Niveau zu behaupten. Erst dann könnte man mit einer Fortsetzung des Trends à la hausse in Richtung des nächsten Widerstands rechnen, der bei 1550 $ liegt.

Während man also auf weitere Signale wartet, die auf mittel- bzw. langfristig steigende oder fallende Goldkurse hindeuten, empfehlen wir Ihnen die ausgeprägte kurzfristige Volatilität und die vielen Mikrobewegungen von Gold zu nutzen und eine Day-Trading-Strategie zu entwickeln. Damit können Sie längerfristige Positionen absichern und das Verlustrisiko mindern, sollte sich ein anderes Szenario abzeichnen als das, welches Sie vorhergesehen haben. CFDs sind zweifellos ein ideales Instrument, das eine große Flexibilität bietet und mit dem Orders extrem schnell ausgeführt werden.

Gold mithilfe präziser Analysen traden

Wenn Sie Gold mit CFDs traden, die auf den Online-Tradingplattformen angeboten werden, dann kommen Sie in den Genuss von umfassenden Analysen des Goldkurses und können wertvolle Zeit sparen.

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