Nordex-Aktie: Kurs- und Preisanalyse vor dem Kauf

Analyse Nummer 1

Die Veröffentlichung der Unternehmensergebnisse und hierbei besonders Umsatz, Betriebsergebnis und Marge.

Analyse Nummer 2

Die Veröffentlichung der jährlichen Ziele oder strategischen Pläne, die der Konzern für das zukünftige Wachstum entwickelt.

Analyse Nummer 3

Die Lancierung neuer Modelle von Windkraftanlagen mit einer noch höheren Leistung.

Analyse Nummer 4

Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit auf internationaler Ebene, besonders aber in Schwellenländern.

Analyse Nummer 5

Entwicklung und Wachstum des Weltmarktes für umweltverträgliche Energien sowie die ökologischen Herausforderungen.

Analyse Nummer 6

Die Konkurrenz in dieser Branche, vor allem was den deutschen und den amerikanischen Markt angeht.

Analyse Nummer 7

Der Technologiefortschritt im Bereich Windenergie.

Analyse Nummer 8

Der Abschluss wichtiger Verträge, sowohl von Nordex als auch von Wettbewerbern.

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Immer mehr Unternehmen, die für die Planung und Produktion dieser umweltfreundlichen Energien verantwortlich sind, werden an die Börse gebracht. Wir sehen uns hier eines davon, das Unternehmen Nordex, etwas näher an. Wir geben Ihnen nachfolgende einige grundlegende Informationen, die Ihnen dabei helfen werden, eine gute Kursanalyse der Nordex-Aktie zu erstellen.  

 

Informationen über den Nordex-Konzern

Der Name Nordex sagt Ihnen vermutlich nicht viel. Und dabei handelt es sich um den aktuellen Marktführer im Bereich der Produktion von Windenergie in Europa und sogar weltweit. Das Kerngeschäft von Nordex ist der Bau von Windenergieanlagen, jedoch ist das Unternehmen auch noch in anderen Sektoren tätig. Der größte Teil des Umsatzes wird mit der Konstruktion dieser Anlagen erzielt, ein weiterer Teil wird mit Wartung und Unterhalt erwirtschaftet. Die gesamte Produktpalette von Nordex wird durch verschiedene Serviceleistungen wie Inspektionen, Wartung und kurzfristige Störungsbeseitigung sowie mit Schulungen für die erfolgreiche Betriebsführung von Anlagen abgerundet.

Bei Nordex handelt es sich um ein relativ jungesUnternehmen. Das Unternehmen kam 1985 aus der Kesselfabrik Brande KedelogBeholderfabrik in Svindbæk in Dänemark hervor. Dänemark ist als Pionier bekannt, wenn es um erneuerbare Energien geht. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts hat Dänemark an Windkraftanlagen geforscht. Als dann in den Siebzigerjahren die Ölkrise aufkam, war das Land vorbereitet und baute sein bereits bestehendes Netz an Windenergieanlagen aus, wovon die neugegründete Firma Nordex profitieren konnte und die größten Windenergieanlagen des ganzen Landes aufzubauen begann. Der Boom beschränkte sich allerdings erst auf Dänemark, in Deutschland waren Windenergieanlagen noch ein Fremdwort. Im Jahr 1990 kam es bereits zur ersten Krise. Ein Rotorblatt zweier Anlagen brach. Nordex war gezwungen seine zwanzig neusten Anlagen bereits wieder stillzulegen. Der Konkurs kann nur abgewendet werden, weil ein anderes dänisches Unternehmen, LM Glasfiber, zu einem relativ günstigen Preis anbietet, alle Rotorblätter auszutauschen. Im November 1991 dringen die Pioniere dann auch in den deutschen Markt ein und gründen in Rinteln in Niedersachsen die Nordex Energieanlagen GmbH. Acht Monate später steht die erste Windenergieanalage in Deutschland. In darauffolgenden Jahren konnte das Unternehmen die Technologien weiterentwickeln und immer stärkere Windenergieanalagen in Deutschland errichten. Zu Beginn des Jahres 1996 konnte man bereits elf Megawattanlagen in Deutschland zählen. In den nachfolgenden Jahren konnte das Unternehmen zwei weitere Niederlassungen in Spanien und eine in Griechenland eröffnen. Kurz darauf folgte eine Niederlassung in Indien und zwei in China. In Deutschland konnte Nordex ende 1996 bereits einen Marktanteil von 16 % erobern und sich somit als zweitgrößter Anbieter etablieren. Ausserhalb von Deutschland und Dänemark war das Unternehmen abgesehen von einzelnen wenigen Anlegen noch kaum vertreten. Kurz darauf wurden aber 33 Anlagen in China errichtet, wodurch sich Nordex auch dort an die Spitze katapultieren konnte.

2001 wagt das Unternehmen den Börsengang, was 160 Millionen Euro in die Kasse bringt. In den folgenden Jahren werden die Auslandtätigkeiten vergrößert und mehrere Tochtergesellschaften in Großbritannien, Frankreich und den USA gegründet. 2003 erwies sich dann aber als eines der schwierigsten Jahre der Firmengeschichte. Bis anhin war Deutschland immer der Wachstumstreiber, was nun jedoch vorbei ist. Dazu kommt, dass durch die hohen Verluste auch das Eigenkapital gesunken ist, was die Lage nicht einfacher machte. Nach etlichen Maßnahmen konnte das Ruder herumgerissen werden und das Weiterbestehen der Firma gesichert werden. Nach zwei schwarzen Jahren konnte 2005 endlich wieder Gewinne eingefahren werden. In den danach folgenden Jahren setzte Nordex seinen Schwerpunkt immer mehr nach Asien und Nordamerika, wo die erneuerbaren Energien zu boomen beginnen. Europa ist nur noch der Drittgrößte Markt im Sektor der nachhaltigen Energien. Das Unternehmen schaffte es aber nichtsdestotrotz, weiter zu wachsen und einen hohen Umsatz zu generieren.

Heute zählt das Unternehmen rund 5 000 Mitarbeiter und generiert einen jährlichen Umsatz von mehr als 3.3 Milliarden Euro mit ihren leistungsstarken Onshore-Anlagen. Die Produktionsstätten von Nordex liegen in Deutschland, Spanien, Brasilien und Indien und weltweit verfügt das Unternehmen über mehr als 7 000 Anlagen weltweit. Dazu kommt, dass das Unternehmen auch an der Projektentwicklung von Windparks beteiligt ist.

 

Die wichtigsten Konkurrenten von Nordex

Wenn Sie den Kurs der Nordex-Aktie optimal analysieren möchten, dann sollten Sie die wichtigsten weltweiten Konkurrenten dieses großen Unternehmens aus dem Bereich der Windenergie kennen. Als Hilfestellung nachfolgend einige der großen Player in diesem Sektor.

Darüber hinaus sollte man eine mögliche Kooperation von Siemens und Gamesa im Auge behalten, aus der möglicherweise das weltweit größte Unternehmen im Bereich Windenergie entstehen könnte.

 

Die wichtigsten Partner von Nordex

Die Entwicklung von Nordex beruht nicht zuletzt auch auf einigen geschickt eingefädelten Partnerschaften. Nachfolgend die jüngsten wichtigen Allianzen, die das Unternehmen im Rahmen seiner Strategie eingegangen ist.

 

Wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens Nordex

Im Rahmen einer guten Fundamentalanalyse des Kurses einer börsennotierten Aktie sollte man sich unbedingt mit der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung des betreffenden Unternehmens befassen. Auf diese Weise versteht man, welche wichtigen Ereignisse die Geschichte geprägt und den Aktienkurs beeinflusst haben. Dies hilft wiederum dabei, die Entwicklung bei zukünftigen Ereignissen besser zu antizipieren. Als Hilfestellung erhalten Sie hier Angaben zur Geschichte des Konzerns Nordex sowie zu wichtigen Daten, die die Entwicklung geprägt haben.

Nordex wurde 1985 gegründet, in einer Zeit, in der der Markt für Windkraftanlagen noch in den Kinderschuhen steckte. Erst in den 90er-Jahren erfuhr dieser Sektor einen bedeutenden Aufschwung. Von der Unternehmensgründung an spezialisierte sich Nordex auf sehr große Windkraftanlagen mit einer hohen Leistung. 1987, also nur zwei Jahre später, errichtete der Konzern die größte in Serie gefertigte Windkraftanlage der Welt.

Mit der Zeit verbesserte Nordex die Technologie immer mehr und entwickelte immer verlässlichere und leistungsfähigere Windkraftanlagen. Dank umfangreicher Investitionen in die Forschung und einer großen Innovationsfähigkeit konnte Nordex 1995 mit der ersten in Serie gefertigten Windkraftanlage der Megawattklasse ein innovatives Modell umsetzen. Im Jahr 2000 zeichnete sich Nordex bereits durch die nächste Innovation aus: Das Unternehmen errichtete die leistungsstärkste Windkraftanlage der damaligen Zeit, diesmal mit einer Leistung von 2,5 Megawatt.

Weitere wichtige Daten in der Unternehmensgeschichte von Nordex:

 

Kursanalyse der Nordex-Aktie

Der Kurs der Nordex-Aktie notiert zurzeit an der Frankfurter Wertpapierbörse.

In den letzten Jahren haben verschiedene Ereignisse einen Einfluss auf den Verlauf des Nordex-Aktienkurses gehabt. Im nachfolgenden präsentieren wir Ihnen die wichtigsten Schlüsselereignisse, welche einen signifikanten Einfluss auf den Aktienkurs hatten.

Ende 2012 musste Nordex seine Rotorblattfertigung in China schließen. Das Unternehmen hat als Grund die mangelnde Auslastung im stark abgeschotteten Markt angegeben. Zugleich musste auch eine Produktionsstätte in den USA im Bundestaat Arkansas schließen – ebenfalls wegen mangelnder Auslastung. Vor Ort erhalten blieben Vertrieb, Service und Projektabwicklung, lediglich die Produktion wurde geschlossen.

Ein Schlüsselmoment des Unternehmens war im März 2014 als Nordex zum ersten Mal die 10 000 Megawatt installierter Leistung überschritt, was einer Leistung von über 6,5 Millionen Vier-Personen-Haushalte entspricht. Mit diesem Windstrom können jährlich über 26 Milliarden Tonnen klimaschädliche Treibhausgas-Emissionen vermieden werden.

Ende 2015 kündigte Nordex an, dass die Windenergie-Sparte des spanischen Mischkonzerns Acciona für rund 785 Millionen Euro übernommen werde. Die Hälfte des Kaufpreises wurde mit den neu herausgegebenen Nordex-Aktien beglichen wird, wodurch Acciona mit einem Anteil von 29.9 % zum größten Einzelaktionär von Nordex wurde. Der bisherige Hauptaktionär war die Familie Klatten.

Anfang 2017 wurde der dänische Rotorblattentwickler SSP Technology übernommen. Der Kaufpreis belief sich auf einen einstelligen Millionenbetrag. Als Ziel der Übernahme war hauptsächlich den Erwerb technischer Expertise im Rotorblattbau für zukünftige Anlagen. SSP Technology besitzt Erfahrung im Bau geteilter Rotorblätter und konstruiert Rotorblätter von über 80 Metern.

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