Netflix-Aktie kaufen

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Sie haben vielleicht bereits von Netflix gehört, dem erfolgreichen amerikanischen Streaming-Anbieter, der seit Kurzem auch auf dem europäischen Markt aktiv ist. Wussten Sie auch, dass man an der Börse auf die Netflix-Aktie spekulieren und damit an der Erfolgsstory des Unternehmens teilhaben kann? Lesen Sie dazu unsere Informationen über die Merkmale der Netflix-Aktie, ihren Realtimekurs sowie die Geschichte des Unternehmens und deren Aktivitäten.  

 

Informationen über den Netflix-Konzern

Netflix ist ein amerikanischer Konzern, der sich als Streaming-Anbieter spezialisiert hat. Bei Abschluss eines Monatsabonnements ist es möglich, rund um die Uhr auf Filme und Serien zugreifen, die vom Unternehmen online zur Verfügung gestellt werden. Das Unternehmen hat zudem einen DVD-Verleih aufgebaut, bei welchem DVD direkt ins Domizil des Ausleihers geliefert werden.

Netflix wurde am 29. August 1997 als Alternative zu den damals beliebten Videotheken gegründet. Mit einem Startkapital von rund 2.5 Millionen US-Dollars konnte das Unternehmen mit 30 Mitarbeitern und einem Sortiment von über 900 Filmen seine Tätigkeit aufnehmen. Im Gegensatz zur Konkurrenz gab es damals bei Netflix keine Gebühren bei einer verspäteten Rückgabe eines DVDs.

Das Unternehmen schrieb in den ersten paar Jahren nach der Gründung rote Zahlen. Beim Börsengang im Mai 2002 konnte das Unternehmen mit dem Verkauf von 5.5 Millionen Aktien 82.5 Millionen US-Dollars in seine Kassen spülen, wodurch im Folgejahr dann erstmals auch einen Gewinn erzielt werden konnte. In den Jahren 2005 bis 2007 versendete das Unternehmen über eine Milliarde DVD mit einem Sortiment von über 35 000 Filmen.

Ab 2007 wurde das Geschäftsmodell ausgebaut, wodurch neben dem Postversand nun auch Filme durch Online-Streaming zugänglich gemacht wurden. Dazu erwarbNetflix 2010 Rechte am Onlinevertrieb von verschiedenen Filmstudios zu einem Preis von über einer Milliarde US-Dollar. Ende 2010 hatte das Unternehmen einen Marktwert von rund 10 Milliarden US-Dollar und erzielte Gewinne von über 822 Millionen US-Dollar.

Seit 2011 ist das Streaming-Angebot von Netflix nicht nur in den USA verfügbar, sondern auch in Lateinamerika und der Karibik. 2012 erfolgte die Expansion nach Europa. Zunächst in Großbritannien, Irland und Skandinavien, später auch in den Niederlanden und ab 2014 war Netflix auch in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Belgien und Luxemburg verfügbar.

Anfang 2016 wurde Netflix zudem in 130 weiteren Ländern freigeschaltet, wodurch das Streaming-Angebot in nun fast allen Ländern der Welt verfügbar ist. Ausnahmen sind China, Nordkorea, Syrien und die Krim.

Bis 2013 bot Netlix nur Wiederholungen anderer Fernsehserien an. 2013 wurde jedoch mit „House of Cards“ mit Oscarpreisträger Kevin Spacey in der Hauptrolle die erste Eigenproduktion gestartet. Die Serie war ein Riesenerfolg und gewann drei Emmys. Kurz darauf wurde die Serie „Orange Is The New Black“ gedreht, welche unter anderem Nominierungen und Auszeichnungen bei den Emmys, den Golden Globes und den SAG Award erhielt.

Nach diesen zwei Erfolgsserien folgten diverse andere Eigenproduktionen. Außerdem wurden auch fremdsprachige Serien wie beispielsweise „Marseille“ auf Französisch, „Club de Cuervos auf Spanisch oder „Hibana“ auf Japanisch produziert.

2014 konnte das Unternehmen erstmals einen Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar verzeichnen. 2016 konnte das Unternehmen seinen Umsatz verachtfachen und setzte 8.83 Milliarden US-Dollar um. Heute zählt Netflix über 4 700 Mitarbeiter und ist bis auf die oben erwähnten Ausnahmen in beinahe allen Ländern der Welt verfügbar. Netflix zählt rund 94 Millionen Abonnenten weltweit, wovon alleine 47 Millionen US-Amerikaner sind (Stand 2016), wodurch Netflix bereits mehr Zuschauer hat als jeder einzelne herkömmlicher Fernsehsender der USA. Es ist somit auch nicht erstaunlich, dass über 70 % des Umsatzes in den Vereinigten Staaten erwirtschaftet wird. Die Netflix-Website zählt jährlich über 194 Millionen Besuch – Tendenz steigend. Folglich sind auch die Abonnenten-Prognosen für die Zukunft rosig: das Unternehmen erwartet bis 2021, über 120 Millionen Abonnenten zu haben.

 

Die wichtigsten Konkurrenten von Netflix

Netflix ist nach wie vor eines der führenden Unternehmen im Bereich Video-on-Demand (VoD) auf der Welt. Doch inzwischen versuchen mehrere ernstzunehmende Konkurrenten, Netflix diese führende Rolle streitig zu machen. Diese Unternehmen sollten Sie kennen, wenn Sie die Netflix-Aktie online traden möchten. Nachfolgend ein Überblick über die wichtigsten Konkurrenten von Netflix in diesem hart umkämpften Markt.

  • Seitdem Amazon seinen VoD-Dienst eingeführt hat, der in den Vereinigten Staaten unter dem Namen Instant Video mehr als 40 000 Filme und Serien anbietet, ist dies zweifellos der größte Konkurrent von Netflix. Der Dienst hat bereits 10 Millionen Abonnenten und könnte sich schnell auf andere Länder ausweiten.
  • Hulu Plus arbeitet nach demselben Schema wie Netflix. Das Angebot, welches einen umfangreichen Katalog an Filmen umfasst, ist nur in wenigen Ländern zugänglich, preislich liegt Hulu auf demselben Niveau wie Netflix.
  • Auch Google ist seit der Lancierung von Chromecast ein potentieller Wettbewerber von Netflix. Mit diesem peripheren Streaming Media Player können Inhalte von mobilen Telefonen oder Computern direkt auf den Fernseher gebracht werden.
  • Wichtige Wettbewerber von Netflix in Deutschland sind beispielsweise Maxdome und Sky. Während sich Maxdome vor allem durch ein großes Filmangebot auszeichnet, kommen bei Sky eher die Sportfans auf ihre Kosten.

 

Die wichtigsten Partner von Netflix

  • 2016 unterzeichnete Netflix eine Partnerschaftsvereinbarung mit Disney, Lucas Film, Marvel und Pixar, um die exklusiven Ausstrahlungsrechte für aktuelle Filme und Serien dieser Unternehmen zu erhalten.
  • 2017 schloss Netflix Partnerschaften mit dem Kabel-TV-Netzbetreiber Altice und mit SFR, um Netflix-Inhalte in Frankreich, Portugal, Israel und der Dominikanischen Republik anzubieten.
  • Zuletzt hat Netflix gemeinsam mit Google daran gearbeitet, über das Virtual-Reality-Headset Daydream das Netflix-Angebot verfügbar zu machen.

 

Kursanalyse der Netflix-Aktie

Das Unternehmen ist seit dem 29. Mai 2002 an der Börse notiert. Zurzeit notiert die Netflix-Aktie an der Nasdaq All Markets in den Vereinigten Staaten und fließt zudem auch in die Berechnung des Aktienindex Nasdaq 100 ein, in welchem die 100 größten Unternehmen der USA gelistet sind. Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf 70.02 Milliarden US-Dollars bei 430 054 000 Aktien im Umlauf (Stand 2017).

Beim größten Aktinär von Netflix handelt es sich um den Konzern Capital Research Global Investors, welcher 12.04 % aller Aktien besitzt.6.10 % der Aktien befinden sich im Besitz von The Vanguard Group. 5.45 % gehören der Fondgesellschaft Groth Fund ofAmerica. Des Weiteren sind 4.57 % der Netflix-Anteile im Besitz der Fidelity Management and Research Company. 3.51 % gehören der Firma T.Row Price Associates. 2.48 % aller Aktien sind im Besitz der Jennison Associates und 2.37 % gehört der SRS Investment Management. Die restlichen Netflix-Aktien gehören zahlreichen Kleinaktionären und werden konstant auf dem internationalen Börsenmarkt gehandelt.

Der Aktienkurs war während langer Zeit sehr stabil und wies kaum Fluktuationen auf. Selbst die Finanzkrise von 2007 hatte kaum Einfluss auf die Netflix-Aktie. Der Kurs bewegte sich zwischen 2002 und 2008 zwischen 1 und 4 US-Dollar. Mit der Umstrukturierung des Unternehmens und dem Anbieten von Streaming-Filmen stieg der Aktienkurs erstmals seit Börsengang stärker an. Im Laufe der Jahre 2009, 2010 und 2011 stieg der Aktien Kurs von 4 US-Dollar auf ein Rekordhoch von 42 US-Dollar. Nach dem Rekordhoch vom Juli 2011 fiel der Kurs jedoch innerhalb eines Jahres wieder auf 7.70 US-Dollar.

Mit dem Erfolg der Eigenproduktionen „House of Cards“ und „Orange Is The New Black“ stieg der Aktienkurs 2013 aber wieder rasant an und erreichte im März 2014 ein neues Rekordhoch von 64.05 US-Dollar. In den nachfolgenden zwölf Monaten fluktuierte der Kurs mit mehreren Hochs und Tiefs, welche aber nicht 45 unter- und 70 US-Dollar überschritten. Im April 2015 konnte der Kurs dann plötzlich von einem Tag auf den anderen über 10 Prozentpunkte zulegen und stieg in den darauffolgenden Monaten kontinuierlich an bis im Dezember 2015 ein neues Rekordhoch von 130.93 US-Dollar erreicht wurde. Im Laufe des Jahres 2016 sank der Kurs wieder um rund 25 Prozentpunkte und begann dann aber ab Dezember wieder zu steigen. Im Juni 2017 erreichte die Aktie ein weiteres Rekordhoch von 163.43 US-Dollar.

Der Verlauf des Aktienkurses zeigt, dass in den letzten Jahren diverse Rekordhochs erreicht wurden und die Aktie mit Ausnahme von kleineren, kurzfristigen Tiefs konstant ansteigt. Experten gehen davon aus, dass Netflix auch in den nächsten Jahren weiter wachsen wird und Millionen an Abonnenten dazugewinnen wird. Dies wird sicherlich auch den Aktienkurs weiterhin positiv beeinflussen. Die Netflix-Aktie ist somit ein äußerst interessanter Titel, mit welchem es sich lohnt, an der Börse zu spekulieren, um kurz- wie auch langfristige Gewinne zu erzielen.

 

Wichtige Börsendaten zur Netflix-Aktie

Will man an der Börse erfolgreich investieren, so setzt dies ein bestimmtes Wissen über die spezifische Aktie voraus, auf die man spekulieren will. Die Informationen über die Netflix-Aktie, wie die technische Analyse des Aktienkurses oder die Schlussfolgerungen aus der technischen Analyse der historischen Kurse, sind daher sehr wichtig. Daneben sollte man jedoch auch allgemeinere Angaben nicht vernachlässigen, um mit deren Hilfe die Bedeutung der Netflix-Aktie an der Börse und den Stellenwert dieses Wertpapiers besser einschätzen zu können. Hierzu einige Daten:

  • 2017 beläuft sich die Marktkapitalisierung des Unternehmens Netflix auf 69 072,70 Mio. USD.
  • An der Börse sind 430 054 000 Wertpapiere des Unternehmens Netflix in Umlauf.
  • Der Kurs der Netflix-Aktie notiert zurzeit im Segment NASDAQ Global Select Market der amerikanischen Börse NASDAQ All Markets.
  • Netflix ist in der Zusammensetzung des amerikanischen Aktienindex NASDAQ 100 enthalten und zählt daher zu den 100 Unternehmen mit dem höchsten Börsenwert im Bereich der neuen Technologien.
  • Das Aktionariat des Unternehmens Netflix setzt sich wie folgt zusammen: 12,04 % der Aktien werden von Capital Research Global Investors gehalten, 6,1 % der Aktien von The Vanguard Group, 5,45 % der Aktien vom amerikanischen Investmentfonds Growth Fund of America, 4,57 % der Aktien von Fidelity Management and Research Company, 3,97 % der Aktien von State Street Corporation, 3,51 % der Aktien von T. Row Price Associates, 2,48 % der Aktien von Jennison Associates und 2,37 % der Aktien von SRS Investment Management. Die übrigen Netflix-Aktien teilen sich auf zahlreiche kleine Investoren auf, die diese Wertpapiere auf dem internationalen Aktienmarkt handeln.

 

Stärken und Vorteile der Netflix-Aktie als börsengehandelter Vermögenswert

Bevor man damit beginnt, in die Netflix-Aktie zu investieren, sollte man die Stärken dieses Unternehmens kennen, aus denen man dann die Entwicklungsmöglichkeiten des Wertpapiers ableiten kann. Nachfolgend daher eine Zusammenfassung über die Vorzüge dieses Konzerns.

Zunächst ist festzuhalten, dass Netflix seine Dienste zu erschwinglichen Preisen anbietet und damit ein breites Publikum anspricht. Der Preis für das Basisabonnement dieser Video-on-Demand-Plattform liegt deutlich unter 10 €, für ein Premiumabo muss man rund 14 € bezahlen.

Ein weiterer Vorzug von Netflix ist das sehr breitgefächerte Angebot an Inhalten. Zu den erfolgreichsten Angeboten zählen beispielsweise noch nicht gesendete Folgen von Serien und Eigenproduktionen wie House of Cards, The Blacklist, Sense 8 oder Stranger Things, die sehr populär sind und breit beworben werden. Um das Angebot an qualitativ guten Inhalten laufend ausbauen zu können, ist Netflix diverse strategische Partnerschaften z. B. mit den Disney Studios, Lucasfilm und Pixar eingegangen. Die Eigenproduktionen von Netflix sind ein echter Vorteil dieser Plattform gegenüber der Konkurrenz. In der letzten Zeit waren einige dieser eigenen Inhalte derart erfolgreich, dass bereits sie alleine neue Abonnenten angezogen haben.

Man muss wissen, dass der Konzern Netflix alle notwendigen technologischen Tools einsetzt, um die Bedürfnisse und Wünsche eines breiten Publikums zu antizipieren und damit erfolgversprechende Inhalte vor allen anderen zu erkennen. Die Strategie beruht darauf, dass Netflix mit anspruchsvollen Algorithmen automatisch die Konsumgewohnheiten der Abonnenten untersucht, sodass die Plattform ihnen genau die Filme und Serien anbieten kann, die sie bevorzugen.

Netflix ist inzwischen zu einer richtigen Marke geworden, die einen hohen Bekanntheitsgrad aufweist. Netflix ist zugleich die einzige Marke für Onlinestreamingdienste. Seit 2007, also in rund 10 Jahren, ist der Kurs dieses Wertpapiers um mehr als 6000 % gestiegen.

Die sehr breitgestreuten internationalen Abonnenten der Plattform Netflix sind ein weiterer Vorzug, den man nicht vergessen darf. Das Unternehmen bietet seine Inhalte in mehr als 190 Ländern an und zählt weltweit mehr als 100 Millionen Abonnenten. Dank dieser Meisterleistung ist Netflix gegenüber Filmstudios in einer sehr guten Verhandlungsposition und hat die Möglichkeit, exklusive Rechte für bestimmte neue und vielversprechende Inhalte zu erwerben.

 

Schwächen und Nachteile der Netflix-Aktie als börsengehandelter Vermögenswert

Allerdings bietet das Wertpapier des Unternehmens Netflix Investoren nicht ausschließlich Vorteile. Bevor man mit dem Trading dieser börsennotierten Aktie beginnt, sollte man also Vorsicht walten lassen und sich über die Schwächen des Konzerns informieren, da diese sich negativ auf die Rentabilität auswirken könnten.

Der wichtigste Schwachpunkt des Konzerns besteht in einer Konkurrenz, die weltweit immer stärker wird. Vor allem in Europa, wo das amerikanische Großunternehmen sowieso bereits Mühe hatte, Fuß zu fassen, weitet sich das Angebot immer mehr aus. In den europäischen Ländern ist Netflix nämlich noch in der Anfangsphase. Hier sind die Menschen mit dieser Art des Onlinekonsums noch nicht sehr vertraut, und sie müssen sich mit dieser neuen Art des Ansehens kostenpflichtiger Inhalte erst anfreunden.

Ein weiterer Hemmschuh für das Wachstum des Unternehmens Netflix sind die Kosten für die Eigenproduktionen der Plattform. Obwohl gerade diese Inhalte den Ruf von Netflix ausmachen und daher eine der Stärken sind, steigen die Kosten für deren Bereitstellung immer mehr an. Alleine 2017 musste Netflix mehr als 2,5 Milliarden Dollar in die Sicherstellung exklusiver Inhalte investieren, ein Betrag, der die Rentabilität belastet, sofern diese nicht den erhofften Erfolg erzielen.

Ein wichtiger Punkt ist auch die Tatsache, dass Netflix in vielen Fällen nicht die eigentlichen Rechte an der ursprünglichen Produktion besitzt. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Fernsehstudios besitzt der Konzern nämlich nicht die angebotenen Inhalte an sich, sondern er erwirbt lediglich die Rechte, diese Inhalte während eines Jahres auf seiner Plattform auszustrahlen. Damit ist jedoch keine Garantie verbunden, dass derselbe Inhalt nicht im Anschluss auch auf Konkurrenzplattformen ausgestrahlt wird.

Das Image des Unternehmens Netflix hat in der jüngeren Vergangenheit auch etwas darunter gelitten, dass es in Sachen Umweltschutz in die Klasse D eingestuft wurde. Dies hat heftige Reaktionen von Umweltschützern hervorgerufen und zog eine negative Publicity für Netflix nach sich. In diesem Zusammenhang sollte man wissen, dass die Hauptkonkurrenten von Netflix – beispielsweise Amazon und Facebook – ihrerseits für die Bereitstellung ihrer Angebote mehr als 40 % erneuerbare Energien einsetzen.

 

Wie erstellt man eine gute Fundamentalanalyse für den Kurs der Netflix-Aktie?

Wenn Ihre Investitionsstrategie von Erfolg gekrönt sein soll, dann müssen Sie natürlich die Börsencharts sowie wichtige Indikatoren miteinbeziehen. Doch auch Daten aus der Fundamentalanalyse sollten Sie nicht vernachlässigen und in diesem Zusammenhang genau untersuchen, welche Wachstumschancen sich dem Unternehmen möglicherweise bieten und welche Faktoren andererseits die Entwicklung bremsen könnten.

Was die Opportunitäten für den Konzern Netflix in den kommenden Jahren angeht, so ist vor allem festzuhalten, dass der Bereich Video-on-Demand ein riesiges Marktpotenzial darstellt. Der Konsum von Onlinevideos steigt stark an, da sich die Gesellschaft in Bezug auf Fernsehen und Videoinhalte verändert. Immer mehr junge Menschen verfallen dem Phänomen des Binge-Watching, das darin besteht, mehrere Folgen einer Serie am Stück anzusehen, was einer Plattform wie Netflix enorme Möglichkeiten bietet.

Darüber hinaus könnte Netflix von einer Ausweitung seines Angebots auf dem chinesischen Markt profitieren. Dafür muss das Unternehmen jedoch zunächst einige Schwierigkeiten im Bezug auf Lizenzen aus dem Weg räumen und ein Joint Venture mit einem lokalen Anbieter gründen, um dann die 500 Millionen chinesischen Nutzer derartiger Dienste ansprechen zu können.

Auch vom positiven Trend in den Bereichen VR-, 4K- und Ultra-HD-Technologie könnte Netflix profitieren, um seinen Nutzern neue Leistungen anzubieten.

Um die angestrebten Wachstumsziele zu erreichen, muss das Unternehmen jedoch auch Bedrohungen durch einen stetig zunehmenden Konkurrenzdruck die Stirn bieten. Unternehmen wie Amazon Prime und Hulu Plus bieten auf internationaler Ebene immer abwechslungsreichere Inhalte und Angebote an.

Obwohl die Gesetze im Bezug auf illegale Downloads immer härter werden, stellen derartige Betrügereien ebenfalls eine Konkurrenz dar. Man weiß beispielsweise, dass bei insgesamt 30 Anbietern von Inhalten – Netflix eingeschlossen – pro Jahr 5,4 Milliarden illegale Multimedia-Downloads durchgeführt werden. Neue Methoden zum Downloaden solcher Raubkopien von Inhalten bedrohen die Geschäftsmodelle von Netflix und seiner Konkurrenten. Möglicherweise könnte dies für Netflix sogar ein Problem bei der Finanzierung zukünftiger Inhalte bedeuten.

Als Abschluss dieses Artikels lässt sich festhalten, dass Netflix einerseits zahlreiche Wachstumschancen hat, dass der Konzern andererseits einigen nicht unwesentlichen Bedrohungen die Stirn bieten muss, um seine Ziele zu erreichen. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass es das Unternehmen versteht, mit Gefahren umzugehen und sich an wandelnde Gegebenheiten und neue Märkte anzupassen. Die ausgeprägte technologische Innovationsfähigkeit sollte es Netflix ermöglichen, auf eine sinkende Nachfrage in bestimmten Segmenten reagieren zu können.

Wenn Sie wichtige Indikatoren aus der technischen Analyse mit den oben aufgeführten Daten aus der Fundamentalanalyse kombinieren, dann sollten Sie in der Lage sein, eine konkrete Strategie für dieses börsennotierte Wertpapier zu erstellen.

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