Analysiert man Bitcoins in Euro oder Dollar?

Immer mehr Privatanleger und professionelle Investoren sind von der Investition in Bitcoins fasziniert. Bevor man eine derartige Investition tätigt, stellt man sich meist viele Fragen. Eine davon ist die Frage, in welcher Währung man eigentlich die Analyse dafür erstellen soll. Sollte man den Kurs des Bitcoins in Euro oder in Dollar analysieren? In diesem Artikel erhalten Sie zudem einige Informationen über die historische Entwicklung dieser Kryptowährung und darüber, wie Sie eine Analyse für die kommenden Monate und Jahre am besten erstellen.  

 

In welcher Währung sollte man den Kurs des Bitcoins analysieren?

Sehen wir uns zunächst die zentrale Frage dieses Artikels an, also die Frage nach der Währung, in der man den Kurs des Bitcoins analysieren sollte. Sie wissen vielleicht bereits, dass der Bitcoin nicht direkt an die Finanzmärkte gekoppelt ist. Im Gegensatz zu Vermögenswerten wie Gold oder Öl wird der Kurs nicht von der Währung, in der er notiert, beeinflusst.

Insofern steht es Ihnen frei, ob Sie den Kurs in Euro oder Dollar analysieren oder sogar in einer ganz anderen Devise, wenn Sie möchten. Wenn Sie eine Transaktion mit dieser Kryptowährung durchführen oder diese kaufen, dann entscheiden ebenfalls Sie, in welcher Währung Sie die Transaktion abwickeln.

Als deutscher Investor fällt es Ihnen vermutlich leichter, den Kurs des Vermögenswerts in Ihrer eigenen Devise, also in Euro, zu analysieren. Doch aufgepasst! Manchmal wird der Kurs des Bitcoins in den Charts der Tradingplattformen in Dollar angegeben. Darauf sollten Sie also auf jeden Fall achten.

 

Analyse der historischen Kurse des Bitcoins in Euro

Nachdem Sie nun wissen, dass Sie den Kurs des Bitcoins in Euro analysieren können, erhalten Sie nachfolgend einige Informationen über die Entwicklung der historischen Kurse von der ersten Notierung bis heute.

Aufgekommen sind Bitcoins 2009, also vor etwas über zehn Jahren. Zu dieser Zeit hörte man nicht viel darüber und die meisten Anleger kannten Kryptowährungen noch überhaupt nicht. Ein Bitcoin hatte damals einen sehr geringen Wert und mit einem einzigen Euro konnte man ungefähr 1300 Stück dieser virtuellen Geldeinheit kaufen. 13 Bitcoins entsprachen also 0,01 €.

Ende 2012, also drei Jahre später, hatte der Kurs des Bitcoins bereits einen Wert von 9 € erreicht.

Richtig in die Höhe schoss der Kurs dieses Vermögenswerts dann im Jahr 2013, da zu diesem Zeitpunkt eine echte Begeisterung für ihn aufkam. Der Bitcoin legte demzufolge an Punkten zu, wobei die Volatilität sehr ausgeprägt war. Diese Entwicklung hält bis heute an. Zwischen März und November 2013 ging der Kurs des Bitcoins steil nach oben und erreichte mit 980 € einen ersten historischen Höchstwert. Dies entspricht einer Steigerung von mehr als 10 000 %. Das Jahr 2013 schloss der Bitcoin dann schließlich mit einem etwas angemesseneren Kurs von 646 € ab.

Der Kursrückgang letzte sich allerdings während des ganzen Jahres 2014 fort, sodass der Bitcoin von 646 auf 221 € fiel. Ab 2015 kehrte sich der Trend wieder um und der Kurs des Bitcoins ging wieder nach oben. Zum Jahresende lag er bei 395 Euro.

Auch 2016 war der Schwung ungebrochen, der Kurs des Bitcoins legte weiter an Punkten zu und stieg innerhalb des Jahres stark an. Schluss der letzten Börsensitzung des Jahres lag der Kurs bei 945 €.

2017 war ein besonders interessantes Jahr für alle Kryptowährungen, nicht nur für den Bitcoin. Diese Währungen wurden immer beliebter und ihre Kurse waren daher im Aufwind. In jenem Jahr machten Bitcoins in den Medien von sich reden und zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Im Laufe des Monats Dezember wurde ein neuer Rekordwert von 16 500 € (19 200 $) erreicht. Bis zum Jahresende verlor der Kurs allerdings wieder einige Punkte und fiel auf 13 096 Euro, was dennoch gegenüber dem Vorjahr einen immensen Anstieg bedeutete.

Sie haben vielleicht bemerkt, dass das Jahr 2018 für den Bitcoin eher negativ verlief. Es begann die Zeit eines Bärenmarktes und der Preis der Kryptowährung fiel von 13 090 auf 3 533 €. Auf das Jahr gerechnet lag der Kursrückgang also bei 73 %, was bei Investoren ein Gefühl der Unsicherheit hinsichtlich der Zukunftschancen dieses Vermögenswerts hervorrief.

 

Welche Faktoren beeinflussen den Kurs des Bitcoins in Euro?

Wenn Sie als Basis für eine Investition in Bitcoins den Kurs stichhaltig analysieren möchten, um sich für eine Kaufposition oder eine Verkaufsposition zu entscheiden, sollten Sie wissen, welche Ereignisse den Kurs möglicherweise beeinflussen. Bei diesen Ereignissen spielt es keine Rolle, ob Sie den Kurs des Vermögenswerts in Euro oder Dollar analysieren, denn die Devise hat keinen Einfluss auf den zukünftigen Trend. Als Hilfestellung für diese etwas komplizierte Aufgabe, erhalten Sie nachfolgend eine Übersicht, auf welche Punkte Sie achten sollten.

Es gibt nämlich zahlreiche Faktoren, die den Kurs des Bitcoins beeinflussen können. Denken Sie vor allem daran, dass der Bitcoin kein alltäglicher Vermögenswert ist, denn dieser Wert ist relativ jung. Davor gab es nichts Vergleichbares, aus dem man Reaktionen der Finanzmärkte auf bestimmte Ereignisse ableiten könnte. Daraus lässt sich folgern, dass es fast unmöglich ist, die zukünftige Entwicklung des Bitcoins ganz präzise vorherzusagen, wenn Sie eine mittelfristige Strategie anstreben. Es gibt keine Möglichkeit, einen Vergleich zwischen dem Preis und der Kapitalisierung des Bitcoins mit anderen Vermögenswerten oder Märkten zu ziehen. Man kann durchaus vorhersehen, wie sich der Vermögenswert auf längere Sicht entwickeln könnte, indem man sich darauf stützt, welchen reellen Wert Bitcoins für Menschen in der ganzen Welt darstellen. Dies ist ein erster Indikator, den Sie in eine Analyse dieses Wertes einbeziehen sollten.

Transaktionsgebühren gehören ebenfalls zu den Indikatoren, die man berücksichtigen sollte, wenn man den voraussichtlichen Kursverlauf des Bitcoins bestimmen will. Diese Gebühren können die Akzeptanz dieser Kryptowährung als Zahlungsmittel bremsen. Meistens haben diese Gebühren 1 € nicht überstiegen. Als der Kurs im Jahr 2017 jedoch das Rekordhoch erreichte, lagen die Gebühren bei über 20 € pro Transaktion. Solche Gebühren machen Bitcoins als Währung im eigentlichen Sinn eher unattraktiv, was tendenziell zu einer sinkenden Nachfrage und damit einem sinkenden Kurs führt.

Die Konkurrenz durch andere Kryptowährungen ist ebenfalls ein Punkt, den Sie in eine Analyse des Kurses des Bitcoins einbeziehen können. Die Tatsache, dass es auf dem Markt immer mehr solcher Währungen gibt, führt zu einer Umverteilung der Marktanteile. Bitcoins liegen zwar immer noch unangefochten an der Spitze des Marktes, aktuelle Ereignisse rund um andere Kryptowährungen können ihren Kurs jedoch beeinflussen.

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass aktuelle Informationen und die Mediatisierung eine wichtige Rolle dabei spielen, wie Bitcoins wahrgenommen werden. Dadurch kann die Kursentwicklung des Bitcoins entscheidend beeinflusst werden. Insofern sollte man alle Trends in der Berichterstattung über diese Kryptowährung genau verfolgen, um entsprechende Reaktionen des Marktes in der Zukunft zu antizipieren.

Eine Rolle spielen auch Onlinehändler, die Bitcoins immer mehr als Zahlungsmittel akzeptieren. Dies führt tendenziell zu einem Kursanstieg. Gleiches gilt, sollten Länder, die solchen Devisen bislang zurückhaltend gegenüberstehen, ihre Gesetzgebungen in dieser Beziehung lockern.

Zusätzlich zu einer Analyse der aktuellen Informationen und Marktereignisse sollten Sie selbstverständlich daran denken, dass eine gute Analyse des Bitcoins immer auch eine umfassende und stichhaltige technische Analyse beinhaltet. Werfen Sie daher stets einen Blick auf die Charts dieses Vermögenswerts, um die besten Signale zu erkennen.

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