Der Index der Londoner Börse FTSE

 

Die Londoner Börse "London Stock Exchange" (kurz LES) ist der wichtigste Finanzplatz in Großbritannien, und täglich werden dort die Wertpapiere aller britischen börsennotierten Unternehmen gehandelt. Die Londoner Börse besitzt, wie alle anderen nationalen Börsenplätze auch, einen Leitindex. In diesem Fall ist dies der FTSE, der umgangssprachlich auch "Footsie" genannt wird. Nachfolgend einige nützliche Informationen über diesen Index.  

 

Der FTSE im Detail

Die Abkürzung FTSE steht für die Bezeichnung "Financial Times Stock Exchange". In diesem Börsenindex sind nicht weniger als 100 britische börsennotierte Unternehmen enthalten, die aufgrund ihrer Aktienmarktkapitalisierung ausgewählt werden.

Halten wir fest, dass der Index FTSE 100 zurzeit der meistgehandelte Index der Londoner Börse ist.

Um diesen Index mit CFDs erfolgreich traden zu können, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass der Index die britische Wirtschaft sowie die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Landes abbildet. Sie sollten wissen, dass die enthaltenen Unternehmen zusammen 80 % der gesamten Marktkapitalisierung der Londoner Börse repräsentieren.

Allerdings besitzen nicht alle Unternehmen, die in diesem Index notieren, dasselbe Gewicht bei seiner Berechnung. Genau im Auge behalten sollte man vor allem die Ergebnisse der 5 wichtigsten Unternehmen: BHP Billiton, Royal Dutch Shell, HSBC, Vodafone und British Petroleum.

 

Die historische Entwicklung des Index der Londoner Börse

Die historische Kursanalyse des FTSE 100 gibt uns wertvolle Hinweise, wie der Index auf bestimmte wirtschaftliche Situationen und Krisen reagiert.

Die Notierung lag zu Beginn bei 1000 Punkten, erreichte jedoch 1999 ein historisches Hoch von 6950,60 Punkten. Zwischen 2006 und 2007 ging es dann auf und ab bis auf einen Wert von 6730,70 Punkten.

Wie die meisten anderen Indizes litt auch der Footsie unter der Subprime-Krise und sank auf 5495 Punkte.

Die folgende Wirtschaftskrise ließ den Index weiter fallen, bis er 2009 einen Tiefstwert von 3500 Punkten erreichte. In der Folge zog der Kurs wieder an und stieg auf 5500 Punkte (2010), bevor es wieder zu einer Korrektur nach unten kam.

Seit 2010 zeigt der globale Trend des FTSE 100 jedoch eher nach oben. Im Juli 2010 konnte man einen starken Aufwärtstrend beobachten, in dessen Verlauf die Marke von 6000 Punkten durchbrochen wurde. In der Folge (2011) stabilisierte sich der Index bei rund 5800 Punkten.

 

Die wichtigsten Unternehmen in der Zusammensetzung des FTSE 100

Die historische Kursanalyse des FTSE 100 gibt uns wertvolle Hinweise, wie der Index auf bestimmte wirtschaftliche Situationen und Krisen reagiert.

Die Notierung lag zu Beginn bei 1000 Punkten, erreichte jedoch 1999 ein historisches Hoch von 6950,60 Punkten. Zwischen 2006 und 2007 ging es dann auf und ab bis auf einen Wert von 6730,70 Punkten.

Wie die meisten anderen Indizes litt auch der Footsie unter der Subprime-Krise und sank auf 5495 Punkte.

Die folgende Wirtschaftskrise ließ den Index weiter fallen, bis er 2009 einen Tiefstwert von 3500 Punkten erreichte. In der Folge zog der Kurs wieder an und stieg auf 5500 Punkte (2010), bevor es wieder zu einer Korrektur nach unten kam.

Seit 2010 zeigt der globale Trend des FTSE 100 jedoch eher nach oben. Im Juli 2010 konnte man einen starken Aufwärtstrend beobachten, in dessen Verlauf die Marke von 6000 Punkten durchbrochen wurde. In der Folge (2011) stabilisierte sich der Index bei rund 5800 Punkten.

Um den Stellenwert des Index der Londoner Börse, also des FTSE 100, besser einschätzen zu können, erhalten Sie nachfolgend eine Auflistung der 35 wichtigsten Unternehmen nach ihrem Börsenwert, die in diesem Index enthalten sind.

  • Royal Dutch Shell
  • BP
  • Vodafone Group
  • HSBC
  • GlaxoSmithKline
  • AstraZeneca
  • British American Tobacco
  • BG Group
  • Tesco
  • BHP Hilton
  • Diaego
  • Unilever
  • Imperial Tobacco Group
  • Reckitt Benckiser
  • SABMiller
  • Standard Chartered
  • National Grid
  • Rio Tinto Group
  • Lloyds TSB
  • BAE Systems
  • Centrica
  • Scottish and Southern Energy
  • Barclays
  • Royal Bank of Scotland
  • British Sky Broadcasting
  • Prudential
  • Aviva
  • British Energy
  • BT Group
  • Cadbury
  • Morrisons
  • Compass Group
  • Rolls-Royce
  • Sainsbury’s
  • Reed Elsevier (RELX)
  • Shire

Diese Unternehmen vertreten verschiedensten Branchen: Nahrungsmittel, Bank, Energie und Öl, Versicherung, Distribution, Braugewerbe, Bergbau, Rüstung, Multimedia, Pharmazie, Großhandel, Restaurant, Tabak und Telekommunikation.

Denken Sie auch daran, dass die Performance des Londoner Index der des Dow Jones, des CAC 40 und des DAX 30 ähnelt.

 

Geschichte der Londoner Börse

Für eine gute Investition in die Londoner Börse – beispielsweise mit CFDs in ihren Leitindex oder direkt in die dort gehandelten Wertpapiere – sollten Sie einige Informationen über die Geschichte dieses Finanzplatzes kennen, der zu den bedeutendsten auf der Welt zählt.

Die Londoner Börse (London Stock Exchange), so wie wir sie heute kennen, wurde 1776 gegründet. Ihrer Gründung ging die damals im Lande herrschende Finanzrevolution voraus, und John Castaing hatte begonnen, in Jonathan's Coffee House Listen mit Aktien- und Warenpreisen unter dem Namen « The Course of the Exchange and other things » zu veröffentlichen.

In den Jahren um 1840 begann die Expansion der London Stock Exchange, ein Prozess, der sich noch beschleunigte, als England im Jahr 1845 die Hälfte der 9500 Kilometer der europäischen Schienenstrecken kaufte. In dieser Zeit begann man, massiv in Eisenbahnlinien zu investieren, weshalb diese Zeit auch Railway Mania genannt wurde. Ein großer Teil des Kapitals für diese Transaktionen stammte von Finanzplätzen im Norden Englands, die damit wesentlich zu dieser Entwicklung beitrugen. Kurz vor dieser Zeit gingen zudem zahlreiche Banken des Landes an die Börse, ein Phänomen, das über einen Zeitraum von zehn Jahren zu beobachten war. Die London Stock Exchange war in dieser Zeit natürlich nicht die einzige Börse in Europa, sondern sie stand bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 in direkter Konkurrenz zur Pariser Börse.

Eine weitere Konkurrenz zur London Stock Exchange stellten zur damaligen Zeit regionale Wertpapierbörsen in Großbritannien dar, die in den Jahren 1869 bis 1929 viel von sich reden machten. Diese Börsen hatten den Vorteil, dass sie auf bestimmte Branchen spezialisiert waren. Bis 1900 nahm ihre Bedeutung daher stark zu, woran die Börsengänge der regionalen Eisenbahngesellschaften nicht unbeteiligt waren. In den folgenden Jahren ging der Einfluss dieser Börsen gegenüber der großen Londoner Börse jedoch allmählich zurück.

Während ursprünglich knapp 25 % der börsennotierten Unternehmen ihre Wertpapiere sowohl an der London Stock Exchange als auch an den regionalen Börsen notieren ließen, gingen immer mehr dieser Unternehmen dazu über, ihre Wertpapiere ausschließlich an der Londoner Börse notieren zu lassen.

 

Die jüngere Geschichte der Londoner Börse: wichtige Ereignisse im 21. Jahrhundert

Wir kommen nun zur jüngeren Geschichte und damit zu einem technischeren Aspekt der Londoner Börse, nämlich zu den bedeutendsten Transaktionen dieser Börse im 21. Jahrhundert.

Um die Funktionsweise der London Stock Exchange besser zu verstehen, sollte man sich unbedingt bewusst machen, dass es in der Vergangenheit zwei bedeutende Übernahmeangebote durch die amerikanische Börse NASDAQ gab. Diese Übernahmeangebote wurden 2006 und 2007 gemacht, das zweite belief sich auf einen Betrag in Höhe von 2,7 Milliarden Pfund. Mit dem zweiten Angebot erwarb die NASDAQ eine Beteiligung von 0,41 %, die zu den bereits vorhandenen 28,75 % hinzukamen. Im selben Jahr verkaufte die NASDAQ allerdings 28 % der Anteile an die Börse von Dubai, um mit dem Erlös den Zusammenschluss mit der skandinavischen Wertpapierbörse OMX zu finanzieren.

Ebenfalls 2007 kaufte die London Stock Exchange für einen Betrag von 1,5 Milliarden Euro die Mailänder Börse. Durch diese Übernahme entstand die London Stock Exchange Group (LSEG).

Zwei Jahre später, also 2009, machte die London Stock Exchange Group ein Angebot, um 60 % der Anteile der Londoner Handelsplattform Turquoise zu erwerben, die schlussendlich in die Tochtergesellschaft Baikal integriert wurde. Nach dieser Übernahme und Fusion verkaufte die London Stock Exchange 9 % ihrer Turquoise-Anteile an Investoren.

2011 war ebenfalls ein bedeutendes Jahr für die London Stock Exchange, da das Unternehmen damals die Fusion mit der kanadischen Toronto Stock Exchange plante. Der Wert der Londoner Börse wurde damals auf 3,25 Milliarden Dollar festgelegt, während die Toronto Stock Exchange mit 2,99 Milliarden Dollar bewertet wurde. Der neu gebildete Konzern sollte zu 55 % den Aktionären der London Stock Exchange und zu 45 % den Aktionären der Toronto Stock Exchange gehören. Im Juni desselben Jahres scheiterte die Fusion jedoch schlussendlich, und die Toronto Stock Exchange wurde von einer kanadischen Investorengruppe mit dem Namen Maple Group übernommen.

Im Jahr 2014 informierte die London Stock Exchange über die Akquisition des Finanzdienstleistungsunternehmens Russel Investment, das vor allem hohe Investmentfonds verwaltet. Der Preis der Transaktion betrug 2,7 Milliarden Dollar. Im selben Jahr verkaufte die Qatar Holding ein Drittel der Beteiligung in Höhe von 15 % an der London Stock Exchange für einen Betrag von nahezu 260 Millionen Pfund.

2016 wurde von Plänen einer Fusion der bedeutenden Finanzplätze London Stock Exchange und Deutsche Börse berichtet. Im Hinblick auf diese geplante Fusion mit der Deutschen Börse verkaufte die London Stock Exchange 2017 die französische Clearingstelle für einen Betrag von knapp 510 Millionen Euro an Euronext. In Verlauf des Jahres 2017 gab die Londoner Börse die Pläne für diese Fusion auf, nachdem sie der Forderung der Europäischen Kommission zum Schutz des Wettbewerbs, ihren Anteil an der italienischen Anleihenplattform zu verkaufen, nicht nachkommen wollte, und die Europäische Kommission sich daher der geplanten Fusion dieser beiden Börsen widersetzte.

Die jüngste bedeutende Akquisition der London Stock Exchange war schließlich die Übernahme von Yield Book, einer Tochtergesellschaft von Citigroup, für einen Betrag in Höhe von 685 Millionen Dollar.

 

Bewertung: 3.98 41 Rezensionen

Den Index der Londoner Börse online traden

Wie viele andere wichtige Börsenindizes kann man den FTSE mit CFDs online traden. Mit solchen Kontrakten können Sie sowohl auf steigende als auch auf sinkende Kurse des Vermögenswerts setzen.

Traden Sie jetzt den FTSE 100!
80.6% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.