ALSTOM

Alstom-Aktie: Kurs- und Preisanalyse vor dem Kauf

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Grafik bereitgestellt von Tradingview

Wenn Sie Ihr Börsenportfolio um eine derartige Aktie ergänzen möchten, sollten Sie diese praxisbezogenen Informationen über das Unternehmen Alstom aufmerksam lesen, damit Sie verstehen, auf welche Art und Weise man eine exakte Analyse der Kurse dieser Aktie realisieren kann.

Faktoren, die den Kurs dieses Vermögenswerts beeinflussen können:

Analyse Nummer 1

Marktspezialisten und Analysten haben offenbar Zweifel, ob Alstom seiner Rolle als Pure Player im Bereich des Schienentransports gerecht werden kann. Alle diesbezüglichen Publikationen des Konzerns und alle Mittel, die geeignet sind, diese Zweifel zu stärken oder im Gegenteil auszuräumen, haben demzufolge einen entscheidenden Einfluss auf den Kurs des Wertpapiers.

Analyse Nummer 2

Die Tatsache, dass das Geschäftsjahr des Konzerns erst am 31. März endet, ist ein wichtiger Punkt, den man im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse beachten muss.

Analyse Nummer 3

Alstom hat einen strategischen Prozess angestoßen, dessen ganze Tragweite bis Ende 2020 deutlich sein sollte. Insofern ist es unentbehrlich, zu überwachen, wie dieser Prozess umgesetzt wird und ob die gesteckten Ziele erreicht werden. Erwartet werden insbesondere die Entwicklung des Konzerns zu einem weltweit agierenden Akteur, eine deutliche Steigerung des Umsatzes (vor  allem eine Steigerung des Anteils der Aktivitäten im Bereich Signaltechnik, Systeme und Dienstleistungen), ein organisches Wachstum von über 5 % sowie ein Betriebsgewinn, der über 7 % liegt. Selbstverständlich kann die Erreichung dieser Ziele jährlich auf der Basis der veröffentlichten Ergebnisse und der kurzfristigen Vorhersagen neu eingeschätzt werden.

Analyse Nummer 4

Der Konzern Alstom dürfte auf jeden Fall von großen Abschlüssen wie Grand Paris, PRASA (Passenger Rail Agency of South Africa) profitieren; darüber hinaus könnte ein Vertrag mit Indien auf die Bestellung von Lokomotiven im Wert von 3,2 Milliarden Euro hinauslaufen. Selbstverständlich müssen der Erfolg dieser Abschlüsse und deren finanzielle Auswirkungen genau beobachtet werden.

Analyse Nummer 5

Schließungen von Produktionszentren schaden meist dem Image von Alstom. Insofern müssen in solchen Fällen die Auswirkungen auf den Aktienkurs berücksichtigt werden.

Analyse Nummer 6

Was das Kapital von Alstom angeht, so bestehen für die Zukunft einige Fragezeichen. Aktuell hält der französische Konzern Bouygues einen Anteil von 28,3 % des Kapitals, von denen ein Teil vermutlich an den französischen Staat verkauft wird, der zurzeit 20 % der Aktien besitzt. Frankreich könnte demnach innerhalb von 20 Monaten nach dem Übernahmeangebot die Aktien zu einem fixen Stückpreis von 35 € übernehmen.

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Allgemeine Informationen über das Unternehmen Alstom

Alstom ist einer der Marktführer auf dem Gebiet von Anlagen und Produkten für den Energiesektor sowie für Transportinfrastruktur weltweit. Die Aktivitäten der Gruppe gliedern sich in mehrere Sektoren; die wichtigsten darunter sind Anlagen und Dienstleistungen im Bereich der Energieproduktion. Das Unternehmen ist ebenfalls im Bau von Infrastruktur für den Schienenverkehr sowie in der Produktion von Anlagen zur elektrischen Energieübertragung tätig.

Alstom ist auf der ganzen Welt aktiv, die Schwerpunkte liegen jedoch neben Europa in der Asien-Pazifik-Region, in Afrika, im Mittleren Osten sowie in Nord-, Zentral- und Lateinamerika.

Alstom ist im Wesentlichen in zwei großen Sparten tätig: Transport und Energie. Das Unternehmen besitzt vier Bereiche: Thermal Power (Wärmekraftwerke und damit verbundene Systeme), Alstom Renewable Power (Aktivitäten zur Gewinnung erneuerbarer Energie aus Wasserkraft, Wind, Sonne und Meer), Alstom Transport (Ausrüstung und Dienstleistungen für den Schienentransport) sowie Alstom Gris (Lösungen für die Elektrizitätsübertragung).

Alstom realisiert einen Umsatz von nahezu 19 Milliarden Euro, wovon 90 % auf das Ausland entfallen. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 92 600 Menschen. Wichtige Projekte von Alstom sind der TGV und die Queen Mary 2.

Der Alstom-Konzern ist aktuell in folgenden Bereich international führend:

  • Schlüsselfertige Lieferung von Kraftwerken
  • Turbinen und Wasserkraftgeneratoren
  • Dienstleistungen für Stromerzeuger
  • Emissionsreduzierende Systeme für Kraftwerke, beispielsweise Kohlekraftwerke
  • Triebwagen des RER Régiolis im Elsass
  • TGV und Neigezüge
  • Vorort- und Regionalzüge
  • Straßen- und Stadtbahnen, wie die der Reihe Citadis
  • Dienstleistungen und Signalsysteme für den Schienenverkehr, wie Steuerungen für schienengleiche Bahnübergänge

Alstom Marine ist aus der Fusion von Alsthom mit der französischen Werft Chantiers de l'Atlantique entstanden, aus der 1976 das Unternehmen Alsthom Atlantique wurde. Als Alsthom 1998 zu Alstom umfirmierte, wurdeaus dieser Tochtergesellschaft die Sparte Alstom Marine, in der die Atlantikwerften in Saint-Nazaire und Leroux Naval in Lorient zusammengefasst wurden. Der Bereich Alstom Marine wurde 2006 an die norwegische Werft Aker Yards verkauft, die in der Folge wiederum vom koreanischen STX-Konzern übernommen wurde. 2010 trat Alstom die restlichen Anteile an STX ab. In diesem Geschäftsbereich baute Alstom die größte Yacht aller Zeiten, die 72 Meter lange Kogo, die 2006 zu Wasser gelassen wurde, sowie das größte Kreuzfahrtschiff, die Queen Mary 2.

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Konkurrenten

Da Sie nun die Aktivitäten des Alstom-Konzerns sehr gut kennen, schlagen wir Ihnen vor, hier seine wichtigsten Konkurrenten und Gegner in seinem Tätigkeitsbereich mit einer Darstellung der Hauptakteure dieses Bereichs zu entdecken.

Siemens Mobility

Zunächst einmal zählen wir natürlich zu den direkten Konkurrenten der Alstom-Gruppe die Siemens Mobility-Gruppe. Sie ist eine Tochtergesellschaft des Siemens-Konzerns, die sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Metro-Automatisierungssystemen spezialisiert hat. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in München, Bayern. Beachten Sie jedoch, dass Siemens Mobility im Jahr 2017 fast mit dem Alstom-Konzern fusioniert hätte. In der Tat war ein Fusionsprojekt von Alstom eingereicht worden, das 2018 abgeschlossen werden sollte, um eine neue Einheit unter dem Namen Siemens-Alstom zu schaffen. Doch zwei Jahre später, also im Februar 2019, lehnte die EU-Kommission den Zusammenschluss der beiden Unternehmen endgültig ab.

CAF

Ein weiterer direkter Konkurrent der Alstom-Gruppe ist die Firma CAF oder Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles. Es ist ein spanischer Eisenbahnhersteller mit Sitz in Beasain im Baskenland. Diese Gruppe konstruiert und produziert verschiedene Arten von Produkten für diese Industrie, wie z. B. Waggons, Eisenbahnwagen, Lokomotiven und sogar Achsen mit variabler Spurweite.

Stadler

Der Schweizer Konzern Stadler ist der nächste. Dieser Hersteller ist auch auf die Produktion von Schienenfahrzeugen spezialisiert, insbesondere auf Regional- und Nahverkehrszüge. Genauer gesagt bietet die Stadler-Gruppe nicht direkt eine Reihe von einsatzbereiten Schienenfahrzeugen an, sondern modulare Plattformen, die sie an die Bedürfnisse ihrer Kunden anpasst.

Hyundai Rotem Company

Der letzte ernstzunehmende und wichtige Konkurrent von Alstom ist die Hyundai Rotem Company, die auch als Hyndai Rotem bekannt ist und früher KOROS für Korea Rolling Stock Corporation hieß. Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Schienenfahrzeugen und Rüstungsgütern spezialisiert. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Südkorea. Die Hyundai Rotem Group entsteht 1999 durch den Zusammenschluss von drei auf die Herstellung von Schienenfahrzeugen spezialisierten Unternehmen und erhält wenig später, im Jahr 2007, ihren heutigen Namen. Natürlich ist es eine Tochtergesellschaft der Hyundai Motor Group.


Strategische Allianzen

Der Konzern Alstom hat Marktanteile gewonnen, indem er sich mit diversen anderen Großkonzernen aus aller Welt zusammengeschlossen hat. Um besser nachvollziehen zu können, worauf seine Partnerschaftsstrategie beruht, nachfolgend einige Beispiele aus jüngster Zeit.

SNCF

2016 sind Alstom und die französische Bahn SNCF eine innovative Partnerschaft eingegangen, um eine neue Generation der Schnellzüge TGV zu entwickeln.

Bouygues

Das Unternehmen Bouygues hat sich 2014 ebenfalls mit Alstom zusammengeschlossen, indem es einen Teil des Kapitals übernommen hat.

General Electric

Ebenfalls 2014 hat der amerikanische Großkonzern General Electric Alstom vorgeschlagen, gemeinsam mehrere strategische Joint Ventures zu gründen.

Thales

2017 kamen Gerüchte auf, dass zwischen Thales und Alstom Verhandlungen über eine mögliche Partnerschaft im Geschäftsbereich Schienentransport laufen. Aktuell ist nicht bekannt, ob diese Vereinbarung zustande gekommen ist.

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Vorteile und Stärken der Alstom-Aktie als börsengehandelter Vermögenswert

Bevor Sie sich für eine langfristige Investitionsstrategie in den Kurs der Alstom-Aktie entscheiden, empfehlen wir Ihnen, alle Faktoren genau unter die Lupe zu nehmen, welche den Aktienkurs positiv oder negativ beeinflussen können. Lesen Sie zunächst mehr über die diversen positiven Aspekte und Stärken des Unternehmens, die für eine positive Entwicklung sprechen.

Eine erste Stärke liegt zweifellos in der Marktposition des Geschäftsbereichs Schienentransport, der Produkte und Dienstleistungen für TGV, U-Bahn und Straßenbahn umfasst. Alstom gehört international zu den führenden Unternehmen in diesem Bereich.

Seit einiger Zeit profitiert Alstom vom Wachstum von Schwellenländern, deren Bedarf an Infrastrukturen immer mehr steigt. Auf der anderen Seite werden in vielen westlichen Ländern Infrastrukturen erneuert und modernisiert. Diese Faktoren zusammengenommen ergeben einen Weltmarkt, den Spezialisten auf ein Volumen von mehr als 10 Milliarden Euro schätzen und der jedes Jahr um 2,5 bis 3 % wächst.

Eine weitere Stärke von Alstom liegt darin, dass das Unternehmen alle Bereiche rund um den Eisenbahnbau abdeckt. Dazu beigetragen hat vor allem die Übernahme der Signaltechnik von General Electric. Auf den Bereich Signaltechnik, Systeme und Dienstleistungen fallen nun 54 % des Umsatzes, wobei die Signaltechnik alleine 17 % dazu beiträgt. 45 % des Umsatzes werden durch die Züge an sich erwirtschaftet, der Rest durch Instandhaltungsdienstleistungen.

Alstom vereinfacht im Übrigen die Vorhersagen der künftigen Ergebnisse, da das Unternehmen über einen guten Auftragsbestand verfügt, vor allem, was Verträge mit ausländischen Unternehmen angeht. Die kurz- und mittelfristige Rentabilität ist daher abgesichert, was Investoren zum Großteil beruhigt.

Zuletzt sei noch der Mittelzufluss bei Alstom in den letzten Jahren erwähnt, der nach dem Verkauf der Energiesparte an den amerikanischen Konzern General Electric mehr als 3,2 Milliarden Euro beträgt, was quasi zur Tilgung der kompletten Schulden und damit zu einer finanziellen Stabilität und Stärke beigetragen hat.

Nachteile und Schwächen der Alstom-Aktie als börsengehandelter Vermögenswert

Sie haben nun einen Überblick über die Stärken von Alstom bekommen, die einen Einfluss darauf haben, ob das Unternehmen zukünftig sich bietende Gelegenheiten nutzen und weiter wachsen kann. Es versteht sich von selbst, dass es auch Punkte gibt, die dieses zukünftige Wachstum bremsen können. In der Folge erhalten Sie daher Informationen über die wichtigsten Schwächen des Unternehmens, die den Kurs der Aktie möglicherweise negativ beeinflussen.

Bekanntlich ist Alstom stark von den öffentlichen Ausgaben sowie von der Finanzkraft seiner großen Kunden abhängig. Angesichts der Tatsache, dass der Kundenkreis nicht sehr groß ist, liegt hier ein hohes Risiko für Alstom. Politische Entscheidungen im Hinblick auf Kürzungen des Budgets können für Alstom schwerwiegende Konsequenzen haben.

Seit einigen Jahren befindet sich Alstom in einem Übernahmeprozess durch den Konzern General Electric. Man stellt fest, dass alle Meldungen in diesem Zusammenhang in der Regel einen Einfluss auf den Aktienkurs haben und dass sich die Volatilität dieser Aktie seither deutlich erhöht hat. Diese Situation dürfte sich im Verlauf des Jahres 2018 beschleunigen und insgesamt bis 2020 dauern. Im September 2018 dürften Alstom und General Electric Joint Venture in den Bereichen Versorgungsnetze und erneuerbare Energien lancieren, die möglicherweise an die Börse gehen werden. In beiden Fällen hat Alstom eine Ausstiegsoption. Gleiches gilt für die Bereiche Global Nuclear und French Steam im Jahr 2020.

Das Entwicklungspotenzial der Aktivitäten von Alstom auf internationaler Ebene wird nicht angezweifelt, im Heimatland Frankreich sieht die Lage jedoch anders aus. Hier hat Alstom echte Probleme, die zudem noch durch Streitigkeiten mit der französischen Regierung (die selbst Alstom-Aktien besitzt, allerdings kein Mehrheitsaktionär ist) verschärft werden.

Investoren bedauern darüber hinaus, dass für die vergangenen Geschäftsjahre klare Zielvorgaben fehlten. Inzwischen wurden jedoch Zielvorgaben für die Marge festgelegt, die bis 2020 von heute 5,3 % auf 7 % steigen soll.

Darüber hinaus besteht durch die Gründung der Joint Ventures von Alstom und General Electric ein hohes Risiko, dass die Alstom-Aktie unterbewertet wird. Solange die Vereinbarungen noch nicht endgültig ausgearbeitet sind, hat der Konzern den Status einer Industrieholding.

Die hier bereitgestellten Informationen bieten lediglich Anhaltspunkte und dürfen nicht ohne eine umfassende Fundamentalanalyse des Wertpapiers genutzt werden. In diese Fundamentalanalyse müssen externe Daten, aktuelle und anstehende Publikationen sowie alle fundamentalen Ereignisse einfließen, die die Stärken und Schwächen beziehungsweise deren Relevanz verändern können. Diese Informationen stellen auf keinen Fall Empfehlungen für bestimmte Transaktionen dar.

Häufig gestellte Fragen

Welche Ereignisse haben die Geschichte von Alstom geprägt?

1969 wurde Alstom eine Tochtergesellschaft der Compagnie Générale d’Électricité. Im Jahr 1976 fusionierte dieser Konzern mit Chantiers de l’Atlantique und wurde zu Alstom Atlantique. 1989 fusionierte Alstom wiederum mit GEC Power Systems. Das neu entstandene Unternehmen trug den Namen GEC-Alstom. GEC-Alstom wurde schließlich 1989 zu Alstom und ging an die Börse. 2010 kaufte der Konzern den Geschäftsbereich Energieübertragung von Areva T&D zurück. 2014 verkaufte Alstom seine Energiesparte an General Electric, gleichzeitig übernahm der französische Staat 20 % des Unternehmenskapitals. 2020 kaufte der Konzern die Zugsparte von Bombardier Transportation.

Wie fiel der letzte Jahresabschluss des Alstom-Konzerns aus?

Der letzte vorliegende Jahresabschluss von Alstom betrifft das Geschäftsjahr 2019. In jenem Jahr stieg der Umsatz auf 8072 Millionen Euro, das Nettoergebnis erhöhte sich ebenfalls auf 681 Millionen Euro. Das Eigenkapital des Unternehmens lag bei 4159 Millionen Euro, und die Marktkapitalisierung betrug Ende 2019 8461 Millionen Euro.

Ist der Kurs der Alstom-Aktie in mehreren Indizes enthalten?

Zunächst gehört das Unternehmen Alstom aktuell zu den Unternehmen, deren Aktienkurse in die Berechnung französischen Leitindex CAC All Shares einfließen. Doch darüber hinaus ist Alstom auch in der Zusammensetzung folgender Indizes enthalten: CAC All Tradable, CAC Large 60, CAC Next 20, Euronext 100, Low Carbon 100 Europe, SBF 120 und STOXX France 50.

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