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Die Volatilitätsanalyse

Die Volatilität ist ein wichtiges und unverzichtbares Element für jeden Börsenspekulanten.

Mit ihr können Sie nämlich bestimmen, welcher Zeitpunkt in Abhängigkeit von den Ausschlägen und der Dynamik auf dem Börsenmarkt der günstigste ist, um sich auf einen bestimmten Vermögenswert zu positionieren.

 

Die Volatilität: Definition und Funktionsweise

Die Volatilität ist ein Messinstrument, mit dem man abschätzen kann, wie stark die Ausschläge und Kursschwankungen eines Vermögenswerts in einem bestimmten Zeitraum sind. Die Volatilität wird meistens täglich berechnet, der Berechnungszeitraum kann jedoch je nach dem untersuchten Markt schwanken.

Mit der Volatilität erhalten wir Informationen darüber, wie stabil oder wie instabil ein Markt ist. Je höher die Volatilität ist, desto stärker sind die zu beobachtenden Ausschläge und umgekehrt. Es ist also interessanter, in volatilen Zeiten zu traden.

Trader und professionelle Investoren stützen sich regelmäßig auf die Volatilitätsanalyse, sei es auf die historische Volatilität oder auf die implizierte Volatilität.

 

Die historische Volatilität und ihre Analyse

Diese Art der Volatilitätsanalyse zielt darauf ab, die Volatilität in einem Zeitraum der Vergangenheit zu untersuchen. Sie ist aber in gewisser Weise auch für die Analyse der aktuellen Volatilität interessant.

Auf jeden Fall sollte man die historische Volatilität als zusätzliche Analyse heranziehen und sich nicht allein auf diesen Indikator stützen. Denn andere Faktoren (wie Risikovermeidung oder auch die allgemeinen Marktbedingungen) können in Zusammenhang mit Ankündigungseffekten die Volatilität beeinflussen.

Erst wenn man alle Faktoren gemeinsam betrachtet, erhält man für die aktuelle und zukünftige Periode eine möglichst genaue Aussage über die Volatilität.

 

Die implizierte Volatilität und ihre Analyse

Dies ist der interessanteste Teil der Volatilitätsanalyse, da uns die implizierte Volatilität die zukünftige Volatilität der Kursbewegung eines Vermögenswerts angibt. Ihre Berechnung basiert im Wesentlichen auf der Differenz zwischen Angebot und Nachfrage. Darüber hinaus werden andere Faktoren berücksichtigt, die wir oben bereits genannt haben.

Die sogenannten "Ankündigungseffekte" sind oftmals Synonym für eine hohe Volatilität der Märkte. Um die implizierte Volatilität richtig zu analysieren, ist es daher wesentlich, dass Sie den Wirtschaftskalender im Internet regelmäßig konsultieren, damit Sie über alle wichtigen Ereignisse auf dem Laufenden sind.

Um die Volatilität zu berechnen, kann man technische Indikatoren heranziehen, die sich in der Vergangenheit bewährt haben und von Profis genutzt werden, wie die Bollinger Bands oder allgemeiner gesagt, alle Indikatoren, die auf der Basis von gleitenden Durchschnitten berechnet werden. Dieses Tools werden oft von Maklern und Onlinebanken kostenlos angeboten, allerdings sollten Sie auch Ihre gefühlsmäßige Einschätzung der Reaktionen der anderen Trader nicht vernachlässigen.