Bewertung: 4.00 3 Rezensionen
 

Trading: die langfristigen Folgen des Brexit

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, der durch den Ausgang des Referendums eingeleitet wurde, bleibt für die Börse nicht ohne Folgen.

 

Die sofortigen Auswirkungen des Brexit auf die Börse

Alle Aktienmärkte haben bei der auf die Ankündigung des Brexit folgenden Marktöffnung zahlreiche Punkte verloren. Aufgrund der Folgen für die Märkte und für die Investoren wird dieser Tag sogar als "Schwarzer Freitag" bezeichnet. Der CAC 40 hat zum Beispiel mehr als 10 % verloren, auf den anderen Börsenplätzen in Europa sah es nicht anders aus.

Dieses Phänomen beruht darauf, dass die Investoren den Brexit nicht vorausgesehen haben, da die allgemeine Einschätzung eher zu einem Verbleib Großbritanniens in der EU tendierte. Die Entscheidung der britischen Wähler war also ein echter Schock für die Märkte.

Große Trader haben es vorgezogen, ihre Wertpapiere schnell zu verkaufen, da sie negative Folgen dieses Brexit für die Finanzen der Länder der Europäischen Union befürchten. Dem größeren Angebot stand auf Käuferseite eine gesunkene Nachfrage gegenüber, was zu einem historischen Kurssturz geführt hat.

 

Langfristige Folgen für die Aktienmärkte

Obwohl man nun die kurzfristigen Auswirkungen des Brexit auf die Finanzmärkte kennt, bleibt es schwierig, die langfristigen Folgen abzuschätzen. Die Unsicherheit auf Seite der Investoren wirkt sich auch auf die Zentralbanken aus, die zurzeit versuchen, diese zu beruhigen. Um die Schäden in Grenzen zu halten, haben sie massive Geldzuflüsse in Euro und auch in Yen angekündigt. Die Bank of England hat sich ihrerseits verpflichtet, 250 Milliarden Pfund zu überweisen. 2013 haben sich die wichtigsten Zentralbanken der Welt – die Europäische Zentralbank, die Japanische Zentralbank, die Bank of England, die Schweizerische Nationalbank, die Bank von Kanada und die US-Notenbank – nämlich verpflichtet, bei schwerwiegenden Störungen der Finanzmärkte die notwendige Liquidität aufzubringen. Diese Maßnahme soll darauf abzielen, die Währungsstabilität zu gewährleisten.

Selbstverständlich werden die wahren Folgen des Brexit erst langfristig messbar sein. Es ist wichtig, angesichts der Talfahrt der Aktienmärkte nicht in Panik zu verfallen. Die Europäische Union und die Eurozone, an der Großbritannien bekanntermaßen nicht beteiligt war, sind und bleiben Wirtschaftszonen, die als besonders stabil im Vergleich zu anderen Investitionsbereichen angesehen werden.

Es ist daher nicht auszuschließen, dass internationale Investoren sich kurzfristig erneut den wichtigen europäischen Börsenplätzen zuwenden, was zu einer mehr oder weniger starken Ankurbelung der entsprechenden Werte führen dürfte, deren Preis zudem aktuell sehr attraktiv ist. Europäische Aktien haben nach wie vor eines der besten Verhältnisse zwischen Rendite und Risiko auf der Welt. Dies wird einer Stabilisierung der Märkte zugute kommen.

Sich auf die besten börsennotierten Aktien positionieren

Mit CFDs können Sie auf sinkende Kurse wichtiger europäischer Aktien spekulieren. Eröffnen Sie gleich Ihr Tradingkonto, um von den Folgen des Brexit zu profitieren und Geld zu verdienen.