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Welche Indikatoren sind für das Trading an der Börse sinnvoll?

Das Trading an der Börse erfordert, wie andere Formen der Spekulation ein bestimmtes Wissen in der Analyse der Märkte. Für die technische Analyse im Rahmen der Börsenspekulation gibt es einige Indikatoren, die aufgrund ihrer Verlässlichkeit und Einfachheit sehr beliebt sind.

Um Ihnen bei der Erstellung erfolgversprechender Tradingstrategien zu helfen, mit denen Sie dann interessante Gewinne erzielen können, erhalten Sie nachfolgend Hinweise zu den wichtigsten technischen Indikatoren, die an der Börse verwendet werden.

 

Der RSI-Indikator oder Relative-Stärke-Index (Relative Strength Index)

Dieser technische Indikator ist zweifellos einer der gängigsten auf allen Finanzmärkten. Er dient dazu, auf der Basis des Handelsvolumens die Trendstärke eines Kurses so präzise wie möglich zu bestimmen. Mit diesem Indikator sind Sie in der Lage abzuschätzen, ob ein Trend gerade begonnen hat oder ob er im Gegenteil bereits zu Ende geht.

Die meisten Broker und Tradingplattformen stellen diesen Indikator kostenlos zur Verfügung. Er wird unterhalb der Börsencharts angezeigt.

Die Interpretation dieses Indikators ist ganz einfach. Je höher der RSI (Relative-Stärke-Index) ist, desto mehr wird dieser Vermögenswert gehandelt, je kleiner der Index ist, desto geringer ist das Handelsvolumen.

 

Der MACD oder Moving Average Convergence/Divergence

Der MACD-Indikator ist komplexer, aber genauso effizient und präzise wie der RSI. Er nutzt gleitende Durchschnitte und ihre Abweichungen, um Kauf- oder Verkaufssignale für einen bestimmten Vermögenswert zu erkennen. Der Vorteil dieses Indikators ist, dass er in einem Chart dargestellt werden kann, wodurch man den Trend auf einen Blick erfassen kann.

Erinnern wir uns daran, dass die gleitenden Durchschnitte auf der Basis der Kurse des Vermögenswerts in der Vergangenheit berechnet werden. Sie lassen sich daher im Realtime-Chart des betroffenen Vermögenswerts grafisch durch eine Kurve darstellen. Man kann also einfach erkennen, wo der aktuelle Kurs des Vermögenswerts im Verhältnis zu diesen gleitenden Durchschnitten liegt und daraus ableiten, ob er überkauft oder überverkauft ist.

 

Unterstützung und Widerstand

Die Unterstützungs- und Widerstandslinien gehören zu den technischen Indikatoren, die am einfachsten zu verstehen sind und deshalb gerade für Anfänger geeignet sind. Die beiden komplementären Indikatoren werden in einem Chart durch horizontale Linien dargestellt.

Die Unterstützungslinie gibt an, wie hoch der niedrigste Kurs eines Vermögenswerts in einem bestimmten Zeitraum war. Meistens ist diese Linie für Investoren ein starkes Kaufsignal. Sie kann daher einen guten Zeitpunkt für den Einstieg in einen Markt anzeigen, um auf steigende Kurse zu setzen.

Die Widerstandslinie gibt dagegen die höchsten Kurse eines Vermögenswerts in einem bestimmten Zeitraum an. Wenn sich der Kurs des Vermögenswerts dieser Linie nähert, tendieren die Trader oft zur Vorsicht und verkaufen ihre Positionen, was einen sinkenden Kurs nach sich zieht. Es handelt sich hier um ein starkes Verkaufssignal.

 

Die Bollinger Bands

Auch dieser technische Börsenindikator geht von gleitenden Durchschnitten aus. Mithilfe dieser gleitenden Durchschnitte werden bei den Bollinger Bands Aufwärts- und Abwärtskanäle bestimmt und grafisch dargestellt.

Wenn der Kurs eines Vermögenswerts in den einen oder anderen Kanal eintritt, kann man mit einer schnellen Positionierung à la hausse oder à la baisse vom ganzen Ausmaß der Entwicklung profitieren.

Selbstverständlich gibt es noch andere technische Indikatoren, die an der Börse eingesetzt werden. Diese setzen jedoch alle sehr gute Kenntnisse über die Märkte voraus und erfordern viel Zeit und Erfahrung, will man die Analysen selbst durchführen. Auf der anderen Seite dürfen die technischen Indikatoren, die wir Ihnen hier vorgestellt haben, niemals isoliert betrachtet werden. Sie müssen immer ergänzend zu einer umfassenden Finanz- und Wirtschaftsanalyse herangezogen werden, damit sie unter Berücksichtigung der Marktbedingungen richtig interpretiert werden.

 

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnitte sind einfach zu interpretierende Indikatoren, mit deren Hilfe man den Trend eines Kurses abschätzen kann. Dafür muss man nur den gleitenden Durchschnitt eines kurzen Zeitraums mit dem gleitenden Durchschnitt eines längeren Zeitraums vergleichen.

Wenn der gleitende Durchschnitt der kurzen Periode den der langen Periode von unten nach oben schneidet, handelt es sich um ein Kaufsignal. Wenn dagegen der gleitende Durchschnitt der kurzen Periode den der langen Periode von oben nach unten schneidet, dann ist dies ein Verkaufssignal.

Wenn der Aktienkurs beide gleitenden Durchschnitte von unten nach oben schneidet, so verstärkt dies das Kaufsignal noch, wenn er sie dagegen von oben nach unten schneidet, verstärkt dies entsprechend das Verkaufssignal.

 

Der stochastische Oszillator

Der stochastische Oszillator ist ein Chart-Indikator, mit dessen Hilfe man ebenfalls eine Trendumkehr antizipieren kann. Er wird durch eine volatile Kurve dargestellt, die aus den Differenzen zwischen den jeweils höchsten und niedrigsten Kursen der Börsensitzungen besteht. Eine zweite Kurve entspricht dem gleitenden Durchschnitt über 3 Tage.

Wenn der stochastische Oszillator einen Wert von über 50 aufweist, dann befindet man sich in einem Aufwärtstrend, weist er dagegen einen Wert auf, der unter 50 liegt, so deutet dies auf einen Abwärtstrend hin. Wie beim RSI weist ein Wert des stochastischen Oszillators über 70 bzw. unter 30 auf eine bevorstehende Trendumkehr hin.

 

Wie kann man die technische Analyse der Börse einfach erlernen?

Wenn Ihnen die Interpretation der technischen Indikatoren Angst einflößt, dann sollten Sie wissen, dass die Onlinebroker mehrere Möglichkeiten anbieten, mit denen man ganz schnell und einfach ein exzellenter Analyst werden kann. Sie haben beispielsweise folgende Möglichkeiten:

  • Onlineausbildungen: Viele Tradingplattformen bieten den Nutzern verschiedenste Kurse an, mit denen man die Anwendung von technischen Indikatoren besser nachvollziehen kann. Es gibt sogar individuell angepasste Schulungsangebote, die allerdings manchmal kostenpflichtig sind.
  • Charts: Die auf den Tradingplattformen angebotenen Charts enthalten in der Regel schon die meisten technischen Indikatoren, die man für eine stichhaltige Analyse benötigt. Man muss diese dann nur noch interpretieren können.
  • Social Trading: Mithilfe von Social-Trading-Modulen kann man von erfahreneren Tradern alles Mögliche lernen. Wenn man die Strategien guter Investoren analysiert und diese zu ihren Methoden befragt, dann ist man in der Lage, den Nutzen der technischen Analyse bei der Börsenspekulation besser zu verstehen.
  • Tradingsignale: Wenn in Ihnen nicht das Herz eines technischen Analysten schlägt, dann können Sie auch ganz einfach kostenlose Tradingsignale nutzen, die durch eine mathematische Interpretation der Kurse ermittelt werden.

Nutzen Sie technische Indikatoren:

Nachdem Sie nun wissen, was ein technischer Indikator ist und wie Sie ihn interpretieren, müssen Sie nur noch solche Indikatoren nutzen, um den zukünftigen Trend eines Vermögenswerts vorherzusehen und entsprechend zu traden, um damit Geld zu verdienen.