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Das Startkapital für die Börse

Privatanleger, die sich entschieden haben, erstmals an der Börse zu investieren, fragen sich in vielen Fällen, welches Budget für eine derartige Investition nötig ist. Diese Frage ist zweifellos eine der Wichtigsten und die Entscheidung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Im Übrigen muss man auch Faktoren wie Maklergebühren berücksichtigen, um eine klare Vorstellung davon zu bekommen, welche Möglichkeiten das vorhandene Kapital bietet.

 

Viel oder wenig Startkapital?

Es scheint offensichtlich zu sein, dass die Rendite Ihrer Investition an der Börse zum Großteil von der Höhe Ihrer Investition abhängt. Ist das Startkapital allerdings zu gering, so kann dies die Durchführung rentabler Transaktionen verhindern. Auch wenn es keine Regel hinsichtlich des maximalen Startkapitals gibt, so ist es jedoch ratsam, nicht mit einem zu geringen Startkapital zu beginnen. Dies ist darin begründet, dass man ein kleines Startkapital in Krisenzeiten schnell verlieren kann. Hat der Aktionär dann kein Geld mehr, um den verlorenen Betrag wieder hereinzuholen, ist seine Karriere als Spekulant schnell beendet.

Abgesehen davon muss man auch die Maklergebühren berücksichtigen, die von den Mittlern in Rechnung gestellt werden.

 

Einige Vorsichtsmaßnahmen

Zuallererst sollte man sich nochmals die Risiken von Forex in Erinnerung rufen. Wie bei allen Finanzinvestition bestehen auch bei der Spekulation auf Forex bestimmte Risiken, die man berücksichtigen muss. Das Geld, das Sie auf Ihr Tradingkonto einzahlen, sollte ganz für diesen Zweck zur Verfügung stehen. Sie dürfen niemals Geld investieren, das Sie für Ihren Lebensunterhalt benötigen.

Sie sollten auch keine zu kleinen Beträge einsetzen, denn dies könnte Ihrer Tradinglaufbahn eher hinderlich sein. Wenn der Betrag der ersten Einzahlung zu niedrig ist, werden Sie nicht in der Lage sein, mögliche Verluste auszugleichen. Solche Verluste können entstehen, da Anfänger bei den ersten Investitionen häufig Fehler begehen.

Schließlich sollte man auch den von der Tradingplattform angebotenen Willkommensbonus berücksichtigen, dessen Höhe oft von der Höhe der Ersteinzahlung abhängt.

 

Maklergebühren

Bei jeder Ausführung einer Börsenorder eines Privatanlegers stellt der jeweilige Mittler, eine Bank oder ein Makler, eine sogenannte Bankprovision oder Maklergebühr in Rechnung. Diese Gebühren belaufen sich bei den klassischen Banken in der Regel auf 1 % der Transaktionssumme, mit einem Minimum von 20 bis 30 EUR. Direktbanken liegen bei den Gebühren meist günstiger. Es sei angemerkt, dass der Kauf und anschließende Verkauf desselben Wertpapiers zwei Transaktionen sind und dass für beide dieselben Gebühren anfallen.

Bei kleinen Investitionssummen ist es daher wichtig, dass der Gewinn einen entsprechenden Prozentsatz erreicht, um diese Maklergebühren auszugleichen. Bei größeren Investitionen fallen die Maklergebühren weniger ins Gewicht, können einfacher ausgeglichen werden und es bleibt trotzdem noch eine komfortable Marge.

 

Wie viel Startkapital sollte man für die Investition an der Börse einplanen?

Allgemein gesagt raten professionelle Trader Börsenneulingen, ein Startkapital von mindestens 2000 EUR für die erste Investition an der Börse einzukalkulieren. Dieser Betrag stellt das notwendige Minimum dar, um sich auf mehrere Vermögenswerte zu positionieren. Er erlaubt allerdings keine homogene Diversifikation des Börsenportfolios. Es ist daher notwendig eine höhere Hebelwirkung zu nutzen, was wiederum riskanter ist.

Damit Sie alle Chancen auf Ihrer Seite haben und Ihr Investitionsportfolio so gut wie möglich diversifizieren können, sollten Sie vorzugsweise zwischen 5000 und 7000 EUR investieren, eventuell sogar 10 000 EUR, wenn Sie auf mehreren internationalen Börsenplätzen investieren möchten.

Wenn Sie nicht über einen derartigen Geldbetrag verfügen, dürfen Sie sich auf keinen Fall verschulden oder anderweitig gebundenes Kapital für das Trading verwenden. Mit kleineren Beträgen haben Sie die Möglichkeit, in sogenannte OGAW (Investmentfonds) auf Aktienbasis zu investieren. Mit dieser Methode diversifizieren Sie Ihre Investition, obwohl Sie nur ein einziges Finanzanlageprodukt zeichnen. Selbstverständlich ist die Rendite bei solchen Produkten niedriger als bei einer diversifizierten Anlage, die Sie mit einem höheren Startkapital tätigen können.

 

Die Möglichkeiten je nach Höhe der Investition

Selbstverständlich ist der Betrag, den Sie investieren, mehr oder weniger für Ihre zukünftigen Investitionen und deren Erfolg ausschlaggebend. Nachfolgend sind einige Möglichkeiten aufgeführt, die Sie haben, je nachdem, wie hoch Ihr Startkapital ist. 

  • Weniger als 250 EUR: Diesen Betrag verlangen Broker in der Regel als Mindesteinzahlung. Sie sollten die Swingtrading-Strategie bevorzugen. Diese ist zwar riskant, sie bietet jedoch die besten Möglichkeiten, das Kapital zu vermehren.
  • 1000 bis 5000 EUR: Dies ist die durchschnittliche Größe der Tradingkonten auf Forex. Mit diesem Betrag minimieren Sie das Risiko und können gleichzeitig komfortable Gewinne erhoffen. Auch in diesem Fall kann die Swingtrading-Strategie eine gute Methode sein. Noch mehr empfiehlt sich jedoch das Day-Trading.
  • Mehr als 5000 EUR: Mit einem solchen Betrag können Sie alle möglichen Strategien anwenden und damit die Risiken stark eingrenzen. Zusätzlich kommen Sie damit bei den meisten Brokern in den Genuss von Sonderangeboten und Ratschlägen. In diesem Fall sollten Sie langfristige Investition bevorzugen.