Bewertung: 4.11 9 Rezensionen
 

Die SAP-Aktie kaufen

Wenn Sie vorhaben auf dem deutschen Aktienmarkt zu traden, lohnt es sich auf alle Fälle, auch einen Blick auf weniger bekannte Wertpapiere zu werfen. Ein Beispiel dafür ist die SAP-Aktie, mit welcher professionelle Trader immer öfter spekulieren und in sie investieren. Im Nachfolgenden geben wir Ihnen einige nützliche Informationen über das Unternehmen SAP und dessen Aktivitäten. Des Weiteren machen wir eine umfassende Analyse des Verlaufs des Aktienkurses der SAP-Aktie, was Ihnen dabei helfen wird, selbst eine Analyse zu erstellen, um Ihre Gewinne an der Börse zu maximieren.

 

Informationen über den SAP-Konzern

SAP steht für Systeme, Anwendungen und Produkte. Der SAP-Konzern ist zurzeit weltweit die Nummer eins im Verkauf integrierter Softwarelösungen. Genauer gesagt vermarktet SAP Softwarepakete zur Abwicklung sämtlicher Geschäftsprozesse, bietet aber auch Dienstleistungen wie Beratung, Ausbildung und Wartung an.

Das Unternehmen wurde am 1. April 1972 von fünf ehemaligen IBM-Mitarbeitern gegründet. SAP entwickelte Programme, die Lohnabrechnungen und Buchhaltung per Computersystem ermöglichten. Bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber IBM wurden die Daten mechanisch auf Lochkarten gespeichert. Bei der neuen Firma setzten die fünf Gründer auf die Eingabe per Bildschirm. Diese neue Methode der Datenverarbeitung wurde im Laufe der Siebzigerjahre weiterentwickelt und ist heute noch unter dem Namen Online Transaction Processing (OLTP) bekannt. Bis 1974 konnten immer mehr Kunden gewonnen werden und Ende des Jahres standen bereits 40 Kunden auf der Referenzliste des neugegründeten Unternehmens. 1976 zählt das Unternehmen bereits 25 Mitarbeiter und konnte einen Umsatz über 3.81 Millionen DM verbuchen. 1977 wurde der Hauptsitz von Weinheim nach Walldorf verlegt, wo das Unternehmen auch heute noch ansässig ist. Dazu kommt, dass SAP 1977 das erste Mal auch Kunden außerhalb von Deutschland gewinnen konnte und ein Jahr später wurde die SAP-Software auch in französischer Sprache angeboten.

Bis Ende der Siebzigerjahre hatte SAP noch kein eigenes Rechenzentrum, sondern verlegte die Entwicklungstätigkeiten auf regionale Unternehmen. 1979 wurde aber beschlossen, den Betrieb zu zentralisieren und ein eigenes Rechenzentrum zu bauen. In den Achtzigerjahren konnte das Unternehmen auch seine Produktpalette erweitern und es wurden erweiterte und neue Software-Programme angeboten. 1984 wurde in der Schweiz die SAP (International) AG gegründet, von welcher aus die internationalen Märkte bearbeitet werden sollten. Bei der Gründung der Niederlassung in der Schweiz zählte das Unternehmen bereits 163 Mitarbeiter und erwirtschaftete bereits einen Umsatz von rund 48 Millionen DM. 1986 wurde expandiert weitere Geschäftsstellen in Österreich und in Düsseldorf eröffnet. Dazu kommt, dass sich das Unternehmen 1986 zum ersten Mal auch auf der größten Computermesse der Welt, der CeBIT in Hannover, präsentierte.

Nach den Niederlanden, der ersten nicht deutschsprachigen Landesgesellschaft, wagt die SAP 1987 den Schritt nach Frankreich, Spanien und Großbritannien. Außerdem wurde eine neue Softwaregeneration angeboten: die Software SAP R/3.

1988 ging das Unternehmen an die Börse in Frankfurt und Stuttgart. Das Unternehmen zählt mittlerweile 940 Mitarbeiter und über 1 000 Kunden.

1990 wurde das Grundkapital mithilfe von Vorzugsaktien auf 85 Millionen DM erhöht. Dank der zusätzlichen Finanzspritze konnten weitere Investitionen in die Forschung und Entwicklung getätigt werden, was die Entwicklung des Systems R/2 und die Neuentwicklung SAP R/3 ermöglichte.

Auch in den Neunzigerjahren arbeitete das Unternehmen unaufhörlich daran, seine Produkte weiterzuentwickeln und weiter zu wachsen. SAP konnte auf dem chinesischen, mexikanischen und dem US-amerikanischen Markt Fuss fassen. Nach der Jahrtausendwende konnte das Unternehmen zum weltweit drittgrößten Softwarehersteller wachsen und wurde zudem 2008 in Deutschland zum vierten Mal zum „Besten Arbeitgeber Deutschlands“ gekürt. Während der Finanzkrise musste aber die SAP wie auch unzählige andere Unternehmen auf Sparkurs wechseln und den Gürtel enger schnallen. Das Unternehmen konnte die Krise zwar überstehen, fuhr aber größere Verluste ein. Erst ab 2011 konnten wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.

Heute zählt das Unternehmen über 85 000 Mitarbeiter in über 130 Ländern und verzeichnet jährlich einen Umsatz von über 22 Milliarden Euro. Außerdem zählt das Unternehmen über 350 000 Kunden in mehr als 180 Ländern. Dazu kommt, dass die SAP über 15 000 Partner-Unternehmen und über 100 Entwicklungs- und Innovationszentren weltweit hat.Neben Deutschland erzielt SAP den größten Teil des Umsatzes im restlichen Europa sowie im Mittleren Osten. Aber auch in den restlichen Teilen der Welt erwirtschaftet das Unternehmen kontinuierlich Gewinne.

 

Die wichtigsten Konkurrenten von SAP

SAP gehört auf internationaler Ebene zu den führenden Unternehmen in der Entwicklung und Vermarktung von Software und Softwarepaketen. Diese Branche befindet sich in einer kontinuierlichen Entwicklungsphase und die Nachfrage nach solchen Produkten ist entsprechend hoch. Dank einer ausgefeilten Innovationsstrategie liegt SAP an vierter Stelle der größten Softwarelieferanten auf der Welt.

Vor SAP positionieren sich auf den Plätzen eins bis drei ernstzunehmende Konkurrenten wie Microsoft, Oracle und IBM. Hinter SAP liegen die Unternehmen Symantec, EMC, VMware, HP, SalesForce, Intuit, Adobe und Cisco.

Die größte Gefahr für SAP stellt jedoch Oracle dar, da diese beiden Unternehmen die meisten Überschneidungspunkte innerhalb ihrer Geschäftsbereiche haben. Die Position von SAP wird zusätzlich durch Lösungen wie Cloud und Open Source bedroht, durch die Unternehmen wie Google ebenfalls in diesen Markt eindringen und sich langfristig als gefährlich erweisen können.

Vor dem Trading mit der SAP-Aktie sollte man daher alle Informationen über diese Branche, besonders über direkte und indirekte Konkurrenzunternehmen, genau unter die Lupe nehmen.

 

Die wichtigsten Partner von SAP

Die Strategie von SAP basiert auf einer ständigen Weiterentwicklung sowie auf dem Abschluss spezifischer Allianzen mit Wettbewerbsunternehmen sowie Unternehmen, die dieser Branche nahestehen. Nachfolgend einige Beispiele.

  • 1997 gründete SAP mit dem Konkurrenzunternehmen Intel ein Joint Venture namens Pandesic. Im Jahr 2000 wurde dieses Unternehmen jedoch letztendlich aufgrund fehlender Rentabilität wieder aufgegeben.
  • 2009 wurden SAP und Nokia Partner, indem sie in Joint Venture im Bereich von Authentifizierungslösungen und Maßnahmen gegen Produktpiraterie gründeten.
  • 2017 haben IBM und SAP bedeutende Investitionsprojekte im Bereich digitale Verarbeitung angekündigt.

 

Kursanalyse der SAP-Aktie

Das Unternehmen ging am 4. November 1988 an die Börse. Heute notiert der Kurs der SAP-Aktie an der Deutschen Börse und ist Bestandteil bei der Berechnung des deutschen Aktienindex DAX 30. Die Anzahl der Aktien beläuft sich auf 1 228 504 232, wobei auf jede Aktie ein rechnerischer Nennwert von 1 € entfällt.

20 % der Aktien ist im Besitz der Gründer. 2 % aller Aktien sind firmeneigene Anteile. Der größte Anteil der Aktien befindet sich im Streubesitz und wie bereits in den Vorjahren stellen Anleger in den USA und Kanada die größte Anlegergruppe dar (15 %). Dabei handelt sich sowohl um institutionelle wie auch private Anleger. 22 % aller Anleger sind in Europa ansässig, wovon 8 % in Deutschland zu Hause sind.

Der Aktienkurs ist in den letzten Jahren beständig gestiegen. Einzig während der Finanzkrise sind starke Kurseinbrüche zu beobachten. Dazu kommt, dass Ende 2006 ein Aktiensplitt vorgenommen wurde. Bis ins Jahr 2009 hatte das Unternehmen mit der Krise zu kämpfen, wodurch die Aktie keinen Kursgewinn verzeichnen konnte und sich eher im tieferen Bereich bewegte. Nach dem Rekordtief von 23.80 Euro vom November 2008 konnte sich der Aktienkurs aber langsam wieder erholen. Bis im März 2013 kletterte der Kurs wieder auf über 64 Euro an. Anschließend folgten zwei Jahre der Fluktuation mit mehreren kleineren Hochs und Tiefs bis der Kurs schlussendlich im Januar 2015 wiederkontinuierlich zulegen konnte. Seither steigt der Kurs stetigund konnte im Mai 2017 ein Rekordhoch von über 95 Euro verzeichnen.

Experten sind zuversichtlich, dass der Kurs auch in Zukunft weiter steigen wird, da der Konzern seit einigen Jahren konstant hohe Gewinne einfährt und einen hohen operativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aufweisen kann, was sich auch im Aktienkurs widerspiegelt. Auch die hohe Eigenkapitalquote, welche die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens gewährleistet, und der angemessene Verschuldungsgrad lassen auf eine rosige Zukunft des Unternehmens hoffen.

Es kann also durchaus interessant sein, in die SAP-Aktie zu investieren oder sie seinem Börsenportfolio hinzuzufügen, um kurz- oder langfristige Gewinne an der Börse zu erzielen. Da der Aktienkurs aber nicht nur vom Unternehmen selbst abhängig ist, sondern auch von der Konkurrenz, lohnt es sich auf jeden Fall, einerseits die Pressemitteilungen von SAP zu verfolgen, aber andererseits auch immer ein Auge auf die Konkurrenz zu werfen.

 

Wichtige Börsendaten zur SAP-Aktie

Im Verlauf dieses Artikels haben Sie verschiedene interessante Informationen über die SAP-Aktie erhalten, beispielsweise detaillierte Angaben zu den Aktivitäten des Unternehmens, die Branche sowie die Entwicklung der historischen Kurse des Wertpapiers in den letzten Jahren. Sie sind nun in der Lage exakte Investitionsstrategien zu entwickeln. Um noch etwas tiefer einzusteigen und alle Facetten dieserAktie zu beleuchten, erhalten Sie nachfolgend einige allgemeinere, aber nicht weniger wichtige Daten über sie und das Unternehmen SAP.

  • 2017 repräsentiert SAP eine Marktkapitalisierung in Höhe von 116 646,47 Mio. EUR.
  • SAP hat zurzeit 23 000 000 Wertpapiere ausgegeben, die an der Börse in Umlauf sind.
  • Der Kurs der SAP-Aktie notiert im Prime Standard der Deutschen Börse.
  • Das Unternehmen SAP ist auch in der Zusammensetzung des deutschen Aktienindex DAX 30 enthalten und zählt damit zu den 30 deutschen Firmen mit dem höchsten Börsenwert.
  • 56 % der Aktien von SAP werden von institutionellen Investoren gehalten, 41 % der Aktien sind im Streubesitz und zirkulieren an der Börse und 3 % der Aktien werden von SAP in Eigenkontrolle gehalten.
  • Der Umsatz von SAP ist seit einigen Jahren kontinuierlich gestiegen und betrug 2016 22 000 000 Euro.

Die oben angeführten Informationen können sich natürlich im Laufe der Zeit verändern. Bevor Sie eine Strategie darauf aufbauen, sollten Sie die Unternehmensinformationen daher zum Beispiel bei Ihrem Broker überprüfen oder anderweitig verifizieren.

So macht man mit der SAP-Aktie Gewinne

Es ist einfach, durch das Trading mit der SAP-Aktie Erträge zu generieren. Registrieren Sie sich einfach bei einem beliebten und seriösen Broker, und eröffnen Sie ein Onlinetradingkonto. Das dauert nur wenige Minuten.