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Der Rentenmarkt

Rentenmarkt ist einer der wichtigsten Märkte weltweit. Er liefert Börsenanlegern interessante Informationen und bietet ihnen eine Vielzahl von ertragreichen Gelegenheiten. Tradingneulingen mag dieser Markt vielleicht kompliziert erscheinen.

Dem ist jedoch nicht so, und dank der folgenden Erläuterungen wird die Funktionsweise des Obligationenmarktes auch für Sie kein Buch mit sieben Siegeln mehr sein.

 

Was ist der Rentenmarkt?

Der Rentenmarkt wird auch "Anleihenmarkt" oder "Obligationenmarkt" genannt und bietet sowohl Unternehmen als auch dem Staat Finanzierungsmöglichkeiten. Im Falle eines Finanzierungsbedarfs kann ein Unternehmen oder der Staat nämlich spezielle Wertpapiere ausgeben, die man Anleihen, Obligationen oder Schuldverschreibungen nennt. Eine solche Anleihe ist eine Art von Darlehen mit einem bestimmten Zinssatz und einem Fälligkeitsdatum, zu dem der Staat oder das Unternehmen die Schuld zurückzahlen muss.

Investoren oder Banken können solche Anleihen oder Schuldverschreibungen kaufen. Der Zinssatz dieser Wertpapiere hängt dabei von mehreren Kriterien (z. B. dem Risiko eines Zahlungsausfalls und dem derzeitigen Zinsniveau) ab.

Die Höhe des Risikos einer Anleihe wird meistens von Ratingagenturen festgelegt, die die Bonität des Emittenten beurteilen. Solche Ratingagenturen sind beispielsweise Standard & Poor's, Moody's oder Fitch Ratings.

Es gibt zwei Märkte für Rentenpapiere, nämlich den Primärmarkt (Primary Market), auf dem neue Schuldverschreibungen an Banken oder Privatanleger ausgegeben werden und die von Investitionsbanken abgesichert werden, sowie den Sekundärmarkt (Secondary Market) auf dem bereits emittierte Papiere weiterverkauft werden.

 

Wie wird der Preis einer Anleihe festgelegt?

Der "Preis einer Anleihe" ist in diesem Fall der Zinssatz, den der Investor während der gesamten Anleihedauer, d. h. bis zur vollständigen Rückzahlung des Kapitals, erhält. Es handelt sich also um einen langfristigen Zinssatz. Kurzfristige Zinssätze werden dagegen von der Zentralbank festgesetzt.

Für die Berechnung dieses Zinssatzes werden mehreren Kriterien herangezogen: 

  • Die Diskontierung des Cashflows (Menge der gehandelten Anleihen) mit einem Diskontierungsfaktor bei Staatsanleihen.
  • Die Liquiditätsprämie, die den geschätzten Kosten für den Handel der Anleihe entspricht.
  • Die Einschätzung des Risikos, dass der Schuldner während der Laufzeit der Anleihe zahlungsunfähig wird.
  • Diese Berechnung ist natürlich sehr komplex und Investoren ziehen es daher vor, sich auf einen eindeutigeren Wert zu stützen, der diese Indikatoren zusammenfasst und der "Credit Spread" genannt wird. Um diesen Credit Spread zu ermitteln, vergleicht man im Allgemeinen die Verschuldung des Unternehmens oder des Staates mit einer anderen bekannten und vergleichbaren Situation, die bereits eingeschätzt worden ist.

 

Wie handelt man auf dem Rentenmarkt?

Auf dem Rentenmarkt kann man mithilfe von verschiedenen Instrumenten handeln. Banken bieten beispielsweise im Rahmen von Aktiensparplänen oder Depotkonten Anlageprodukte an, die Schuldverschreibungen enthalten.

Sie können auch auf einer Online-Tradingplattform mit CFDs direkt auf den Wert einer Anleihe spekulieren. Dies ist besonders interessant, da man dabei in beide Richtungen, also sowohl à la hausse als auch à la baisse traden und unabhängig von den derzeitigen Marktbedingungen Ertragschancen nutzen kann.

Das Trading von Rentenwerten ist eine der interessantesten Spekulationsarten, da die Trendrichtung einfacher zu erkennen und vorherzusehen ist als bei anderen Vermögenswerten auf dem Börsenmarkt.

Das Trading mit Obligationen:

Seit einiger Zeit können Sie wichtige Obligationen direkt traden und darauf spekulieren, ob deren Kurse steigen oder sinken werden. Dafür müssen Sie sich nur auf einer Tradingplattform anmelden.