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Osram-Aktie kaufen

Die Osram-Aktie ist ein Wertpapier, das viele Privatanleger kennen und aufgrund seiner Rentabilität und der einfachen Analyse schätzen. Nachfolgend geben wir Ihnen einige wissenswerte Details über die Aktivitäten der Osram-Gruppe. Dazu geben wir Ihnen auch einige nützliche Tipps, wie Sie die Aktienkurse analysieren können und somit auch mit der Aktie an der Börse spekulieren können.

 

Informationen über den Osram-Konzern

Der deutsche Industriekonzern Osram ist zurzeit einer der wichtigsten Hersteller von Lichtsystemen weltweit. Neben Glühbirnen und klassischen Leuchtmitteln produziert das Unternehmen Speziallampen, optoelektronische Halbleiter, Leuchten und LED-Beleuchtungssysteme.

Der Ursprung des Osram-Konzerns geht auf die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurück als ein österreichischer Chemiker und Unternehmer 1906 die Wortmarke OSRAM beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin anmeldete. Das Wort war aus den Worten Osmium (OS) und Wolfram (RAM) zusammengesetzt. Es handelt sich dabei um die beiden Metalle, welche für die Glühfäden von Glühlampen verwendet wurden.

Nachdem in den 1840er Jahren die Glühlampe erfunden wurde, setzte ein regelrechter Boom in der Beleuchtungsindustrie ein und kurz vor dem Ersten Weltkrieg zählte die Glühlampenherstellung zu einer der schnellsten wachsenden Bereichen der Elektroindustrie, was dem Beleuchtungshersteller in die Hände spielte.

Nachdem die Patente von OSRAM während mehreren Jahren von den Glühlampenherstellern Siemens &Halske sowie von AEG verwendet wurden, schlossen sich die beiden Firmen 1919 zusammen und wurden zur Osram GmbH KG. Das neugegründete Unternehmen konnte in den Folgejahren extrem schnell wachsen. In den Dreissigerjahren zählte es bereits zu den weltweit größten Glühbirnenherstellern und hatte Niederlassungen in Shanghai und Rio de Janeiro. Alleine in Deutschland belief sich der Marktanteil auf gut 70 %. Die führende Stellung konnte Osram nicht zuletzt durch intensiven Erfahrungsaustausch mit diversen anderen internationalen Herstellern halten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Unternehmen auf Anordnung der Sowjetunion gezwungen, mehrere Werke in Deutschland zu schließen. Das Unternehmen konnte aber nichtsdestotrotz weiterhin bestehen und verlegte 1954 seinen Hauptsitz von Berlin nach München. 1978 wurde die Osram dann vollständig von Siemens übernommen, konnte aber weiterhin als eigene Rechtsform geführt werden.

Ein historischer Wendepunkt war 1999 als Osram vom Mutterkonzern Siemens die LED-Sparte übernehmen konnte, um in das zukunftsträchtige Halbleitergeschäft einzusteigen. Da der Trend zu vermehrter Benutzung von LED-Beleuchtung kurz danach ausbrach und neue Technologien immer mehr auf Halbleiterbasieren, konnte Osram enorme Gewinne mit der neu erworbenen LED-Sparte generieren. Mit dem Potenzial der LED-Sparte sind dem Wachstum des Unternehmen keine Grenzen mehr gesetzt. Dazu kommt, dass die Innovationskraft des Unternehmens noch lange nicht erschöpft ist. Die wirtschaftliche Verwertung der Chip-Fertigungs-Expertise und neuartige Anwendungen im sichtbaren und nicht-sichtbaren Spektrum des Lichtes sind nur wenige Beispiele dafür, mit welchen Technologien das Unternehmen auch in Zukunft für Furore sorgen wird.

2015 wurde angekündigt, dass der Konzern sein gesamtes Geschäft mit Privatkunden, was rund einen Drittel der Mitarbeiter ausmacht, abspalten werde. 2016 wurde bekannt, dass das neue abgespaltene Unternehmen unter dem Namen Ledvance auftreten wird. Der Name setzt sich aus zwei Wörtern „LED“ und „Advance“ zusammen, was für das Kerngeschäft Licht (LED) stehen soll und für den Fortschritt (Advance), der mit der LED-Technologie verbunden wird. Obwohl das Unternehmen als rechtlich eigenständiges Unternehmen auftreten wird, darf es weiterhin den Markennamen Osram für seine Produkte verwenden.

Heute produziert Osram mit seinen weltweit 24 000 Mitarbeiter an nicht weniger als 33 Standorten auf der ganzen Welt und erzielt den größten Teil seines Umsatzes in Deutschland, Europa, den Vereinigten Staaten sowie in der Asien-Pazifik-Region.

Die Aktivitäten des Unternehmens sind in vier Sektoren aufgeteilt: Der Specialty Lighting Sektor (SP), welcher ein breites Spektrum an Lampen und System für diverse Branchen und Spezialanwendungen bietet. Der Opto Semiconductors Sektor (OS), welcher Produkte rund um die Technologie optischer Halbleiter entwickelt, produziert und vermarktet. Dazu gehört einerseits die LED-Technologie, die sichtbares Licht erzeugen und andererseits auch diverse Optohalbleiter, welche nicht sichtbares Licht emittieren. Des Weiteren gibt es den Digital Systems Sektor (DS), der traditionelle elektronische Betriebsgeräte und LED-Treiber herstellt. Der letzte Sektor ist der Lighting Solutions Sektor (LS), welcher das Leuchten- und Lösungsgeschäft des Unternehmens umfasst. Dazu gehören sowohl die Herstellung und der Vertrieb von Leuchten als auch die Konzeption und Umsetzung von Beleuchtungslösungen in der Innen- und Außenbeleuchtung sowie auch das Servicegeschäft.

Der erste Sektor (SpecialityLighting) ist der umsatzstärkste Sektor und generiert rund 45 % aller Umsätze. Insgesamt hat Osram 2016 einen Umsatz von rund 3.80 Millionen Euro erzielt. Am Umsatz gemessen ist Osram heute nach dem niederländischen Konzern Philips weltweit der zweitgrößte Leuchtmittelhersteller.

 

Die wichtigsten Konkurrenten von Osram

Osram war früher ein Tochterunternehmen von Siemens, ist aber zwischenzeitlich selbstständig. Dank der Entwicklungsstrategie der ehemaligen Muttergesellschaft gehört Osram heute zu den weltweit führenden Unternehmen in der Leuchtmittelbranche. Abgesehen von einigen kleinen Unternehmen, die jedoch keine echte Gefahr für Osram darstellen, gibt es nur einen ernstzunehmenden Konkurrenten, nämlich das Unternehmen Philips.

Philips liegt aktuell an der Spitze, was den Verkauf und die Herstellung von Glühbirnen angeht. Seit einigen Jahren ist Osram jedoch Philips dicht auf den Fersen.

Wenn Sie in den Kurs der Osram-Aktie investieren möchten, raten wir Ihnen auch Philips genau im Auge zu behalten und dessen Geschäftsergebnisse sowie die seiner im Leuchtmittelsektor tätigen Tochterunternehmen mit denen von Osram zu vergleichen. Im Rahmen einer Fundamentalanalyse dieser Aktie sollten Sie auch mögliche Veränderungen der jeweiligen Marktanteile dieser Unternehmen beobachten. Auf dieser Basis sind Sie dann in der Lage, eine Entwicklung dieses Wertpapiers à la hausse oder à la baisse besser zu antizipieren.

 

Die wichtigsten Partner von Osram

Zunächst sollten Sie immer daran denken, dass Osram ursprünglich eine Tochtergesellschaft von Siemens im Bereich der Leuchtmittel war. Seit dem Börsengang von Osram im Jahr 2011 konnte das Unternehmen einige strategische Partnerschaften eingehen und damit seine Geschäfte auf dem Weltmarkt vorantreiben. Nachfolgend aktuelle Beispiele.

2013 hat Osram eine Vereinbarung mit Valeo unterzeichnet, welche die gemeinsame Gründung eines Joint Venture in Nordamerika zum Inhalt hat. In der Zwischenzeit hat Valeo jedoch die Anteile von Osram übernommen.

2017 sind Osram und Innoluce eine Partnerschaft eingegangen, um zusammen einen LIDAR-Sensor der neusten Generation auf der Basis von Mikroelektromechanischen Systemen (MEMS) zu entwickeln. Dieser innovative Sensor soll künftig ein Bestandteil von selbstfahrenden Autos sein.

 

Kursanalyse der Osram-Aktie

Die Osram-Aktie notiert an der Deutschen Börse AG in Frankfurt. Sie ist zudem im Börsenindex DAX 30 gelistet. Das Unternehmen ging 2012 an die Börse und gab 104 689 400 Aktien zum Emissionspreis von 26 Euro heraus. Gleich nach dem Börsengang stieg der Kurs rapide an und erreichtemit einem Kurs von 49.26 Euro seinen Höhepunkt im Februar 2014. Bis Ende 2014 sank der Kurs jedoch wieder auf 26 Euro.

2015 gab das Unternehmen bekannt, dass Osram sein Geschäft mit Privatkunden, was die Sparte Glühlampen und LED-Lampen für Allgemeinbeleuchtung mit gut einem Drittel der Mitarbeiter betrifft, abspalten wird (siehe oben). Dies hatte aber kaum einen Einfluss auf den Aktienkurs. Im November jedoch gab Osram bekannt, die Kapazitäten in der Produktion der LED-Technik bis 2020 zu verfünffachen zu wollen, was allerdings vielen Anlegern nach Jahren des Sparens und der Sanierung nicht passte. Folglich brach der Aktienkurs um über 22 % zusammen und konnte sich erst Anfang 2016 wieder erholen. Seither stieg der Kurs kontinuierlich an und konnte am 12. Mai 2017 ein Rekordhoch von 68.25 Euro verzeichnen.

Da die Beleuchtungsindustrie Produkte für andere große Industrien wie beispielsweise die Auto- oder Bauindustrie herstellt, ist das Wachstum der Beleuchtungsbranche stark an das Weltwirtschaftswachstum gebunden. Experten gehen davon aus, dass das Wachstum dieser wichtigen Industrien um über 3 % ansteigen wird. Dies wird folglich einen direkten Einfluss auf die Osram-Aktie haben, wodurch die Prognose des Aktienkurses weiterhin positiv ist und es sich durchaus lohnt, in die Osram-Aktie zu investieren. Da ebenfalls aktuelle Geschehnisse in der Wirtschaft wie auch im Unternehmen selbst den Aktienkurs beeinflussen können, lohnt es sich auf alle Fälle, die aktuellen Wirtschaftsereignisse zu verfolgen und regelmäßig die Pressemitteilungen des Unternehmens zu lesen.

Auf den Kurs der Osram-Aktie traden

Die Osram-Aktie ist, wie andere wichtige europäische Aktien auch, auf Tradingplattformen, die den Handel mit CFDs anbieten, erhältlich. Traden Sie gleich mit einer Kauf- oder Verkaufsposition auf ihren Kurs.