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Nordex-Aktie kaufen

Mit der beschlossenen Energiewende werden erneuerbare Energien in Deutschland immer wichtiger. Wenn es also einen Sektor gibt, in den es sich zu investieren lohnt, dann ist dies der Bereich der erneuerbaren Energien. Mittlerweile gibt es an der Börse immer mehr Unternehmen, die in der Entwicklung und Produktion von umweltfreundlicher Energie tätig sind. Wir sehen uns hier eines davon, das Unternehmen Nordex, etwas näher an. Wir geben Ihnen nachfolgende einige grundlegende Informationen, die Ihnen dabei helfen werden, eine gute Kursanalyse der Nordex-Aktie zu erstellen, was Ihnen die Entscheidung für eine mögliche Investition erleichtern wird.

 

Informationen über den Nordex-Konzern

Der Name Nordex sagt Ihnen vermutlich nicht viel. Und dabei handelt es sich um den aktuellen Marktführer im Bereich der Produktion von Windenergie in Europa und sogar weltweit. Das Kerngeschäft von Nordex ist der Bau von Windenergieanlagen, jedoch ist das Unternehmen auch noch in anderen Sektoren tätig. Der größte Teil des Umsatzes wird mit der Konstruktion dieser Anlagen erzielt, ein weiterer Teil wird mit Wartung und Unterhalt erwirtschaftet. Die gesamte Produktpalette von Nordex wird durch verschiedene Serviceleistungen wie Inspektionen, Wartung und kurzfristige Störungsbeseitigung sowie mit Schulungen für die erfolgreiche Betriebsführung von Anlagen abgerundet.

Bei Nordex handelt es sich um ein relativ jungesUnternehmen. Das Unternehmen kam 1985 aus der Kesselfabrik Brande KedelogBeholderfabrik in Svindbæk in Dänemark hervor. Dänemark ist als Pionier bekannt, wenn es um erneuerbare Energien geht. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts hat Dänemark an Windkraftanlagen geforscht. Als dann in den Siebzigerjahren die Ölkrise aufkam, war das Land vorbereitet und baute sein bereits bestehendes Netz an Windenergieanlagen aus, wovon die neugegründete Firma Nordex profitieren konnte und die größten Windenergieanlagen des ganzen Landes aufzubauen begann. Der Boom beschränkte sich allerdings erst auf Dänemark, in Deutschland waren Windenergieanlagen noch ein Fremdwort. Im Jahr 1990 kam es bereits zur ersten Krise. Ein Rotorblatt zweier Anlagen brach. Nordex war gezwungen seine zwanzig neusten Anlagen bereits wieder stillzulegen. Der Konkurs kann nur abgewendet werden, weil ein anderes dänisches Unternehmen, LM Glasfiber, zu einem relativ günstigen Preis anbietet, alle Rotorblätter auszutauschen. Im November 1991 dringen die Pioniere dann auch in den deutschen Markt ein und gründen in Rinteln in Niedersachsen die Nordex Energieanlagen GmbH. Acht Monate später steht die erste Windenergieanalage in Deutschland. In darauffolgenden Jahren konnte das Unternehmen die Technologien weiterentwickeln und immer stärkere Windenergieanalagen in Deutschland errichten. Zu Beginn des Jahres 1996 konnte man bereits elf Megawattanlagen in Deutschland zählen. In den nachfolgenden Jahren konnte das Unternehmen zwei weitere Niederlassungen in Spanien und eine in Griechenland eröffnen. Kurz darauf folgte eine Niederlassung in Indien und zwei in China. In Deutschland konnte Nordex ende 1996 bereits einen Marktanteil von 16 % erobern und sich somit als zweitgrößter Anbieter etablieren. Ausserhalb von Deutschland und Dänemark war das Unternehmen abgesehen von einzelnen wenigen Anlegen noch kaum vertreten. Kurz darauf wurden aber 33 Anlagen in China errichtet, wodurch sich Nordex auch dort an die Spitze katapultieren konnte.

2001 wagt das Unternehmen den Börsengang, was 160 Millionen Euro in die Kasse bringt. In den folgenden Jahren werden die Auslandtätigkeiten vergrößert und mehrere Tochtergesellschaften in Großbritannien, Frankreich und den USA gegründet. 2003 erwies sich dann aber als eines der schwierigsten Jahre der Firmengeschichte. Bis anhin war Deutschland immer der Wachstumstreiber, was nun jedoch vorbei ist. Dazu kommt, dass durch die hohen Verluste auch das Eigenkapital gesunken ist, was die Lage nicht einfacher machte. Nach etlichen Maßnahmen konnte das Ruder herumgerissen werden und das Weiterbestehen der Firma gesichert werden. Nach zwei schwarzen Jahren konnte 2005 endlich wieder Gewinne eingefahren werden. In den danach folgenden Jahren setzte Nordex seinen Schwerpunkt immer mehr nach Asien und Nordamerika, wo die erneuerbaren Energien zu boomen beginnen. Europa ist nur noch der Drittgrößte Markt im Sektor der nachhaltigen Energien. Das Unternehmen schaffte es aber nichtsdestotrotz, weiter zu wachsen und einen hohen Umsatz zu generieren.

Heute zählt das Unternehmen rund 5 000 Mitarbeiter und generiert einen jährlichen Umsatz von mehr als 3.3 Milliarden Euro mit ihren leistungsstarken Onshore-Anlagen. Die Produktionsstätten von Nordex liegen in Deutschland, Spanien, Brasilien und Indien und weltweit verfügt das Unternehmen über mehr als 7 000 Anlagen weltweit. Dazu kommt, dass das Unternehmen auch an der Projektentwicklung von Windparks beteiligt ist.

 

Kursanalyse der Nordex-Aktie

Der Kurs der Nordex-Aktie notiert zurzeit an der Frankfurter Wertpapierbörse.

Betrachtet man die Börsencharts der Aktie, so stellt man fest, dass der Kurs sich, nach einer langen stabilen Periode, seit 2013 in einem interessanten Aufwärtstrend befindet.

In den letzten Jahren haben verschiedene Ereignisse einen Einfluss auf den Verlauf des Nordex-Aktienkurses gehabt. Im nachfolgenden präsentieren wir Ihnen die wichtigsten Schlüsselereignisse, welche einen signifikanten Einfluss auf den Aktienkurs hatten.

Ende 2012 musste Nordex seine Rotorblattfertigung in China schließen. Das Unternehmen hat als Grund die mangelnde Auslastung im stark abgeschotteten Markt angegeben. Zugleich musste auch eine Produktionsstätte in den USA im Bundestaat Arkansas schließen – ebenfalls wegen mangelnder Auslastung. Vor Ort erhalten blieben Vertrieb, Service und Projektabwicklung, lediglich die Produktion wurde geschlossen.

Ein Schlüsselmoment des Unternehmens war im März 2014 als Nordex zum ersten Mal die 10 000 Megawatt installierter Leistung überschritt, was einer Leistung von über 6,5 Millionen Vier-Personen-Haushalte entspricht. Mit diesem Windstrom können jährlich über 26 Milliarden Tonnen klimaschädliche Treibhausgas-Emissionen vermieden werden.

Ende 2015 kündigte Nordex an, dass die Windenergie-Sparte des spanischen Mischkonzerns Acciona für rund 785 Millionen Euro übernommen werde. Die Hälfte des Kaufpreises wurde mit den neu herausgegebenen Nordex-Aktien beglichen wird, wodurch Acciona mit einem Anteil von 29.9 % zum größten Einzelaktionär von Nordex wurde. Der bisherige Hauptaktionär war die Familie Klatten.

Anfang 2017 wurde der dänische Rotorblattentwickler SSP Technology übernommen. Der Kaufpreis belief sich auf einen einstelligen Millionenbetrag. Als Ziel der Übernahme war hauptsächlich den Erwerb technischer Expertise im Rotorblattbau für zukünftige Anlagen. SSP Technology besitzt Erfahrung im Bau geteilter Rotorblätter und konstruiert Rotorblätter von über 80 Metern.

Da sich der Sektor der erneuerbaren Energien in einer großen Wachstumsphase befindet, gehenExperten auch davon aus, dass in den nächsten Jahren der Aufwärtstrend anhalten wird und die Nordex-Aktie weiter in die Höhe schießen wird.

 

Prognosen über den Kurs der Nordex-Aktie

Um eine Prognose über die Entwicklung des Kurses der Nordex-Aktie zu machen, muss man sich nur auf die richtigen Indikatoren stützen und Ereignisse im Auge behalten, die einen direkten Einfluss auf diesen Markt haben. Dazu zählen:

  • Technische Indikatoren wie die Trendanalyse
  • Die Wirtschaftslage im Energiesektor
  • Neue Produktangebote des Konzerns
  • Die Erschließung neuer Märkte
  • Der Konkurrenzdruck in dieser Branche.

Wie investiert man in die Nordex-Aktie?

Um zu den Investoren zu gehören, die auf Nordex setzen, müssen Sie nicht erst Ihren Bankberater hinzuziehen. Auf einer Online-Tradingplattform können Sie ganz einfach in Echtzeit auf den Kurs dieser Aktie traden.