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Der MACD (Moving Average Convergence Divergence)

Wenn man an den Börsen- und Finanzmärkten spekuliert, ist es notwendig, gute Indikatoren zu kennen, die für die technische Chartanalyse genutzt werden. Zu den populärsten Indikatoren gehört dabei der MACD oder Moving Average Convergence Divergence.

Er ist sehr verbreitet und zahlreiche private oder institutionelle Investoren nutzen ihn, um verlässliche Tradingsignale zu erhalten.

 

Vorstellung des MACD

MACD bedeutet Moving Average Convergence Divergence, was auf Deutsch soviel wie 'Indikator für das Zusammenlaufen/Auseinanderlaufen der gleitenden Durchschnitte' heißt. Mit seiner Hilfe kann man die exponentiellen gleitenden Durchschnitte ganz genau analysieren.

Der MACD wird aus der Differenz zweier exponentieller gleitender Durchschnitte (EMA - exponential moving average) ermittelt, die auf den Schlusskursen eines Vermögenswerts basieren. In diesem Fall interessiert uns der gleitende Durchschnitt dieser Differenz.

Es ist wichtig, dass man nur die Schlusskurse für die Analyse heranzieht, die ursprünglich entwickelt wurde, um gleitende Durchschnitte über 26 und 12 Tage zu vergleichen.

 

Darstellung des MACD

Der MACD wird, wie die meisten technischen Indikatoren, grafisch in einem Chart dargestellt. Man unterscheidet dabei zwei mögliche Darstellungsarten: 

  • Die erste besteht in einer Kurve. Diese Darstellung wird meistens für mittel- und langfristige Analysen verwendet.
  • Die zweite Möglichkeit besteht darin, diesen Indikator in Form eines Histogramms darzustellen, was meist bei kurzfristigen Analysen der Fall ist.

 

Manche Trader verwenden beide Darstellungsmöglichkeiten gleichzeitig. Wenn Sie diese Methode nutzen, müssen Sie jedoch berücksichtigen, dass der Maßstab bei den beiden Varianten unterschiedlich ist.

Durch die grafische Darstellung ist der MACD ein ausgezeichneter Trendindikator. Er bietet den Vorteil, dass er sich auf gleitende Durchschnitte stützt, was die Interpretation noch genauer und verlässlicher gestaltet.

 

So wird der MACD berechnet

Um den MACD zu berechnen, geht man von der Differenz zwischen zwei exponentiellen gleitenden Durchschnitten aus. Diese Berechnungsmethode ist im Prinzip relativ einfach nachzuvollziehen. In der Berechnung wird der letzte Schlusskurs stärker gewichtet als die anderen Kurse derselben Zeitperiode. Allerdings variiert die Stärke dieser Gewichtung in Abhängigkeit vom verwendeten exponentiellen Prozentsatz.

Nach jedem neuen Schlusskurs wird die Differenz zwischen den exponentiellen gleitenden Durchschnitten für zwei unterschiedliche Zeiträume ermittelt. Das Ergebnis wird dann für die Berechnung der 8 letzten Schlusskurse benutzt, um damit einen exponentiellen gleitenden Durchschnitt über 9 Tage für die Differenz zwischen den exponentiellen gleitenden Durchschnitten der beiden Zeiträume zu berechnen.

 

So setzt man den MACD im Rahmen des Tradings ein

Der MACD ist ein bevorzugter Indikator im Rahmen des Onlinetradings. Es gibt jedoch verschiedene Interpretationsmöglichkeiten.

Die erste Möglichkeit besteht darin, den Schnittpunkt zwischen der Kurve des MACD und der Signallinie (Trigger) zu betrachten. Wenn die Kurve des MACD die Signallinie unterschreitet, so ist dies ein Baissesignal. Übersteigt der MACD dagegen die Signallinie, so entspricht dies einem Haussesignal. Wenn der Schnittpunkt im sogenannten überkauften oder überverkauften Bereich liegt, so wird dies als vertrauenswürdiger als andere Indikatoren eingestuft.

Die andere Interpretationsmöglichkeit besteht darin, zu betrachten, wie stark die Kursentwicklung vom MACD abweicht. Hierbei geht es also darum, die Zeitpunkte zu erkennen, an denen die Kurve des MACD gegensätzlich zur Signallinie verläuft.