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Infineon-Aktie kaufen

Sie möchten in den Börsenmarkt investieren, vor allem in den europäischen Aktienmarkt? Vielleicht denken Sie in diesem Fall ja über den Kauf der deutschen Infineon-Aktie nach. In diesem Fall könnten die folgenden Ausführungen über dieses Wertpapier und seine Besonderheiten für Sie interessant sein. Neben einer Analyse des Aktienkursesder vergangenen zehn Jahren geben wir Ihnendiverse nützliche Informationen über das Unternehmen Infineon und seine Aktivitäten.

 

Informationen über den Infineon-Konzern

Die deutsche Unternehmensgruppe Infineon Technologies AG gehört zu den weltweit führenden Halbleiterherstellern. Das Unternehmen blickt im Vergleich zu anderen im DAX notierten Börsengrößenauf eine relativ kurze Unternehmensgeschichte zurück. Gegründet wurde Infineon 1999 als die Siemens AG beschloss, das Speicherchip-Geschäft auszugliedern. Kurz nach der Gründung der Infineon verkaufte Siemens über 50 % seiner Anteile und im Verlauf der Jahre reduzierte die Siemens AG seine Anteile in mehreren Paketverkäufen bis schlussendlich 2006 die letzten Anteile veräußert wurden.

Kurz danach lagerte die Infineon sein Speicherchip-Geschäft mit seinen 12 000 Mitarbeitern aus und gründete dazu die eigenständige Gesellschaft Qimonda, wessen Aktienmehrheit aber weiterhin im Besitz von Infineon blieb. Die Gesellschaft konnte allerdings das Geschäft nicht erfolgreich weiterführen und musste am 23. Januar 2009 Insolvenz anmelden.

Infineon selbst konnte sein Geschäft jedoch erfolgreich weiterentwickeln und wuchs kontinuierlich. Heute lassen sich die Aktivitäten des Unternehmens in drei Produktbereiche einteilen, nämlich Halbleiterprodukte für den Automobil- und Industriebereich, Produkte für die Telekommunikation sowie anwendungsspezifische integrierte Schaltkreise, wobei der erste Bereich der größte darstellt und rund 41 % des Gesamtumsatzes generiert. Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen im Jahre 2016 mit seinen rund 36 000 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von über 6.473 Millionen Euro.

Der Konzern erwirtschaftet den Großteil seines Umsatzes in Deutschland, darüber hinaus ist er jedoch auch in der Asien-Pazifik-Region tätig, wo er rund die Hälfte seiner Mitarbeiter (rund 17 000) beschäftigt. Das Unternehmen ist aber auch in Afrika und selbstverständlich in anderen europäischen Ländern tätig. Weltweit hat das Unternehmen 34 Forschungs- und Entwicklungsstandorte sowie 19 Fertigungsstandorte.

Der Konzern besitzt außerdem mehrere Tochtergesellschaften. Nachfolgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten drei kurz vor:

Die Danube Integrated Circuit Engineering GmbH & Co. KG (DICE) konzentriert sich auf die Entwicklung von Radarsystemen für die Automobil- und Industriebranche. Infineon besitzt 50.3 % dieses Tochterunternehmens.

Die Infineon Technologies IT Services GmbH wurde 2004 gegründet und betreut im Wesentlichen Teile der weltweiten IT von Infineon. Infineon hält 100 % der Infineon Technologies IT Services GmbH.

Beim dritten Tochterunternehmen handelt es sich um die Firma Infineon Technologies Bipolar GmbH, welche seit 2007 eine gemeinsame Tochtergesellschaft von Infineon und Siemens ist, wobei Infineon 60 % der Unternehmensanteile hält und Siemens die restlichen 40 %.

Infineon betreibt des Weiteren ein ausgeweitetes Corporate SocialResponsiblity-Management (CSR). Unternehmensethik ein wichtiger Teil des Alltags des Unternehmens und dessen Tochtergesellschaften. CSR umfasst beim Unternehmen das freiwillige Engagement in den Bereichen Human Resources Management und Menschenrechte, ökologische Nachhaltigkeit, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, gesellschaftliches und soziales Engagement. Infineon wurde wegen seinem Engagement bereits sieben Mal im SustainabilityYearbook gelistet, welches jedes Jahr das CSR-Engagement diverser Unternehmen evaluiert und bewertet.

 

Die wichtigsten Konkurrenten von Infineon

Der französische Konzern Infineon ist ein sehr bekannter Hersteller von Halbleitern. Auf diesem Markt herrscht eine große Konkurrenz, die einerseits aus Unternehmen besteht, die sich auf denselben Bereich spezialisiert haben, andererseits aber auch aus Unternehmen, die ein breiteres Produktspektrum anbieten, das ebenfalls Halbleiter enthält. Damit Sie diese Branche besser erfassen und die Konkurrenzsituation exakt analysieren können, nachfolgend ein Überblick über die wichtigsten Konkurrenten von Infineon. Die Rangliste enthält die größten Hersteller von Halbleitern der Welt nach ihrem Umsatz.

Aktuelle Informationen über die Ergebnisse dieser Konkurrenzunternehmen von Infineon sollten Sie daher in Ihre Analyse des Aktienkurses dieses Wertpapiers miteinbeziehen.

 

Die wichtigsten Partner von Infineon

  • 2005 hat Infineon gemeinsam mit dem amerikanischen Unternehmen AMD Flash-Speicher entwickelt.
  • 2008 hat Infineon im Rahmen einer Partnerschaft mit STMicroelectronics und ChipPAC ein Projekt zurEntwicklung der nächsten Generation von embedded Wafer-Level Ball Grid Array (eWLB) vorangetrieben.
  • 2009 war Infineon mit zwei Partnern (NXP und Gemalto) an einem gemeinsamen Projekt zur Entwicklung einerMIFARE-kompatiblen SIM-Karten-Lösung für das kontaktlose Zahlen mit Mobiltelefonen beteiligt.
  • 2010 sind Infineon und Mitsubishi eine Partnerschaft zur Entwicklung von elektronischen Leistungsmodulen zurSteuerung von Motoren und elektrischen Antrieben eingegangen.
  • Im Jahr 2017 hat das Unternehmen Icon Labs das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit Infineon veröffentlicht: dieEntwicklung einer Lösung für das Verwalten von IoT-Zertifikaten, mit denen deren Hersteller die PKI-Zertifikatewährend des gesamten Lebenszyklus eines Produktes verwalten können.

 

Kursanalyse der Infineon-Aktie

Der Kurs der Infineon-Aktie notiert zurzeit im Prime Standard der Deutschen Börse AG und ist im Börsenindex DAX 30 gelistet. Infineon ist am 13. März 2000 an die Börse gegangen. Der damalige Emissionspreis belief sich auf 35 Euro pro Aktie. Bis 2017 wurden insgesamt 1 135 271 687 Aktien ausgegeben und das Grundkapital des Unternehmens belief sich Anfang 2017 auf 2 270 543 374 Euro.

Die Aktien der Infineon sind zu 5.74 % im Besitz der Allianz Global Investors GmbH und zu 5.14 % im Besitz der Fondgesellschaft BlackRock. Die restlichen Anteile der Aktien sind im Streubesitz von Aktionären auf der ganzen Welt.

Der Aktienkurs der Infineon-Aktie wies in den letzten zehn Jahren starke Fluktuationen auf. Der Emissionspreis beim Börsengang von 35 Euro konnte nicht lange gehalten werden. Der Kurs stieg zwar nach dem Börsengang rasant an und konnte ein Rekordhoch von über 80 Euro verzeichnen, kurz darauf fiel der Aktienkurs 2003 jedoch auf unter 6 Euro. Mit der Finanzkrise fiel der Kurs sogar noch tiefer und verzeichnete im Februar 2009 ein Rekordtief von 0.475 Euro.In den nachfolgenden Jahren konnte sich der Aktienkurs wieder erholen und kletterte im Mai 2011 erstmals wieder über 8 Euro. Nach einem nochmaligen kurzen Einbruch des Kurses im Herbst 2012 konnte die Aktie weiter steigen und im Februar 2015 die 10-Euro-Marke knacken. Auch in den darauffolgenden Jahren konnte die Aktie weiter zulegen und im Mai 2017 mit 19.60 Euro ein neues Rekordhoch seit über 20 Jahren verzeichnen.

Der Verlauf des Aktienkurses war nicht nur durch die Finanzkrise geprägt, sondern auch durch diverse andere Ereignisse. Im nachfolgenden stellen wir Ihnen die Schlüsselereignisse der letzten Jahre vor, welche unter anderem den Aktienverlauf der Infineon-Aktie beeinflusst haben.

2009 gab der Konzern bekannt, eine Kapitalerhöhung durchzuführen, welche ein zentraler Baustein der damaligen Refinanzierung nach der Finanzkrise darstellte. Das Unternehmen gab Bezugsrechtsemission für bis zu 725 Millionen Euro bekannt.

Im August 2014 gab Infineon bekannt, das Unternehmen International Rectifier bis Ende Jahr übernehmen zu wollen. Die Übernahme kostete Infineon rund drei Milliarden US-Dollar. Anfang 2015 war die Übernahme schlussendlich abgeschlossen.

Im Juli 2016 wollte Infineon zudem das Unternehmen Wolfspeed des Konzerns Cree Inc. für rund 850 Millionen US-Dollar übernehmen. Kurz vor der Übernahme hat jedoch die neue US-Regierung unter Präsident Trump die Übernahme als Risiko für die nationale Sicherheit eingestuft, wodurch die Übernahme ins Wasser fiel.

Im Oktober 2016 wurde der Kauf der Innoluce BV bekannt gegeben. Das Unternehmen ist wie Infineon im Halbleiterbereich tätig und entwickelt mikro-elektromechanische Systeme in Kombination mit Miniatur-Laser-Scanning-Modulen, welche zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung für das autonome Fahren benötigt werden. Ein Kaufpreis für die Übernahme wurde bis jetzt allerdings noch nicht genannt.

Abschliessend lässt sich sagen, dass die Infineon-Aktie in den letzten zehn Jahren aufgrund verschiedenster Ereignisse größere Fluktuationen aufwies. Die letzten zwölf Monate haben aber gezeigt, dass sich die Aktie in einem stetigen Aufwärtstrend befindet. Der Trend scheintzudem auch in Zukunft weiter zu gehen, wodurch die Infineon-Aktie für ein Börsenportfolio interessant wird, um kurz- sowie auch langfristige Gewinne zu erzielen.

 

Prognosen für den Kurs der Infineon-Aktie

Um Prognosen für den Kurs der Infineon-Aktie zu erstellen, muss man sich auf die richtigen Indikatoren stützen und Ereignisse im Auge behalten, die einen direkten Einfluss auf diesen Markt haben. Dazu zählen:

  • Technische Indikatoren wie die Trendanalyse
  • Die Wirtschaftslage in der Technologiebranche
  • Technologische Innovationen sowie die Entwicklung neuer Produkte durch den Konzern
  • Die Erschließung neuer Märkte und die Wirtschaftslage in der Industrie
  • Der Konkurrenzdruck in dieser Branche

Setzen Sie auf den Kurs der Infineon-Aktie

Wenn Sie auf den Kurs der Infineon-Aktie setzen, die Aktie jedoch nicht direkt kaufen möchten, registrieren Sie sich gleich bei einer renommierten Tradingplattform. Dann können Sie sich auf dieses Wertpapier sowie auf andere börsennotierte Aktien positionieren.