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Der Carry-Trade

Der Carry-Trade ist eine der beliebtesten Tradingtechniken, die professionelle Trader und große Investitionsunternehmen auf Forex anwenden.

Wenn Sie verstanden haben, wie diese Technik funktioniert und wenn Sie sie richtig anwenden, können Sie mit ihr schnell Erträge generieren.

 

Was ist ein Carry-Trade?

Der Carry-Trade ist eine besondere Investitionsmethode, die bei der Spekulation auf Forex angewandt wird und die sich nicht nach der Kursentwicklung richtet. Wenn Sie sie einsetzen, müssen Sie im Wesentlichen die Zinssätze der Devisen berücksichtigen.

Im Klartext bedeutet dies, dass man sich verschuldet, indem man eine Währung mit einem niedrigen Zinssatz kauft, um mit diesem Kapital in eine Währung zu investieren, die einen hohen Zinssatz bietet. Ihr Ertrag entsteht also einzig und allein durch den Unterschied zwischen den beiden Zinssätzen.

Die Carry-Trade-Methode wird hauptsächlich auf Forex angewandt, da der Ertrag auf anderen Märkten, die nicht über eine große Hebelwirkung verfügen, sehr niedrig ist.

 

So wendet man den Carry-Trade an

Beim Trading auf Forex kauft man eine Devise, indem man eine andere verkauft. Damit zahlen Sie Zinsen auf die verkaufte Währung und erhalten Zinsen auf die Währung, die Sie kaufen. Ihr Makler verbucht also Ihrem Konto jeden Abend nach Schluss der Börsensitzung die Zinsdifferenzen für die im Tagesverlauf realisierten Trades.

Aber Achtung! Damit Sie Ihren Carry-Trade richtig handhaben, müssen Sie trotzdem die anderen Faktoren beachten, welche die Währungspaare auf Forex beeinflussen. Im Verlauf einer Transaktion können die Kurse sich nämlich in eine Richtung entwickeln, die Sie nicht beabsichtigt haben, und dies könnte Verluste zur Folge haben, die Ihren Gewinn aus den Zinssätzen übersteigen.

Vergessen Sie auch nicht, dass Ihr Onlinemakler für jede Ihrer Onlinetransaktionen Spreads berechnet. Diesen Betrag müssen Sie bei der Rentabilitätsberechnung ebenfalls berücksichtigen.

 

Einige Tipps, wie Sie diese Methode anwenden

Damit Sie beim Carry-Trade kein Risiko eingehen und bei der Spekulation mit dieser Methode auf Forex interessante Erträge erzielen können, müssen Sie einige wesentliche Punkte beachten. Vermeiden Sie diese Technik bei Währungspaaren, die eine zu starke Volatilität aufweisen, außer Sie kombinieren diese Methode mit einer technischen Analyse, was maximale Erträge ermöglichen kann. Wenn es Ihnen gelingt, einerseits Profite mit einer klassischen Methode zu erzielen und andererseits durch Zinsdifferenzen, dann sind Sie gut in der Gewinnzone. Wenn Sie dagegen durch die Kursentwicklung des Vermögenswerts Verluste generieren, so kann dies Ihre Gewinne erheblich beeinflussen.

 

Für einen erfolgreichen Carry-Trade sollten Sie folgende Ratschläge berücksichtigen:

  • Machen Sie ein Währungspaar ausfindig, das eine interessante Zinsdifferenz aufweist, also mehr als 3 %. Der Yen ist beispielsweise eine Währung mit einem sehr niedrigen Zinssatz und wird daher beim Carry-Trade oft eingesetzt.
  • Versichern Sie sich dann, dass dieses Währungspaar einen langfristigen Trend aufweist, der mit Ihren Investitionsabsichten korrespondiert, oder dass es keinem ausgeprägten Trend folgt, sondern sich innerhalb der Trading-Range bewegt.