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Die Bollinger Bands indicator

Analysemethoden, mit denen man die Volatilität eines Marktes bestimmen kann, sind sehr hilfreich, um effiziente Tradingstrategien zu erstellen. Eine der verlässlichsten Methoden in diesem Bereich ist zweifellos die der Bollinger Bands.

Hier erhalten Sie eine umfassende Vorstellung dieses beliebten technischen Indikators und Sie erfahren, wie Sie ihn im Rahmen der Finanzspekulation einsetzen.

 

Vorstellung der Bollinger Bands

Die Bollinger Bands sind ein Indikator, der von John Bollinger entwickelt wurde und mit dem man die Volatilität eines Vermögenswerts analysieren kann. Dabei geben die Bollinger Bands die Volatilität des Kurses in einem bestimmten Zeitraum an.

Die Bollinger Bands werden im Grunde genommen in Form von 3 unterschiedlichen Kurven angezeigt.

  • Das obere Band entspricht dem einfachen gleitenden Durchschnitt plus der x-fachen Standardabweichung.
  • Das mittlere Band zeigt den einfachen gleitenden Durchschnitt an.
  • Das untere Band entspricht dem einfachen gleitenden Durchschnitt abzüglich der x-fachen Standardabweichung.

 

Generell sollte der Kurs eines Vermögenswerts innerhalb des Bandes verlaufen, also zwischen der oberen und der unteren Kurve. Man kann daher sagen, dass sich die Bollinger Bands der Volatilität des Marktes anpassen.

Ist diese Volatilität gering, ist die Standardabweichung ebenfalls niedrig und die Bollinger Bands liegen daher näher beieinander. Wenn die Volatilität dagegen hoch ist, ist der Abstand zwischen den Kurven größer.

 

So setzt man die Bollinger Bands im Rahmen des Tradings ein

Wir haben bereits festgestellt, dass die Bollinger Bands vor allem dazu dienen, die Höhe der Volatilität eines Vermögenswerts in einem bestimmten Zeitraum zu beurteilen. Aber auch andere nützliche Informationen können aus ihnen abgeleitet werden. Hier ein Überblick.

  • Die Trendstärke: Sie ist erkennbar, wenn der Kurs eines Vermögenswerts die Bollinger Bands durchbricht. Schneidet der Kurs das obere Band, so liegt ein starker Aufwärtstrend vor. Schneidet der Kurs dagegen das untere Band, so liegt ein starker Abwärtstrend vor.
  • Unterstützungs- und Widerstandsbereiche: Liegt kein besonders ausgeprägter Markttrend vor, so können aus den Bollinger Bands die Unterstützungs- und Widerstandsbereiche abgeleitet werden, denn der Kurs des Vermögenswerts schwankt meistens zwischen der unteren und der oberen Kurve hin und her.
  • Eine sinkende Volatilität: Nähern sich die untere und obere Kurve einander an, so bedeutet dies, dass die Volatilität des Kurses des Vermögenswerts sinkt. Man weiß, dass Zeiten niedriger Volatilität oft einen Preisaufschwung ankündigen.
  • Die Trendrichtung: Grafiken mit doppeltem Boden oder Doppeltops helfen dabei, eine Umkehr des Trends vorauszusehen. Wenn sich also auf Niveau des oberen Bandes ein doppelter Boden mit einem Tiefpunkt auf dem Band und einem zweiten darunter bildet, so ist dies ein Baissesignal. Wenn sich dagegen zwei aufeinanderfolgende Tops abzeichnen, von denen das erste auf dem unteren Band liegt und das zweite knapp darüber, so ist dies ein gutes Haussesignal.

 

Es ist ebenfalls interessant, den Indikator zu nutzen, der den Abstand zwischen den beiden Bollinger Bands (der unteren und der oberen Kurve) angibt und vergleicht. Wenn dieser tendenziell steigt, so bedeutet dies, dass sich der Abstand der beiden äußeren Bänder im Vergleich zum einfachen gleitenden Durchschnitt vergrößert. Dies bedeutet, dass die Volatilität stärker wird. Wenn der Kurs des Vermögenswerts einem eindeutigen Trend folgt, ist dies ein guter Zeitpunkt, um Position zu beziehen. Wenn der Abstand zwischen den beiden Kurven sinkt, wird der Trend schwächer und die Volatilität ist weniger ausgeprägt.